Kommentar

Krach mit Schalke-Vereinslegende Wilmots war ein Fehler ohne Not

Der Ärger um Marc Wilmots hallt auf Schalke noch nach.
Der Ärger um Marc Wilmots hallt auf Schalke noch nach.
Foto: imago

Sogar belgische Reporter kamen beim Breitenreiter-Auftakt nach Schalke, um Manager Horst Heldt zu löchern. Der Wirbel hätte vermieden werden können. Ein Kommentar.

Gelsenkirchen.. Als er am Dienstagabend vergangener Woche eine SMS von Schalkes Manager Horst Heldt erhielt, schaute sich André Breitenreiter gerade das entscheidende Spiel seines Heimatvereins TuS Altwarmbüchen um den Bezirksliga-Klassenerhalt gegen den SC Hemmingen-Westerfeld in der Region Hannover an. Weil Altwarmbüchen gewann, hatte Breitenreiter an diesem Abend gleich zwei Gründe zur Freude.

Wilmots Schon am Mittwoch folgten Gespräche mit der Klubführung des FC Schalke – am selben Tag sagte Augsburgs Erfolgstrainer Markus Weinzierl den Schalkern ab. „Ich habe immer gesagt, dass wir uns mit mehreren Kandidaten unterhalten“, erklärte Manager Horst Heldt. „Und am Ende haben sich zwei Favoriten herauskristallisiert.“

Marc Wilmots fühlt sich von Schalke gekränkt

Marc Wilmots stand für ihn also nicht mehr auf der Liste. Heldt bekräftigte am Montag erneut, dem belgischen Nationaltrainer eine Absage erteilt zu haben. Ein Umstand, der für viel Wirbel sorgte. Denn Wilmots behauptet beharrlich: „Wenn ich gewollt hätte, wäre ich jetzt Trainer auf Schalke.“ Heldt konterte: „Das müssen beide Seiten wollen.“

Wilmots Wer auch immer da nicht die ganze Wahrheit erzählt – eine Vereinslegende so schwer zu verärgern, war ein Fehler ohne Not. Selbst wenn Heldt Wilmots nie wirklich gewollt haben sollte, so hätte man sich nach den für beide Seiten unbefriedigenden Gesprächen doch auf eine einheitliche Sprache verständigen müssen. Weil sich Wilmots aber gekränkt fühlt und laut aufheult, waren am Montag sogar einige belgische Journalisten nach Gelsenkirchen gekommen, um Heldt mit unangenehmen Fragen zu überhäufen.

Dabei sollte es doch nur noch um André Breitenreiter gehen. Um den Mann, der den entgleisten Schalker Zug wieder auf die Schiene stellen soll. Oder besser: muss.

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