Königsblau im Meer roter Zahlen
06.05.2010 | 15:13 Uhr 2010-05-06T15:13:00+0200
Gelsenkirchen.Wie der Verein bekanntgab, drückt den „Konzern”, also den Fußballverein mitsamt Tochtergesellschaften, eine Gesamtschuldenlast von 248,6 Millionen Euro. Davon entfallen rund 135 Millionen auf den eingetragenen Verein, der im Geschäftsjahr 2009, bei einem Umsatz von 119 Millionen Euro, einen Verlust von 16,8 Millionen Euro ausweist.
Der Umsatzrückgang von rund 20 Millionen sei im wesentlichen auf das Verpassen des internationalen Wettbewerbs zurückzuführen, sagte Finanzvorstand Peter Peters. Nach dem Erreichen der Champions League plane der Klub, Schulden abzubauen und zugleich in die Mannschaft zu investieren. „Das Ergebnis ist nicht gerade zum Jubeln, aber die Richtung stimmt. Wir sehen unseren Verein auf einem guten Weg der Konsolidierung”, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies. „Wir werden aber kein Sparverein.”
Einsparungen sind aber nötig und offenbar erreicht worden. So entledigte sich Schalke der Verpflichtung aus der Schechter-Anleihe. Der Londoner Finanzvermittler Stephan Schechter hatte ein Konsortium von Investoren vor einigen Jahren dazu veranlasst, dem Klub 85 Millionen Euro zu leihen, als es schwierig war, Bankkredite zu erhalten. Nach Vereinsangaben werden die noch offenen 65 Millionen Euro im Wege der Umschuldung nun abgelöst.
Schechter wollte Einfluss auf die Personalpolitik
Neuer Kreditgeber sei eine „international operierende Bank”, die namentlich nicht genannt werden dürfe, sagte Peters. Die Klubspitze empfindet diesen Gläubigerwechsel als Befreiungsschlag, nicht nur wegen der Zinsersparnis von zwei Millionen Euro je Jahr.
Als Vertreter von Gläubigerinteressen hatte Schechter, der
seinen Vertragspartnern zuletzt kritisch gegenüberstand, offenbar versucht, Einfluss auf die Personalpolitik zu nehmen. „So konnte es nicht weitergehen. Ich lasse es mir auch persönlich nicht gefallen, dass jemand, der uns Geld leiht, bestimmen will, wen ich einstellen darf und wen nicht”, sagte Tönnies. „Ich bin froh, dass wir diesen Ballast los sind”, der aufgrund von „Fragen und Rückfragen” auch beträchtliche Anwaltskosten verursacht habe.
Wie Verhandlungsführer Peters die Zeichner der Anleihe zur Vertragsauflösung bewegt hat, wollte er nicht erläutern. Die in solchen Fällen übliche Vorfälligkeitsentschädigung habe Schalke nicht gezahlt, behauptet er. Ganz ohne finanziellen Anreiz pflegen Geschäftsleute wie Schechter sich aus einem lukrativen Geschäft aber nicht zurückzuziehen, zumal wenn der Schuldner gerade anfängt sich zu erholen wie Schalke nach dem Erreichen der Champions League.
„Die Zeit des Schuldenmachens muss vorbei sein”
Ermutigt durch die sportliche Bilanz, die Schalke als Meisterschaftszweiten ausweist, sieht Peters den Klub vor einem Kurswechsel. „Die Zeit des Schuldenmachens muss vorbei sein.” Eingeläutet wird diese vermeintlich neue Epoche durch die nächste Runde der Neuverschuldung. Um seinen Handlungsspielraum, möglicherweise auch auf dem Transfermarkt, zu erweitern, gibt der Verein eine mit etwa fünf Prozent je Jahr verzinste „Fan-Anleihe” mit einer Laufzeit von sechs Jahren heraus. Davon erhofft sich Peters Mittelzuflüsse von 10 Millionen Euro.
Weitere 2,5 Millionen sollen aus Erhöhungen der Eintrittspreise resultieren. Ob und was von diesem Geld in die Verstärkung der Mannschaft fließt, die Trainer Felix Magath fordert, blieb unklar.
Dafür haben Peters und Tönnies die neue Struktur des Vorstands erläutert. Der Vorsitzende Josef Schnusenberg verlässt das Gremium; sein Posten wird nicht neu besetzt. Künftig bestehe der Vorstand nur noch aus Magath, der auch dessen Sprecher sein werde, und aus Peters, dessen Vertrag bald verlängert werden solle.

08:53
Unter Neid versteht man das ethisch vorwerfbare, gefühlsmäßige (emotionale) Verübeln der Besserstellung konkreter Anderer. Ähnlich ist der Begriff der Missgunst. Fehlt es am ethischen Vorwurf, spricht man auch von Unbehagen gegenüber Überlegenheit, die man selber gerne hätte und nicht zu erreichen vermag. Will man Neid rechtfertigen, so ist eher von einem Streben nach Gleichheit die Rede. Wie andere Gefühle auch, hat der Neid Vorteile für den, der ihn hegt.
Schalker läßt euch nicht beirren, wir sind auf einem guten Weg.
Der BxB kann es nicht ertragen, das wir eine so gute Saison gespielt haben.
Der aktuelle Aktienkurs des BXB beträgt 1 Euro.
An alle Schalker kauft BXB Aktien, damit wir die
Mehrheit beim BXB bekommen. Könnten dann endlich das Thema BxB abschließen und diesen Trümmerverein das Wasser abgraben.
Glück Auf
15:27
der kohlverschnitt wird es schon richten.
11:11
BVB kauf mit den Evonik 28 Mio Euronen alle Papiere oder Anleihen auf
07:27
Der BVB kriegt 28 Mio von Evonik für 2 Jahre. Solsche Verträge bringen was.
16:15
jeder normal wirtschaftene Verein schafft max 1-2 Mio gewinn d.h . das sie in 100 Jahren schuldenfrei sind....Frage mich sowieso wenn zuschauer einnahmen und werbeeinnahmen längst ausgeben sind,schon für jahre im vorraus, wie da noch was zur schuldendeckung über bleiben soll und warum in Dortmund schon fast die Lichter ausgehen bei damals nur 160 Mios schulden und in schlake spieler über spieler gakauft werden ohne jemand abzugeben....
Frage mich echt warum die Lizenz nicht in Gefahr ist nur weil es 100 Tochtergesellschaften sind die,die Schuldenlast tragen??
Bielefeld hat nur 12 Mio´s und steht vor dem aus,ist schlake 200% Finanzkräftiger ??Ich kann´s nicht glauben.....!!!
Aber der EX Fussballspieler Magath der sicher nie irgend ein wirtschaftsstudium abgeschlossen hat,wird die sache schon regeln,getreu noch dem Motto das Geld ist nicht weg,es haben nur andere !!!
15:46
Eine Gesamtschuldenlast von 248,6 Millionen Euro, und noch immer keine Titel oder Erfolge!!!
Bravo, weiter so .......
14:38
Da Schalke ein eigenes Stadion privat finanzieren muss - während anderswo der Steuerzahler komplett dafür aufkommt - kann bzw. muss es auch Schulden machen.
Das geht einem als Privatmann nicht anders, wenn man sich ein Haus oder eine Eigentunswohnung bauen oder kaufen will und nicht ewig Miete zahlen will.
Wie sonst soll ein Verein ohne den Steuerzahler die Finanzierung einer Arena stemmen?
Vielleicht sollten all die Neider sich mal fragen wie viel Miete ihr eigener Verein jährlich zahlt, und wie lange noch? Etwa auch alles auf Pump, auf ewig sogar?
Keine Sorge, die Schalker Rechnung wird aufgehen und die Arena irgendwann (Ziel 2020!?) abbezahlt sein, wenn halbwegs vernünftig im sportlichen Bereich gearbeitet wird. Letzteres war freilich in den letzten beiden Jahren unter Müller/Rütten Co. ganz klar nicht der Fall, und genau deshalb gibt es auch den jetzigen hohen Verlust.
Und nochwas: So lange Schalke ebenso leidenschaftliche wie betuchte Fans (in der Kurve und im Aufsichtsrat!) hat, die nicht nur gegen andere Vereine hetzen, sondern auch bereit sind den eigenen Verein sogar in der größten (finanziellen) Not zu unterstützen, wird Schalke nie kaputt gehen. Selbst dann nicht, wenn Leute wie Müller und Rutten auf Schalke wüten!
Im Übrigen hat Schalke immer noch - anders als alle anderen Vereine in der Bundesliga! - alle Rechte noch komplett in eigener Hand (sc. alle Gelder fließen komplett provisionsfrei in die eigenen Kassen) und sich auch noch nicht in eine Aktiengesellschaft umgewandelt (geschweige denn bereits große Aktienpakete von sich selbst für zig Mio. verkauft). Also bevor Schalke pleite geht könnte es all die Rechte und sich selbst verkaufen, und hätte dann erst einmal den status quo der anderen konkurrierenden Vereine erreicht.
Sicherlich eine traurige Erkenntnis für diejenigen Fans anderer Vereine, die wohl nur noch hoffen und glauben, dass ihr Verein Schalke nur dann überholen kann, wenn es pleite geht und die Lizenz entzogen bekommt...
Wie hatte schon Hippias von Elis erkannt: Die neidischen Menschen sind doppelt schlimm dran. Sie ärgern sich nicht nur über das eigene Unglück, sondern auch über das Glück der anderen.
10:20
10 von LaLa_GE
Seit wann gehört einem etwas wenn man es noch nicht bezahlt hat???
Ist das Schalker Logik?
08:53
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
01:54
@mickus
Ich hab zwar keine Ahnung, warum du dich eigentlich angegriffen bzw. angesprochen fühlst, aber wäre sicherlich dein Problem! Du bist derjenige, der hier rumpöbelt, nicht ich!