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Kluge-Einsatz für S04 rückt näher

18.02.2010 | 18:55 Uhr
Kluge-Einsatz für S04 rückt näher

Gelsenkirchen. Zum Pressegespräch nach dem Training erschienen Peer Kluge und Christoph Moritz gemeinsam. Ein Schelm, wer da an die Aufstellung für das Wolfsburg-Spiel dachte. Für die Partie beim Deutschen Meister (Sonntag, 17.30 Uhr) wird noch ein Vertreter für den gesperrten Rafinha gesucht.

Und nach der vollständigen Genesung Kluges ist folgendes Szenario durchaus denkbar: Der Winter-Neuzugang aus Nürnberg bildet mit Moritz das defensive Mittelfeld, Joel Matip rückt in die Innenverteidigung und Benedikt Höwedes geht nach außen auf die Rafinha-Position.

„So weit haben wir noch gar nicht gedacht“, erklärten beide unisono, schauten aber wie zwei Jungs, die man beim Kirschenklauen in Nachbars Garten erwischt. Für Peer Kluge ist nach seiner Verletzungspause aber erst einmal wichtig, überhaupt wieder dabei zu sein. Das Innen- wie das Außenband waren komplett durch, so ist es schon erstaunlich, dass er sich ohne OP nach vier Wochen wieder fit meldet. „Ich habe jetzt zweimal im Mannschaftstraining mitgemacht, bis jetzt hatte ich keine Schmerzen, hoffentlich ist es damit ausgeheilt“, so der Mittelfeld-Routinier, den die Verletzung ausgerechnet zum Rückrunden-Auftakt gegen seine Ex-Kollegen aus Nürnberg ereilte.

Kluge, obwohl er in den letzten Wochen außer Reha eigentlich genügend Zeit gehabt hätte, hat noch keine feste Bleibe in Gelsenkirchen gefunden, ist noch immer Hotelgast. Dennoch fühlt er sich bereits auf Schalke sesshaft: „Die Jungs haben mir den Start hier auch einfach gemacht.“ Wenn er mit den gegnerischen Mannschaften in der Arena auftrat, war er stets von der Atmosphäre beeindruckt. Gewichtige Gründe für den vollzogenen Wechsel: „Die Fans und die Tradition haben mich sicherlich gelockt. Und natürlich die Tatsache, dass die Mannschaft eine Super-Vorrunde gespielt hat.“

Was nun in der Rückrunde in den „Knallerspielen“ verteidigt werden soll. Wobei der Ex-Gladbacher die Partie am Sonntag durchaus schon dazu zählt. „Es wird ein schweres Spiel, Wolfsburg ist immer noch der Deutsche Meister, die Qualität muss sie also auf jeden Fall haben.“ Und Nachbar Christoph Moritz ergänzt: „Solche Spieler wie Misimovic oder José haben ja nicht von einem Jahr auf das andere alles verlernt.“ Die beiden Schalker erwartet viel Arbeit. Vermutlich Seite an Seite.

Ralf Wilhelm

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