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Keller bringt Schalke-Führung in die Bredouille

10.03.2013 | 17:50 Uhr
Da kam Freude auf: Schalke-Trainer Jens Keller jubelt nach dem Derby-Sieg mit Atsuto Uchida.Foto: Ina Fassbender / Reuters

Gelsenkirchen.  Die Trendwende erzwungen, die Mannschaft wieder auf Kurs gebracht: Jens Keller, der wochenlang als - schlechte - Notlösung galt, hat sich spätestens mit dem Derbysieg als Schalke-Trainer über die Saison hinaus ins Gespräch gebracht - und die Vereinsführung in die Bredouille. Ein Kommentar.

Der Mann hat sein Gesicht verloren und allen Grund, sich darüber zu freuen. Wie das geht? Nun, es ist noch nicht lange her, da hatte der bekannt gnadenlose Medienboulevard Jens Keller als „das Gesicht der Schalker Krise“ ausgemacht. Nach drei aufeinanderfolgenden Bundesligasiegen inklusive des prestigeträchtigen 2:1 im Derby gegen Dortmund wird der vom ersten Tag an kritisch beäugte Fußball-Lehrer inzwischen in einem anderen Licht gesehen.

Heldt sprach Keller stets sein Vertrauen aus

Dabei ist Kellers Mimik, die seiner zurückhaltenden, sachlichen Art entspricht, dieselbe wie vorher, als sie ihm negativ ausgelegt wurde. Verändert haben sich nur die Ergebnisse. Und die bestimmen nun einmal in jedem Bereich des Lebens sowohl die Analyse der Arbeit als auch die Wahrnehmung der dafür verantwortlichen Person. Heute käme jedenfalls niemand mehr auf die Idee, Keller – wie geschehen - in Anspielung auf den Verlierertypen aus der TV-Serie „Dallas“ als „Cliff Barnes der Bundesliga“ zu verspotten.

Schalke-Stimmen
Tönnies und Heldt loben Schalke-Trainer Jens Keller

Nach dem 2:1-Derbysieg gegen Borussia Dortmund lobten Schalke-Boss Clemens Tönnies und Manager Horst Heldt Trainer Jens Keller. "Jens zeigt, dass er ein guter Trainer ist und zu Schalke passt", sagte Tönnies. Wir haben die Schalke-Stimmen zum Spiel gesammelt.

Bleibt Schalke 04 auf Kurs Champions-League-Platz, von dem die Mannschaft zwischenzeitlich abgekommen zu sein schien, könnte diese Entwicklung – so paradox es klingt - die Vereinsführung in die Bredouille bringen. Sportvorstand Horst Heldt sprach seinem Weggefährten aus gemeinsamen Stuttgarter Zeiten zwar auch in der schlechten Phase stets sein Vertrauen aus – aber ausdrücklich nur bis zum Saisonende. Und erst vor wenigen Tagen erklärte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, der Klub suche weiter nach „einem Trainer, der attraktiven Fußball spielen lässt“.

Spektakuläre erste Halbzeit im Derby gegen den BVB

Gemessen an dieser Vorgabe kann vor allem die spektakuläre erste Halbzeit gegen Dortmund als Bewerbungsvideo für Keller dienen. Wenn dem vermeintlichen Wunschkandidaten Armin Veh tatsächlich – wie kolportiert wurde - ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegt, sollte der Frankfurter Coach jedenfalls diesen, sein Interesse vorausgesetzt, besser heute als morgen akzeptieren. Ob dies für Schalke gut wäre, steht auf einem anderen Blatt.

Schalke triumphiert im Derby

Reinhard Schüssler



Kommentare
11.03.2013
13:57
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #27

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

11.03.2013
13:37
Thema Scheinheiligkeit
von Moderation | #26

Liebe Kommentatoren,
Liebe Schalker,

wir freuen uns immer, wenn es rege Debatten in den Kommentaren gibt - auch wenn wir dabei Kritisiert werden. Doch beim Thema "Trainersuche auf Schalke" müssen wir etwas mehr Ehrlichkeit seitens unserer Leser einfordern.

Im Gegensatz zu vielen anderen Medien und auch Fans, haben die Sport-Redakteur der WAZ Jens Keller von Anfang an die Chance gelassen, sich als Trainer zu beweisen. Wir haben ebenso Fairness für Keller eingefordert. Zu behaupten, wir drehen nur unser Fähnchen in den Wind und die positive Berichterstattung sei scheinheilig, ist schlichtweg falsch.

Wir möchten aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen, dass es durchaus einige Leser gibt, die das auch so empfinden und entsprechend kommentieren. Danke.

In diesem Sinne
Glück Auf
Moderation

11.03.2013
13:35
Keller bringt Schalke-Führung in die Bredouille
von A.B.Surd | #25

Nach dem Motto "never change a wininng Team" sollte Keller auf Schalke verbleiben. Wechseln kann man immer noch. arbeitslose bzw. wechselbereite Trainer gibts genug.

11.03.2013
13:34
Keller bringt Schalke-Führung in die Bredouille
von WaNa | #24

Das war doch von Anfang an klar, oder?
Ist Keller erfolgreich, und damit wäre die CL Qualifikation (3. Platz) gemeint, dann geht ein Wechsel gar nicht. Und wer meint, eine Mannschaft brauche keinen Trainer irrt. Die ELF auf dem Platz sind schon immer zur Top 3 der BL zu zählen, aber wie und was sie (zusammen) spielen, das entscheidet der Trainer. Wer die Mannschaft heute sieht erkennt eine andere, ähnlich stark wie im Oktober (BVB + Arsenal), aber etwas schneller und aggressiver! Ausfälle von Papa, Affeley und Jones (jetzt Huntelaar) werden aufgefangen und noch 3 Spieltage, dann geht es um Platz 3. Dass diese Option wieder da ist, Bundesliga Spaß macht, hat Keller geleistet!

11.03.2013
13:05
Keller bringt Schalke-Führung in die Bredouille
von gelsenkirchenschalke04 | #23

Wird spannend bleiben in der Trainerfrage. Nur: sollten die von der BILD geäußerten Vermutungen zutreffen und Heldt Veh bereits einen unterschriftsreifen Vertrag zugesandt haben, dann würde diese Verpflichtung zwangsläufig mit der Unterschrift Vehs zustande kommen, es sei denn, Heldt hätte noch nicht unterschrieben. Dann könnte Keller die Restsaison vergolden, müsste aber dann dennoch seinen Sessel räumen.

11.03.2013
13:03
Keller bringt Schalke-Führung in die Bredouille
von Narrenschiff | #22

Für alle, die hier von "Scheinheiligkeit" sprechen: Derselbe Autor hat schon vor Wochen einen Kommentar mit der Überschrift "Unfairer Umgang mit Schalke-Coach Jens Keller" (27. Januar) geschrieben.

11.03.2013
12:59
Keller bringt Schalke-Führung in die Bredouille
von knutknutsen | #21

Trainer und Spieler kommen und gehen- Ruhe hingegen wird auf Schalke wohl nie so recht eintreten. Wäre ja auch irgendwie langweilig.
Ich würde nach der nicht mehr so erwarteten aber umso erfreulicheren Kehrtwende unter Keller nur dann einen neuen Trainer holen, wenn man wirklich einen absoluten Hochkaräter kriegen könnte. Der Name Veh reizt mich da eher nicht.

11.03.2013
12:57
Keller bringt Schalke-Führung in die Bredouille
von Walter04 | #20

Wie scheinheilig dieser bericht ist, zeigt die vergangene berichterstattung eben dieser redaktion hier? Veroeffentlicht doch bitte noch einmal die berichte von mitte dezember bis zu dem spiel gegen die bayern. Wer hat keller denn schlecht geredet, respektive geschrieben? Die redaktion von derwesten.de war stets gegen keller und hat ihm von anfang an schlecht gemacht, obwohl toennies und heldt ihm stets das vertrauen ausgesprochen und ihm ein gutes verhaeltnis zur mannschaft und eine gute arbeit bescheinigt haben. Dies wurde hier aber nur als durchhalteparole datgestellt. Und jetzt wird schon wieder ein problem ausgemacht, weil keller erfolg hat. Unmoeglich diese berichterstattung. Ich verleihe dieser redaktion den preis des GOLDENEN PROBLEMBAEREN! naemlich fuer die suche und dem finden von problemen, die keine sind!

11.03.2013
12:48
Keller bringt Schalke-Führung in die Bredouille
von Alex1955 | #19

Bei allem Respekt jedem Trainerstab mit HS, Jens Keller oder anderen gegenüber;
es ist immer der Charakter des Teams der Spieler die den Erfolg auf dem Platz suchen und erspielen ! Das sieht jeder bei Bayern München, dem BVB 09 oder Auf Schalke 04

Die Trainer können Charisma , Stärke und Persönlichkeit einbringen !
Spielen und sportlich erkämpfen tut jeder dies aus dem Feld !

Jens Keller hat mit Jugendteams Auf Schalke U 16 / U17 usw. tolle Erfolge errungen.
Ganz ohne Können ist dies nicht in der Jugend Bundesliga Deutschland 2011 bis13
Jetzt kommen wie Typen wie Höwedes schon länger Draxler 19 J. ,Max Meyer 17 J, Kolasanic 19 J. und andere tolle Spieler aus der Schalker Winner Jugend dazu,
die kennen den Jugend Trainer Jens Keller und das ist gut so !
Glück Auf für Türkje Gala Istanbul morgen Die. EU Champ Lague
Tipp 3 zu 1 für Schalke ( wenn Spiel genau so gut, wie gegen BVB 09 )

11.03.2013
12:45
Keller bringt Schalke-Führung in die Bredouille
von zagallo04 | #18

Ich mache eine 180 Grad Kehrtwende und spreche mich für Jens Keller als Trainer aus. Bei aller Panik vor dem Absturz unserer Mannschaft, habe ich es unterlassen(wie wohl viele andere hier) dem Trainer etwas Zeit einzuräumen. Dies ist wohl der Tatsache geschuldet, dass der sonst übliche, wenigstens kurzfristige, Aufwärtseffekt bei einem Trainerwechsel ausblieb. Die Kehrtwende beruht nicht nur auf dem Derbysieg. Seit 4 Spielen ist ein klarer Trend erkennbar. Sollte Schalke das derzeitige Niveau wenigstens halten können, gibt es keinen Grund für die neue Saison einen neuen Trainer zu verpflichten. Bei einer kompletten Vorbereitung, basierend auf dem bereits erreichten, können wir uns auf eine tolle neue Saison unter JK freuen.

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