Huntelaar sieht in Schalkes 1:3-Pleite auch Positives

Geht zuversichtlich an die nächsten Schritte im Trainingslager: Schalke-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (r.).
Geht zuversichtlich an die nächsten Schritte im Trainingslager: Schalke-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (r.).
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Nach der Niederlage im Testspiel gegen den Wolfsberger AC liegt für Schalke-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar der Fokus wieder auf der Trainingsarbeit.

Velden.. Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar glaubt, dass auch die 1:3-Niederlage im Testspiel beim österreichischen Bundesligisten Wolfsberger AC seine Mannschaft nach vorne bringen kann. “Durch so ein Spiel kann man auch die Mentalität verbessern”, erklärte Huntelaar am Samstag. Wenn die Spieler nach der harten Trainingsbelastung müde seien und trotzdem noch einmal das Tempo auf dem Platz anziehen würden, dann könnte dies einen Lerneffekt mit sich bringen.

Schalke ließ sich im Testspiel trotz Rückstand nicht hängen

Schalke hatte in dem Testspiel am Freitagabend eine schwache erste Halbzeit geboten und zur Pause mit 0:2 zurückgelegen. “Da hat uns ein bisschen die Power gefehlt”, gab Huntelaar zu. Auf den Doppelschlag der Österreicher mit zwei Toren in der Anfangsphase (5., 11. Minute) fand Schalke für den Rest der ersten Halbzeit keine Antwort. Auch Trainer André Breitenreiter stellte fest: “Wir waren müde”.

Doch er brachte nur punktuell frische Kräfte und ließ insgesamt sieben Spieler sogar durchspielen - das sind ungewöhnlich viele für so einen frühen Zeitpunkt der Vorbereitung. Und siehe da: Die meisten Spieler überwanden in der zweiten Halbzeit ihren toten Punkt und agierten deutlich druckvoller und engagierter - Schalke ließ sich nicht hängen, wie so oft in der vergangenen Saison. Dass die Partie trotzdem verloren wurde, lag vor allem an der schwachen Chancenverwertung: Nur Huntelaar nutzte eine Gelegenheit in der 57. Minute zum 1:2-Anschlusstreffer. Wolfsberg traf mit der letzten Aktion zum 3:1, als Schalke in der Schlussphase alles nach vorne geworfen hatte.

Für Schalker Huntelaar steht die Trainingsarbeit im Fokus

”Wir haben uns in der zweiten Halbzeit sicher sechs oder sieben sehr gute Chancen herausgespielt”, sagte Breitenreiter und stellte dies in den Mittelpunkt seiner Analyse: Ihm hatte nach dem Seitenwechsel der Spielaufbau gefallen. “Da habe ich sehr viele positive Ansätze gesehen.” Dass es trotz des Engagements die erste Niederlage unter seiner Regie gab, zeigte ihm aber auch, “dass es noch viel zu arbeiten gibt.” Aber das ist vier Wochen vor dem ersten Pflichtspiel normal.

Aufsichtsrat Nun steht wieder drei Tage lang die Trainingsarbeit in Österreich im Vordergrund. “Ich gucke mehr auf die Arbeit, die wir machen, aber die Spiele sind auch wichtig”, sagt Huntelaar. Schalkes nächstes Testspiel findet am Dienstag (20 Uhr) in Klagenfurt gegen Udinese Calcio statt - am Mittwoch geht es dann zurück in die Heimat.