Höwedes verteidigt Di Matteo gegen Kritik an S04-Mauertaktik

Benedikt Höwedes brachte Schalke durch sein Kopfballtor zum Ausgleich zurück ins Spiel.
Benedikt Höwedes brachte Schalke durch sein Kopfballtor zum Ausgleich zurück ins Spiel.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Auch in Überzahl der Königs-Blauen hielt Schalke-Trainer Roberto Di Matteo an der defensiven Grundordnung fest. Das erzürnte die Stars des FC Bayern.

München.. Arjen Robben war erzürnt. "Die Schalker haben nichts gemacht. Sie haben ultradefensiv gespielt, sie haben den Punkt nicht verdient", sagte der Star des FC Bayern im Sky-Interview nach dem 1:1 (0:0) gegen den FC Schalke 04. Thomas Müller sah das ähnlich: "Das war sehr verwunderlich und man kann da mit dem Kopf schütteln - aber es war ihre Strategie. Es war klar, dass wir zu zehnt nicht mehr so viele Chancen kriegen gegen fünf, sechs, sieben Schalker."

Die Bayern ärgerten sich darüber, dass Schalke-Trainer Roberto Di Matteo auch in Überzahl an seiner defensiven 5-3-2-Grundordnung festhielt. Hätte Schalke nach der Roten Karte für Jerome Boateng in der 19. Minute offensiver spielen müssen?

Choupo-Moting: "Bayern ist die beste Mannschaft der Welt"

Nicht, wenn es nach Kapitän Benedikt Höwedes geht. "Ich fand das in Ordnung", sagte der Kapitän und ergänzte: "Wichtig war für uns, dass wir unsere Grundordnung behalten. Man darf nicht vergessen, dass wir vom FC Bayern sprechen. Bayern hat unglaublich starke Individualisten." Höwedes wollte sich den Punktgewinn nicht schlecht reden lassen: "Wir hätten ein-, zweimal mutiger sein müssen. Es hat keiner gesagt, dass wir nicht den Anspruch hatten, dieses Spiel zu gewinnen. Ich bin mit dem Punkt beim deutschen Rekordmeister trotzdem sehr zufrieden."

Auch Schalkes Elfmeter-Fehlschütze Eric Maxim Choupo-Moting verteidigte Di Matteo: "Wir spielen gegen die beste Mannschaft der Welt - dann anders aufzutreten oder ein anderes System zu spielen, wäre nicht richtig gewesen, weil bei den Bayern große Klasse vorhanden ist." Stimmen

Heldt hätte gern mehr mitgenommen

Ganz so eindeutig sah das Schalke-Manager Horst Heldt, der nach dem Abpfiff sogar davon sprach, mit dem Ergebnis "nicht viel anfangen zu können". Allerdings gab es von Heldt ganz, ganz, ganz leise Kritik an der Taktik: "Ich hätte gern mehr mitgenommen. Ich glaube, dass eventuell, wenn wir ein bisschen mehr gemacht hätten, mehr möglich gewesen wäre." Als Heldt bemerkte, wie seine Sätze gedeutet werden könnten, fügte er schnell hinzu: "Aber man sollte auch demütig bleiben. Es kommt immer auf die Situation an. Eine Mannschaft auf dem Feld kann besser entscheiden und nicht einer, der auf der Tribüne sitzt. Von daher muss ich mich zurückhalten."