Heldt über Schalke-Boss Tönnies: "Er hat eine gute Nebelkerze losgelassen"

Schalke-Manager Horst Heldt
Schalke-Manager Horst Heldt
Foto: imago
Was wir bereits wissen
  • Horst Heldt moniert die ausgelassenen Torchancen.
  • Der Sportvorstand nimmt Leroy Sané in Schutz.
  • Transfer von Brooks ist kein Thema.

Gelsenkirchen.. Ist es nur das Ergebnis, dass Ihnen nicht gefällt oder haben Sie auch die Leistung der Mannschaft zu kritisieren?

Horst Heldt: Ganz Schalke ärgert sich, auch alle Spieler. Das war eine unnötige Niederlage, weil wir das Spiel in der ersten Halbzeit gut im Griff gehabt haben und nach dem 1:0 eigentlich gut weitergemacht haben. Bremen hatte Probleme, aber wir haben einfach unsere Möglichkeiten nicht ausgenutzt. Es gab viele Möglichkeiten.

Spielbericht Ist es Unerfahrenheit oder hat es psychologische Gründe, dass die Mannschaft das Spiel aus der Hand gab?

Heldt: Ich glaube nicht, dass es eine Kopfsache ist. Es gibt kleine Momente, wie in der 41. Minute, wo wir eigentlich sehr dominant waren. Der Ausgleich fällt aus dem Nichts, das war ein Schock. Gleich nach dem Wideranpfiff hätten wir wieder in Führung gehen können, aber wir haben das Tor nicht getroffen, viele Spieler hatten Möglichkeiten.

Hatten Sie das Gefühl, dass der ganze Wirbel um Leroy Sané vielleicht doch etwas zu viel für ihn war und gehemmt hat?

Heldt: Ich glaube, auch Leroy kann mal einen nicht so guten Tag haben. Er hatte Möglichkeiten, auch zwei, drei hochkarätige. Aber ich finde nicht, dass Leroy in unserer Situation immer alles regeln muss. Das haben wir auch nie gesagt. Er hatte mehrere Einschussmöglichkeiten, die er nicht genutzt hat. Das gilt für andere Spieler aber auch. Von daher war er schon gefährlich. Aber auch einem Leroy Sané steht es zu, dass er das Tor mal nicht trifft. Ich finde, dass er sich gute Möglichkeiten erspielt hat, nur leider das Tor nicht getroffen hat.

Einzelkritik Wie sieht es mit der Suche nach einem neuen Verteidiger aus?

Heldt: Wir sind in Gesprächen mit dem ein oder anderen Spieler, das Transferfenster schließt bald, aber natürlich wollen wir das vorher noch umsetzen. Sicherlich arbeiten wir darauf hin, das in der nächsten Woche umzusetzen.

Clemens Tönnies sprach von "intensiven Gesprächen", die Verantwortlichen von Hertha BSC haben intensiv reagiert...

Heldt: Clemens Tönnies hat bei den Kollegen von Sky eine gute Nebelkerze losgelassen. Aber wie Michael Preetz es bei Sport1 sagte, ist richtig, dass es überhaupt keinen Kontakt zu Hertha BSC oder Anthony Brooks gibt. Unabhängig davon, dass er ein sehr guter Spieler ist. Ein Wechsel zu Schalke wird nicht zu Stande kommen, das kann ich bestätigen. Ich kann aber bestätigen, dass wir uns auch mit Serdar Tasci beschäftigen. Wir haben ein gewisses Anforderungsprofil und Serdar ist ein Spieler, den wir überprüfen.