Hat sich Schalkes Rot-Sünder Klaas-Jan Huntelaar verzockt?

Wütender Abgang: Schalke-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar sah die Rote Karte.
Wütender Abgang: Schalke-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar sah die Rote Karte.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Der Torjäger hat Schalke einen Bärendienst erwiesen. Wollte er etwa eine Gelb-Sperre für das Spiel am Dienstag in München provozieren? Ein Kommentar.

Gelsenkirchen.. Stefan Effenberg hat sich in seiner Rolle als Sky-Experte am Samstag ziemlich an Klaas-Jan Huntelaar abgearbeitet: Er regte sich fürchterlich auf über das Foul des Schalkers, das zur Roten Karte gegen Hannover 96 führte („Ganz böse und mit voller Absicht“). Ausgerechnet Effenberg, möchte man da aber auch sagen, denn der war zu seiner aktiven Zeit ein Experte für solche Grätschen.

Welcher Teufel hatte den "Hunter" geritten?

Huntelaar ist, wie Schalkes Trainer Roberto Di Matteo zurecht anmerkte, eigentlich kein böser Spieler und schon gar keiner, der einen Gegner bewusst verletzen will. Welcher Teufel hatte den „Hunter“ also bei dieser Aktion geritten? Wenn er die Gelbe Karte gesehen hätte, wäre es seine fünfte gewesen – Huntelaar hätte dann am Dienstag eine Sperre absitzen müssen. In München, wo die Chancen für Schalke normalerweise sowieso überschaubar groß sind. Danach wäre Huntelaar wieder frei gewesen und hätte im weiteren Saisonverlauf vermutlich keine weitere Gelbsperre mehr zu befürchten gehabt.

Nur eine Theorie: Steckte genau dieser Gedanke hinter Huntelaars Grätsche? Das würde das Foul zwar nicht besser machen – aber erklären. Und wenn: Dann hat sich Huntelaar ganz schön verzockt – denn jetzt fehlt er noch länger und hat Schalke damit einen Bärendienst erwiesen.