Hao verpasst besonderes Leverkusen-Erlebnis

Gelsenkirchen.. Wie deutsche Operationssäle aussehen, weiß Hao Junmin seit gestern. Dem chinesischen Fußball-Profi des FC Schalke 04 musste der Blinddarm entfernt werden.

Wie Heimspiele in der Arena gegen Bayer Leverkusen aussehen, wird Hao deshalb bis auf weiteres nicht selbst erfahren. Setzt sich fort, was seit Eröffnung des Stadions seinen Lauf genommen hat, dann wird dem kleinen Asiaten an diesem Samstag (18.30 Uhr) einiges entgehen.

Leverkusen war erster Gegner in einem Bundesliga-Spiel in der Arena und vermasselte Königsblau den schönen Premierentag mit einem 3:3. Bernd Schneider schoss in letzter Minute einen Freistoß ins Schalker Tor. Ein Jahr später verwandelte Schneider in letzter Minute einen Elfmeter zur 0:1-Niederlage der Gelsenkirchener. Es folgten ein 2:3 (im Jahr 2004), bei dem Torhüter Jörg Butt einen Elfer für Bayer verwandelte und sich auf dem Feld so lange feiern ließ, bis Mike Hanke vom Mittelkreis den Ball ins leere Leverkusener Tor geschossen hatte. Schalke verlor dennoch 2:3. Ein Jahr später gab es ein weiteres 3:3. Beim 0:1 im Februar 2007 sah Lincoln nach einem Schlag gegen Bernd Schneider die Rote Karte.

Leverkusen entwickelte sich in diesen turbulenten Spielen zu einem Schrecken für Schalke. In zehn Bundesliga-Duellen in der Arena gewann Königsblau nur ein einziges Mal. Zum Ereignis passend mit 7:4 (11.2.2006). Hao Junmin sollte den Fernseher einschalten, wenn er aus der Narkose erwacht ist.