Gerald Asamoah nochmal ganz der Alte
05.10.2009 | 10:21 Uhr 2009-10-05T10:21:00+0200
Gelsenkirchen. Es war der Tag, auf den er so lange gewartet hatte. Gerald Asamoah stand in den Katakomben der Arena und strahlte übers ganze Gesicht – so wie in alten Zeiten.
Der Grund war nicht die Genugtuung, dass er es allen noch einmal gezeigt hatte. Sondern eher die Bestätigung, dass einer wie er in Schalke immer noch gebraucht wird. Beim 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt war Asamoah eingewechselt worden und half der jungen Mannschaft mit seinem Tor zum erlösenden 1:0 aus der Patsche.
Dabei schien die Zeit von Asamoah in Schalke eigentlich schon zu Ende zu gehen. In diesem Sommer, als Schalke aus Kostengründen Spieler abgeben wollte, fielen immer wieder drei Namen: Asamoah, Albert Streit und Carlos Grossmüller. In den ersten Spielen saß der dienstälteste Schalker (seit 1999) zum Teil sogar nur auf der Tribüne. Doch während Streit in die zweite Mannschaft abgeschoben und Grossmüller nach Uruguay ausgeliehen wurde, biss sich Asamoah durch. Beim 2:1-Sieg vor drei Wochen in Köln stand er auf einmal wieder in der Start-Elf. Felix Magath hatte honoriert, dass sich „Asa” eben nicht hängen ließ – und dass er auch kein Stinkstiefel ist.
„Ich habe immer an mich geglaubt und an mir gearbeitet”, erklärte er am Freitag. Auch wenn die vergangenen Monate für ihn „nicht einfach” gewesen seien. Und einfach wird es auch in Zukunft sicher nicht für den ehemaligen Nationalspieler, der am Samstag 31 Jahre alt wurde. Das liegt nicht nur daran, dass mit Mohamadou Idrissou (29) vom SC Freiburg in Schalke ein neuer Stürmer für die kommende Saison gehandelt wird.
Magath fluchte
Doch Asamoah scheint in Schalke unverwüstlich – und am Freitag verblüffte er mit seinem Tor, das er halb mit dem Kopf und halb mit der Schulter erzielte, auch Felix Magath. Denn am Tag zuvor hatte „Asa” beim Training die Chancen noch so reichlich versiebt, dass Magath fluchte: „Wie kann dieser Typ mal gegen die Bayern ein Kopfballtor gemacht haben?” Es war am 16. Oktober 2004, als Asamoah zum Schalker 1:0 in München traf – und der Bayern-Trainer Felix Magath hieß...
Asamoah – zumindest am Freitag war er für ein paar Stunden wieder ganz der Alte.

19:14
Na, das freut mich aber für Schneewittchen.
09:30
Ich finde Gerald Asamoahs Einstellung vorbildich. Wetten, dass ein Albert Streit damit nichts anfangen kann, dass er beim drüber Nachdenken - wenn er das denn könnte - ein Schleudertrauma bekäme?
07:20
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