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Revierderby

Gerald Asamoah: 100 Prozent Königsblau

19.02.2009 | 21:50 Uhr

Gelsenkirchen. Gerald Asamoah ist mächtig geladen, aber das ist normal vor dem Derby. "Wir brauchen den Sieg gegen Dortmund", sagt der Schalker Stürmer: "Dafür werden wir kratzen und beißen." Asamoah ist die wohl größte Reizfigur in den Reihen der Gelsenkirchener.

Wieder so eine Aussage, die man ihm falsch auslegen kann, wenn man es nicht gut mit ihm meint. Dabei will Asamoah doch nur sagen, dass Schalke alles geben wird für den Sieg heute gegen Dortmund. So wie es sich gehört.

Asamoah ist die wohl größte Reizfigur in den Reihen der Gelsenkirchener: In Dortmund, so viel steht fest, mögen sie den bulligen Angreifer nicht so gerne. Er spielt seit fast zehn Jahren für Schalke, identifiziert sich zu 100 Prozent mit Königsblau, kämpft immer bis zum Äußersten, und haut manchmal einen Spruch raus. So wie im Mai 2007, als er gesagt hatte, er würde zu Fuß nach Hause laufen, wenn Schalke mit einem Derby-Sieg in Dortmund Meister würde.

Wenn er dabei war, ist viel passiert

Gerald Asamoah (FC Schalke 04). Foto: WAZ, Felix Hoffmann

"Das war nicht gegen die Dortmunder gemeint, ich wollte niemanden provozieren", erklärt Asamoah heute: "Ich wollte damit nur zeigen, was ich dafür geben würde, mit Schalke einmal Meister zu werden." In Dortmund nimmt man ihm den flapsigen Spruch jedoch heute noch übel.

Beim nächsten Aufeinandertreffen mit Schwarz-Gelb gab es die verhängnisvolle Begegnung mit Roman Weidenfeller, als ein Wort auf das andere traf und der Dortmunder Schlussmann anschließend gesperrt wurde. Asamoah möchte am liebsten gar nicht mehr darüber reden - "es sind damals Dinge passiert, auf die ich nicht mehr weiter eingehen will." Die Sache sei jetzt abgehakt - "ich hab´ kein Problem mit dem Typen."

"Man kann nicht von allen geliebt werden"

Dennoch: Spätestens seit diesem 18. August 2007 ist Asamoah für die Dortmunder ein rotes Tuch. "Im Leben", lächelt er gelassen, "wird man eben nicht von allen geliebt." Wenn Schalke im ehemaligen Westfalenstadion spielt, wird der 30-Jährige, der 43 Länderspiele für Deutschland absolviert hat, jedes Mal gnadenlos ausgepfiffen. Vor genau einem Jahr erzielte er trotzdem ein Tor und bereitete ein weiteres vor - Schalke gewann mit 3:2. Asamoah war Schalkes Derby-Star. Wie schon einige Male. Von 17 Spielen gegen den BVB hat er nur zwei verloren (acht Siege, sieben Unentschieden). In diesen Duellen läuft er immer heiß.

Vor diesem Derby ist Gerald Asamoah wieder mächtig geladen. Vielleicht auch, weil Fred Rutten es noch offen gelassen hat, ob "Asa" von Beginn an ran darf?

Manfred Hendriock

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