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„Fußball muss bezahlbar sein“

Peters widerspricht Schalke-Fans - "Ticketpreise sind fair"
Die Schalke-Fans aus der Nordkurve klagen an: "Pfiffe von den teuren Plätzen: die Quittung für eure Kartenpolitik."Foto: imago

Nicht nur die Schalke-Anhänger protestieren gegen hohe Ticketpreise. Aufgrund der hohen Tarife rief die von BVB-Fans gegründete Initiative „Kein Zwanni" unter dem Motto „Fußball muss bezahlbar sein“ bereits im September 2010 zum Boykott des Revierderbys auf. Seinerzeit hatten die Schalker die Ticketpreise im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 50 Prozent erhöht. Für einen Stehplatz sollten die Gäste-Fans 20 Euro, für einen Sitzplatz sogar bis zu 50 Euro zahlen - ohne Versand und Vorverkaufsgebühr.

Zuletzt verließen Dortmund-Fans beim Spiel in Hamburg zu Beginn der Partie den Gästeblock. BVB-Trainer Jürgen Klopp urteilte vor dem Spiel: „Das wäre eine Aktion mit Donnerhall. Aber es gäbe keine Gewinner.“ Während der BVB in Hamburg verlor, lachte sich der HSV doppelt ins Fäustchen. Die Hansestädter durften sich einerseits darüber freuen, dass die schwarz-gelbe Fangemeinde ihre Mannschaft nicht unterstützen konnte und andererseits über die Ticketeinnahmen. Trotzdem kann Christian Schöler, Mitgründer der Dortmunder Initiative, der Aktion viel Positives abgewinnen: „Klopp hat seine Aussage einen Tag später revidiert. Er hat großen Respekt vor unserer Aktion. Wir haben ja auch Kontakt zur Mannschaft, die unsere Initiative ebenfalls unterstützt.“ Sinn und Zweck des Boykotts wurden erfüllt: „Von unseren Fans ging kaum Stimmung aus. Mit dieser Aktion wollten wir zeigen, was die Vereine verlieren, wenn die Fans nicht ins Stadion kommen. Gerade die jungen Fans sind hauptverantwortlich für die gute Stimmung. Und genau diese Leute können sich überteuerte Tickets auf Dauer nicht leisten. Wir wollten öffentlich Präsenz zeigen. Das ist uns gelungen.“

"Fußball muss als Volkssport erhalten bleiben"

„Football is nothing without Fans.“ Fußball ohne Fans ist nichts. Ein Zitat des ehemaligen Celtic- und Schottlandcoachs Jock Stein. Im Mutterland des Fußballs geht die Fankultur - auch aufgrund der teuren Ticketpreise - immer mehr zu Grunde. „Wenn wir in Deutschland so weitermachen, habe ich Angst, dass Fußball – ähnlich wie in England - eine Touristenattraktion wird. Da müssen wir aufpassen. Wenn sich die Jugendlichen die Tickets nicht mehr leisten können, ist das ein Problem. Wir müssen darauf hinarbeiten, dass Fußball als Volkssport erhalten bleibt“, meint Schöler.

Damit das möglich ist, bekämpfen Schalker und Dortmunder Fans dasselbe Problem. Auch etliche weitere Bundesligisten unterstützen die "Kein Zwanni"-Initiative - und hoffen, dass die Vereine früher oder später - ihre „Kartenpolitik“ überdenken. Läuft das Spiel der eigenen Mannschaft allerdings nicht optimal, wie zuletzt auf Schalke, werden die Pfiffe unzufriedener Fans auch bei günstigeren Ticketpreisen nicht verstummen.

Niklas König

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Kommentare
15.10.2012
12:42
Peters widerspricht Schalke-Fans -
von misibo | #38

Hab meine DK dieses Jahr abgegeben - leider die einzige Möglichkeit dieser Geldtreiberei zu entkommen.

Dem Verein wirds (zur Zeit) völlig egal sein, weiß ich selber, bin aber mit mir im Reinen.

Aber es kommen auch wieder schlechtere Tag, FC Schalke 04...

1 Antwort
Dem Verein wirds (zur Zeit) völlig egal sein....
von soistdas1904 | #38-1



ja, ja ist schon traurig und alles fing mit mit dem Magath an. B-(( !!

Glückauf !

14.10.2012
21:53
Peters widerspricht Schalke-Fans -
von mlenza | #37

Sehr geehrter Herr Peters,
1. Warum sollen Fans die Konsolidierung des Vereins bezahlen, wenn Manager wie A. Müller für Spieler wie Ze Roberto II, Grossmüller, Sanchez oder Albert Streit ein Vermögen verbrennen. Uns Felix M. erzählt das die Gehälter gesenkt werden und anschliessend 25 Prozent mehr Personalkosten rauskommen?
2. Wieso werden wie in der Saison 2010/11 für die CL Vorrunde den DK Kunden 120 € in S 3 abgebucht und dann hinterher die Tickets für 25 € verscheuert ?
3. Wieso werden in der Kategorie 2 und 3 die Kategorie vereinheitlicht und gleich für Neukunden um 150 € angehoben und nun an alle weiter gegeben?

14.10.2012
19:31
von BVB Fan
von 85punkte | #36

wenn ich mich recht erinnere geht die Aktion "kein Zwanni für Stehplätze" von BVB Fan-Clubs aus, an denen sich offiziell (noch) keine S 04 Fan-Clubs beteiligen.
vielleicht können Fan-Clubs zumindestens in dieser Hinsicht mal zusammenarbeiten, auch wenn es große sportliche Rivalität zwischen beiden Vereinen gibt, wäre das mal ein Anfang.
Die Aktion könnte ja durchaus noch auf Sitzplätze erweitert werden.

14.10.2012
17:55
Geschichtslüge
von Friedebrecht | #35

Jeder in der Nordkurve hat das gleiche Recht nichts vom Spiel mitzubekommen, was durch destruktive Aktivitäten auch gar nicht möglich bzw. gewollt sein kann.

Ein Spruchband zum Thema „PFIFFE VON DEN TEUREN PLÄTZEN …“ über mehrere Blöcke (z.T. mit Gewalt erzwungen) hochgehalten, hat keine Aussagekraft, da solche aus einer bestimmten Absicht heraus verfälschende Veranschaulichung, Sinndeutung aktueller Ereignisse oder Verknüpfungen einer Geschichtslüge unterliegen.

Waren es nicht die (jetzigen) vereinigten Fan-Gruppierungen, welche Slomka, Rutten, Andreas Müller, Engelaar, Magath usw. mit schändlichen, für mich persönlich skandalösen Schmährufen und Plakaten von den Schönwetter-Fans aus der Nordkurve, noch aus der Arena jagen wollten.
Das ist Opportunismus ist Reinkultur. Erbärmlich! Jämmerlich! Lächerlich (um nur einen Teil der passenden Adjektive für diese Art von Verhalten zu nennen)!

Stehplätze werden ohnehin überbewertet!

14.10.2012
16:30
Peters widerspricht Schalke-Fans -
von zool | #34

Hartz-IV-Empfänger sind auf keinen Fall die Zielgruppe des Kartenverkaufs. Die laden schliesslich auch nicht die Knappenkarte auf. Wozu sollten sie auch, die können sich das Bier in der Arena eh nicht leisten.
Dann doch lieber potentielle Kunden statt Fans. Aber wie alles im Leben gibt es auch hier zwei Seiten. Spielen die Schalker mal zwei oder drei Jahre nur Mittelmass, Bleiben die Kunden weg und der Fan kann es sich nicht mehr leisten. Dann Herr Peters werden Sie sich einfach Verabschieden und sich den Abschied auch noch vergolden lassen. Ihr Nachfolger steht dann vor einem Scherbenhaufen.

14.10.2012
13:33
Peters widerspricht Schalke-Fans -
von Alter-MAnn59 | #33

Die Preise sind noch nicht genug hoch.
Sonst hätten die "Fans" schon längst ihr Gehirn eingeschaltet.
Mit welchem Recht bekommen die "Schauspieler" und Manager solche hohen "Bezahlungen" ?
Absolut abgehoben von der Realität !!! sind diese "Einkommen" der Schauspieler - Sportler und der Manager.
Wie lange muß ein Fan für die Karte arbeiten, um diesen "Schauspielern u. ihren Luxus-Frauen" das Leben in Saus und Braus zu ermöglichen?

Die bekommen noch Kleider/ung gesponsert und finden das alles in Ordnung.
Der Steuerzahler bezahlt das Sponsoring der Firmen.

Eine Erhöhung um weitere 50% wäre in Ordnung. Dann schalten mal die "schlauen Fans" vielleicht ihren Verstand u. das Ge-Hirn ein.

Nur gut, daß die Mehrheit der Menschen mit den Kleinhirn funktioniert - und vielleicht noch 1 bis 3% Großhirn.

Wer zwingt die Fans zu den Spielen zu gehen?
Wer braucht wen?
Was machen Schalke und Co. ohne die Fans und ihr Geld?
Warum "bestreiken" die Fans nicht ein paar Spiele, um die Preise zu senken?

1 Antwort
Peters widerspricht Schalke-Fans -
von nussknacker | #33-1

du hast Recht, aber das will kein "Fan" hören.
Diese Fans würden selbst ihre eigenen Frauen verkaufen nur um bei ihren Spielern zu sein. Heutzutage gibt es nur noch Verrückte!

14.10.2012
11:11
Peters widerspricht Schalke-Fans -
von Fair_geht_vor | #32

Der Fan ist für die Stimmung und das Wohlfühlverhalten der Millionäre auf dem Platz verantwortlich. Um Spielern, Managern und Beratern noch mehr in den Allerwertesten stecken zu können erhöht man ganz simpel die Eintrittspreise. Der zahlende Sponsor wird hofiert, der schreiende Fan geschröpft.

Der Hammer: Sollte der Fan pfeifen mimen die Vereinsangestellten den Beleidigten. Selbst mittelmäßige Spieler, besser gesagt Ergänzungsspieler haben binnen kürzester Zeit für ihr Leben ausgesorgt.

Ohne Fans im Stadion wäre der Fussball nicht dass was er ist. Keine Sponsoren, keine Liveübertragungen, kein Catering. Sie sind also verdammt wichtig. Die Vereine haben dieses erkannt, bauten fast alle neue Stadien, dem Kommerz zuliebe.

Geht dieses System auf Dauer gut? Wird der Fan ewig stillhalten? Mit großer Sicherheit nicht. Der Fan wird allgemein rebellisch wenn Leistungen nicht stimmen. Siehe Frankfurt, Köln, Berlin. Dieses wird man auch in Zukunft nicht unterbinden können.

14.10.2012
11:00
Peters widerspricht Schalke-Fans -
von siebert2 | #31

die fananleihe und die hohen zinsen müssen doch bezahlt werden.und das machen die fans dann zweimal.sie merken es nur nicht.

14.10.2012
10:28
Peters widerspricht Schalke-Fans -
von STVhorst1986 | #30

Es ist doch lächerlich: jeden Samstag pilgern tausende Menschen zu völlig überhöhten Preisen zu den Spielen! Muss es denn wirklich so sein, dass ein Fussballer nach 1 bis 2 Jahren Spiel schon für das ganze Leben ausgesorgt hat?

14.10.2012
10:08
Peters widerspricht Schalke-Fans -
von notarius | #29

Meiner Meinung nach sind die Preise überall zu hoch.
Ich hatte vor 2 Wochen das Vergnügen in Bochum (2.Liga) für den billigsten Sitzplatz (Gästeblock) 27 € zu bezahlen.
Würden die Schalker Millionäre im Schnitt auf 50000 € verzichten könnten di Preise für den Stehplatz um 5 € gesenkt werden.
Die Verantwortlichen sollten mal bedenken, daß viele der Fans grade mal ein Einkommen von 374 € im Monat haben.

2 Antworten
Peters widerspricht Schalke-Fans -
von donjose | #29-1

Wer Hartz4 bezieht muß halt mit dem Hintern zu hause bleiben.

Peters widerspricht Schalke-Fans -
von notarius | #29-2

@ donjose
Dann will ich mal hoffen,daß Du einen sicheren Arbeitsplatz hast und nie in die Lage kommst, auf Hartz IV angewiesen zu sein.

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