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Für Schalkes Fährmann ist Champions League nicht realistisch

22.02.2016 | 18:46 Uhr
Schalke-Torwart Ralf FährmannFoto: firo Sportphoto / Jürgen Fromme

Gelsenkirchen.   Der scheidende Manager Horst Heldt möchte Schalke auf Platz drei übergeben. Torhüter Ralf Fährmann hält dieses Ziel allerdings für zu hoch gegriffen.

Für Horst Heldt geht das Kapitel Schalke im Sommer zwar zu Ende, aber bis dahin will er die Königsblauen noch einmal in die Champions League führen. „Ich habe dem Verein sehr viel zu verdanken, ich war sechs Jahre hier. Deswegen kann man nicht einfach sagen, dass mir alles egal ist – ganz im Gegenteil“, erklärt der scheidende Manager. Es gebe noch „enorme Ziele“ für seine abschließenden drei Monate auf Schalke, und dabei schielt Heldt vor allem auf Platz drei in der Bundesliga.

Heldt-Interview
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Es ist endgültig: Horst Heldt verlässt Schalke am Saisonende. Nach dem 1:1 gegen Stuttgart sprach der Manager über das Spiel und den Nachfolger.

„Ich möchte natürlich mit dem Verein am liebsten auf einem Champions-League-Platz abschließen. Das ist mein Ziel, dafür möchte ich alles versuchen“, kündigt Heldt an. Noch ist alles drin, der Rückstand auf den Tabellendritten Hertha BSC Berlin beträgt gerade einmal zwei Punkte. Aber im Quervergleich mit der Konkurrenz stimmt nachdenklich, dass Schalke aus der Schwächephase der Berliner, die in der Rückrunde noch ohne Bundesliga-Sieg sind (vier Remis, eine Niederlage) nur unwesentlich Kapital geschlagen hat.

Denn auch dem Team von André Breitenreiter fehlt es an Konstanz. Das zeigte sich nicht nur am Sonntag beim 1:1 gegen den VfB Stuttgart, sondern auch schon in den Wochen zuvor, als Schalke Punkte gegen Bremen (1:3) und in Mainz (1:2) liegen ließ. „Wir könnten schon auf dem dritten Platz sein, sogar mit ein bisschen Polster nach hinten“, rechnet Mittelfeldspieler Johannes Geis.

Donezk hat Schalke Kraft gekostet

Gegen Stuttgart fehlte Schalke nach einer guten ersten Halbzeit und dem 1:0 durch Younes Belhanda die Power, um die starken Gäste später vom eigenen Tor fernzuhalten – der Ausgleich durch Martin Harnik war nur logisch. Alle Schalker führten die fehlende Frische auf das Europapokalspiel nur drei Tage zuvor in Donezk zurück: Keiner nahm es als Ausrede, aber jeder als Erklärung. Auch Ralf Fährmann sagte: „Ab der 65. Minute haben wir ein bisschen nachgelassen, das ist begründet durch das Donezk-Spiel, weil wir da viele Körner gelassen haben.“ Aber weil die Englischen Wochen gerade erst begonnen haben, scheint es fraglich, wie Schalke im weiteren Verlauf damit zurechtkommt: Bereits an diesem Donnerstag (19 Uhr) steht das Rückspiel gegen Donezk an, nur drei Tage später die Bundesliga-Partie in Frankfurt.

Goretzka
Schalke bangt vor Europacup-Spiel gegen Donezk um Goretzka

Der FC Schalke muss gegen Donezk womöglich auf Leon Goretzka verzichten. Der 21-Jährige konnte am Montag wegen einer Wadenzerrung nicht trainieren.

In der Hinrunde hat Schalke die Doppelbelastung meistern können, weil in der Europa League gegen die schwächeren Gegner in der Gruppenphase rotiert werden konnte. Das geht in der K.o.-Runde gegen stärkere Konkurrenz nun nicht mehr in dem Maße. Außerdem ist Schalkes Mannschaft noch jung und im Umbruch: Da muss schon sehr viel gut laufen, wenn sich Heldts Hoffnung mit dem dritten Platz wirklich erfüllen soll.

Breitenreiter sieht andere Teams besser aufgestellt

Ralf Fährmann jedenfalls ist skeptisch: „Wenn man realistisch unseren Kader betrachtet und die Kader der anderen Mannschaften, dann sind wir noch nicht soweit, dass wir Champions League spielen können. Wir haben noch einen langen, langen Weg vor uns und müssen erstmal kleine Brötchen backen.“ Auch Trainer Breitenreiter hat wiederholt betont, dass er Mannschaften wie Mönchengladbach und Leverkusen personell besser aufgestellt sieht; die Gladbacher haben zudem in der Rückrunde keine Doppelbelastung mehr. Und für Schalke soll dieser Tanz auf zwei Hochzeiten ja auch nach dem Rückspiel gegen Donezk noch weitergehen.

Denn Horst Heldt hat neben Platz drei in der Bundesliga noch einen Wunsch für einen schönen Abschied: „Natürlich möchte ich so weit wie möglich in der Europa League kommen.“ Basel, wo in diesem Jahr das Finale stattfindet, sei ja nicht weit weg, lacht Schalkes Noch-Manager – kilometermäßig.

Termin ist übrigens am 18. Mai, vier Tage nach dem letzten Bundesligaspieltag. Eigentlich geradezu perfekt für eine Abschlussfeier...

 

Schalke spielt nur 1:1

Manfred Hendriock und Andreas Ernst

Kommentare
24.02.2016
20:23
Zweckrealist Fährmann
von westpreussen | #18

Sieht man sich den bisherigen Saisonverlauf an, muss man Fährmann zustimmen, obwohl die unmittelbare Konkurrenz auch nicht so "dolle" ist.

Das S04...
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1 Antwort
Für Schalkes Fährmann ist Champions League nicht realistisch
von lightmyfire | #18-1

stimmt

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Für Schalkes Fährmann ist Champions League nicht realistisch
Für Schalkes Fährmann ist Champions League nicht realistisch
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http://www.derwesten.de/sport/fussball/s04/fuer-schalkes-faehrmann-ist-champions-league-nicht-realistisch-id11589496.html
2016-02-22 18:46
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