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Schalker Finanzen

Finanzvorstand Peters: „Schalke hat wieder Luft zum Atmen“

16.03.2016 | 21:17 Uhr
Finanzvorstand Peter Peters (links) mit Schalkes Noch-Manager Horst Heldt.

Gelsenkirchen.  Die Königsblauen haben die besten Zahlen der Vereinsgeschichte präsentiert. Ein Verkauf von Leroy Sané braucht 2016 nicht einkalkuliert werden.

Jedes Jahr im März lädt Peter Peters ein, um den Schalker Konzernbericht des abgelaufenen Jahres zu präsentieren. So gut wie am Mittwoch war die Laune des Finanzvorstandes des Fußball-Bundesligisten noch nie. Stolz konnte Peters Rekordzahlen präsentieren: Der Umsatz wurde um satte 49 Millionen Euro auf 264,5 Millionen Euro gesteigert. Der Gewinn von 22,5 Millionen Euro erreichte ebenfalls einen neuen Höchststand.

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Finanzvorstand Peter Peters meldete am Mittwoch einen Vereinsrekord: Der Umsatz von Schalke 04 im Geschäftsjahr 2015 liegt bei 264,5 Millionen Euro.

Auch das ist ein „Gemeinschaftswerk von Vorstand und Aufsichtsrat“, wie Peters sagt, entscheidende Kennzahl ist aber die der Finanzverbindlichkeiten, die um weitere 18 Millionen Euro auf nun 146 Millionen Euro heruntergefahren wurden.

„Der Verein hat wieder die Luft zum Atmen“, hält Peters fest. Diesen Posten will der Finanz-Experte des Revierklubs bis 2019 auf einen zweistelligen Millionenbetrag gedrückt haben.

In drei Jahren möchte Peters auch ein paar andere Dinge zu den Akten gelegt haben: „Dann ist die Arena finanziert und auch die Finanzierung der Dachsanierung abgeschlossen.“ Auch die anfangs kritisch beäugte Fan-Anleihe wird dann fällig. „Das Geld dafür liegt bereits auf dem Konto. Wer sich damals entschieden hat, in Schalke zu investieren, lag nicht verkehrt“, freut sich Peters.

Peters glaubt fest an den eingetragenen Verein

Im sich rasant wandelnden Fußball-Geschäft muss Schalke aber ausschließlich auf „natürliche Einnahmen“ (Peters) setzen: Sponsorengelder, Erlöse aus TV-Vermarktung und Transfers. Der Verkauf von Julian Draxler, der Schalke schon fast 40 Millionen Euro in die Kasse spülte, schlägt sich in der neuen Bilanz deutlich nieder.

Tönnies
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Trotz des sportlichen Delle, die Schalke aktuell durchmacht, sind die Einnahmen aus Sponsoring und Medien-Vermarktung in etwa gleich geblieben. Das bestärkt Peters darin, an der Rechtsform nicht zu rütteln: „Schalke muss immer seinen eigenen Weg gehen. Aber dieser ist mit dem Bekenntnis zum eingetragenen Verein beschrieben. Davon sind wir überzeugt, das tut Schalke und dem Fußball gut. Ich sehe keine bessere Alternative.“

Der eingeschlagene Weg der Konsolidierung soll konsequent fortgesetzt werden, dass auf dem Weg dahin aber immer wieder neue Rekordzahlen verkündet werden können, steht nicht zu erwarten. „Für das Geschäftsjahr 2016 kalkulieren wir bei den Umsatzerlösen mit einem Rückgang von 51,5 Millionen Euro im Vergleich zum laufenden Geschäftsjahr“, ist dem Bericht unter Ausblick zu entnehmen.„Vergleichbare Transaktionen werden für die Zukunft nicht eingeplant“, ist dort schwarz auf weiß zu lesen. Das kann man auch so übersetzen: Ein Verkauf von Leroy Sané wird vorerst nicht einkalkuliert.

Platz elf im Uefa-Ranking

Schließlich will Schalke auch sportlich wettbewerbsfähig bleiben. Im Uefa-Klub-Ranking, das die letzten fünf Jahre widerspiegelt, liegen die Knappen auf Platz elf. „Wir haben keine schlechte Performance“, findet der Peters – auch mit Blick auf den Personaletat, der vielen Fans und Mitgliedern ein Dorn im Auge ist. Auch dieser wurde leicht reduziert und soll nun noch 80,5 Millionen Euro für den Lizenzspieler-Bereich umfassen.

Eigentlich hätte Peters aber gar nichts dagegen, mehr Geld für die Profis auszugeben. „Siegprämien refinanzieren sich immer“, sagt er und schmunzelt. Auch mit dem DFB-Pokal ist es so eine Sache. Peters: „Wir kalkulieren immer damit, dass wir die zweite Runde erreichen. In dieser Saison lagen wir mal wieder ganz genau im Plan.“

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Elmar Redemann

Kommentare
18.03.2016
14:38
Finanzvorstand Peters: „Schalke hat wieder Luft zum Atmen“
von Taubenstecher | #16

Ohne Horst Heldt hätten wir jetzt noch 50 Millionen mehr in der Kasse . Alleine Boateng hat 20 Millionen gekostet.

1 Antwort
Finanzvorstand Peters: „Schalke hat wieder Luft zum Atmen“
von easybyter | #16-1

Die 20 Millionen sind durch das Erreichen der CL und dem Überstehen der Gruppenphase mehr als wieder hereingekommen. Ohne Boateng wäre daraus wohl nichts geworden, denke ich.

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Finanzvorstand Peters: „Schalke hat wieder Luft zum Atmen“
Finanzvorstand Peters: „Schalke hat wieder Luft zum Atmen“
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2016-03-16 21:17
FC Schalke, Peter Peters, S04
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