Feuerzeug-Wurf auf den Co-Trainer - Schalke sucht den Täter

Ging blutend zu Boden: Schalkes Co-Trainer Sven Hübscher.
Ging blutend zu Boden: Schalkes Co-Trainer Sven Hübscher.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Co-Trainer Sven Hübscher erlitt kurz vor dem Schlusspfiff eine Platzwunde an der Stirn. Nun werten die Schalker Videoaufnahmen aus und suchen Zeugen.

Gelsenkirchen.. Auf seine Spieler war Manager Horst Heldt vom FC Schalke 04 nach der 1:2 (0:0)-Niederlage gegen den 1. FC Köln nicht sauer. Dass er trotzdem auch weit nach dem Abpfiff zornig durch die Mixed Zone lief, hatte einen anderen Grund. Schalkes Co-Trainer Sven Hübscher war kurz vor dem Schlusspfiff von einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden. "Das ist nicht ansatzweise akzeptabel. Das ist ein Unding. Da riskiert einer ein Leben", schimpfte Heldt.

Hübscher erlitt eine Platzwunde an der Stirn, musste sofort in die Kabine geführt und auf der Massagebank genäht werden. Die Schalker suchen den Täter. "Wir hoffen, dass wir ihn ermitteln können. Wir wissen, in welchem Bereich er saß - und es saßen eine Menge Leute drumherum. Wir versuchen es über Videoaufnahmen, über Zeugen und über die Sitzplatzkarte herauszufinden", erklärte Heldt. "Das war keine schöne Szene", ergänzte Cheftrainer Roberto Di Matteo.

Kölner Anhänger wollten Kassenbereich stürmen

Die Polizei berichtete nach dem Spiel von "kleineren Auseinandersetzungen". Vor dem Spiel hätten Fans die Einsatzkräfte beleidigt und Pyrotechnik gezündet. Kölner Anhänger hätten zudem versucht, am Gästeeingang den Kassenbereich zu stürmen.

Die Beamten haben nach eigenen Angaben 18 Strafanzeigen geschrieben. "Die prognostizierten Ausschreitungen sind nicht eingetreten. Das Einsatzkonzept der Polizei ist aufgegangen", erklärte Gelsenkirchens Polizeisprecher Torsten Sziesze gegenüber "RevierSport".

Am Gelsenkirchener Hauptbahnhof hatte die Bundespolizei einen mobilen Sichtschutz eingesetzt, um "Provokationen zwischen den unterschiedlichen Fangruppierungen zu verhindern."