Fan-Zoff auf Schalke - "Ultras-raus"-Rufe in der Arena
16.12.2012 | 02:51 Uhr 2012-12-16T02:51:21+0100
Gelsenkirchen. Die sportliche Situation auf Schalke ist heikel, Trainer Huub Stevens steht nach der 1:3-Niederlage gegen Freiburg vor dem Aus - und nun streiten sich auch noch die Fans. Auf die Proteste der Ultras gegen Finanzvorstand Peter Peters reagierten die meisten Arena-Besucher mit "Ultras-raus"-Rufen.
Zehn Minuten vor dem Anpfiff reckten Zehntausende Schalke-Fans ihre königsblauen Schals in die Höhe, so wie immer. Sie sangen das Vereinslied „Blau und weiß, wie lieb ich dich“, lagen sich schunkelnd in den Armen, fest davon überzeugt, dass die sportliche Krise ihrer Mannschaft im Spiel gegen den SC Freiburg enden würde. Besonders laut schmetterten sie auch diesmal die letzten zwei Zeilen: „1000 Freunde, die zusammenstehn, dann wird der FC Schalke niemals untergehn.“
Trainer Huub Stevens steht in Schalke vor dem Aus. Manager Horst Heldt vermied nach der 1:3-Heimniederlage gegen Freiburg jedes Bekenntnis zum Trainer und wollte alles Weitere erst nach einer Analyse bekanntgeben. Ein Kommentar.
Während des Spiels standen nicht alle Schalker zusammen.
Die „Ultras Gelsenkirchen“ (UGE) hatten auf ihrer Internetseite schon vorher angekündigt, zwar in ihrem Block N4 zu erscheinen, aber nach wie vor aus Protest gegen das am Mittwoch beschlossene DFL-Konzept „Sicheres Stadionerlebnis“ keinen „koordinierten Support“ anzubieten. So blieben diesmal nicht nur die Vorsänger zunächst stumm, sondern sogar fast alle UGE-Mitglieder. Das störte die restlichen Schalker nicht. Trompeten-Willy blies zur „Attacke“ und Jefferson Farfan traf zum 1:0 (20.).
Schalker Mannschaft wirkte in der Endphase des Spiels hilflos
Doch schon da zeichneten sich an diesem Samstagabend unüberbrückbare Differenzen zwischen den Ultras und weiten Teilen der übrigen Arena-Besucher ab. Denn die Ultras verstießen doch gegen ihr Schweigegelübde. Sie brüllten laut „Peters raus!“ und meinten damit den Schalker Finanzvorstand Peter Peters, der als Vizepräsident der DFL maßgeblich am Konzept mitgearbeitet hatte. Doch mit der Reaktion der meisten Arena-Besucher hatten sie nicht gerechnet. Die Fan-Mehrheit pfiff erst laut und entgegnete dann „Ultras raus!“ Schalker gegen Schalker - erst "Peters raus", dann "Ultras raus", das gab es danach noch zweimal. Und das an einem Tag, an dem die Mannschaft vor allem in der Endphase des Spiels hilflos wirkte und mit 1:3 verlor.
Nach der 1:3-Niederlage gegen den SC Freiburg zum Abschluss der Hinrunde stellte sich Schalke-Manager Horst Heldt nicht hinter Trainer Huub Stevens. „Ich möchte das Spiel analysieren und meine Gedanken finden“, sagte Heldt. Wir haben die Stimmen zum Spiel gesammelt.
„Das ist sehr, sehr unglücklich“, sagte Manager Horst Heldt und ergänzte: „In einer schwierigen Situation sollte man zusammenstehen. Es ist erkennbar, dass die Mannschaft von jedem Schalke-Fan, der im Stadion ist, Unterstützung braucht. Das würde ich mir wünschen. Es geht nicht um einzelne Personen oder einzelne Positionen. Wir müssen alle versuchen, Eitelkeiten beiseite zu legen, weil Schalke 04 über allem steht. Jeder kann seinen Beitrag leisten, dass es dem Verein besser geht. Peter Peters hat heute nicht auf dem Platz gestanden.“ Auch den Spielern blieb der Schalker Fan-Streit nicht verborgen. „Wir müssen versuchen, am Dienstag im Pokalspiel gegen Mainz gemeinsam einigermaßen unbeschadet rauszukommen“, sagte Christoph Metzelder. Klaas-Jan Huntelaar fügte hinzu: „Natürlich haben wir das ein bisschen mitbekommen.“
Draxler kritisiert nur seine eigene Mannschaft
Nur Julian Draxler wollte gar nicht auf die Fans eingehen: „Das war heute das geringste Problem, das wir hatten. Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung auf dem Platz – und die stimmt im Moment nicht. Absolut nicht.“
Zusammenstehen – das hat auch bei der Schalker Mannschaft schon besser funktioniert.

07:20
Das wurde auch Zeit.
Die suchen sich bald eine neue Beschäftigung.
Vielleicht nerven sie ja mal nen Schachclub oder zünden beim Kegeln Wunderkerzen an.
21:01
Die Ultras hielten sich schon immer für sehr mächtig. Braucht diese aufgeplusterten Möchtegernfans überhaupt noch jemand?? Bin davon überzeugt wenn die mal irgendwann in ferner Zukunft Geschichte sind gibt es wieder viel mehr Fans die dann wieder gerne ins Stadion gehen ohne Angst haben zu müssen mit einer dieser Pappnasen zusammen zu treffen.In diesem Sinne. Ultras raus!! Glückauf
15:51
Egal ob Nordkurve auf Schalke oder Südtribüne in Dortmund, ein Minderheit von pubertären Jungs meinen sich aufplustern zu können und den Fans den Stadionbesuch zu vermiesen. Komischg in den 80er und 90ern brauchten weder S04 noch BVB irgendwelche Typen mit Megaphon zum vorsingen und Spaß hatten wir auch ohne Pyro, es geht um den Verein und um Fußball. Und das man diesen verkorksten Existenzen mal die Masken und Sturmhauben abnimmt, wird Zeit, nicht erst seit dem 12.12. herrscht in Deutschland ein Vermummungsverbot!
Öhm.... scheinbar hast Du die 80er und 90er sehr betrunken erlebt. Denn grade da waren die Hochzeiten von pyrotechnik. Grade in diese Epochen gab es jedes Spiel 30-40-50 Bengalos die gezündet worden sind. Da gabs in Lautern Spiele wo das ganze Stadion unter Feuer stand.... und keinen hats gestört....
Und diese Minderheit, mit der ich auch nicht zu 100% zufrieden bin, sorgt immerhin für Stimmung und Choreos ;-) Das schafft ja sonst keiner mehr allein ;-)
Und Proteste müssen sein, aber so ist das schön kondinierte Volk in Deutschland dem es ja viel zu gut geht und sich niemals auflehnen würde, geschweige denn für Ideale kämpfen würde.... traurig!
#14-1
Da haben Sie wohl etwas falsch verstanden. Tausende haben sich aufgelehnt und zwar gegen den Kinderchor hinterm Tor, der glaubt, das Fansein als einzige Gruppierung für sich gepachtet zu haben. Dass die sich nur für sich selbst und nicht für den Verein interessieren, ist ja gerade in letzter Zeit oft genug deutlich geworden.
10:05
Ich war (wie immer) im Stadion in der Nordkurve und habe den ganzen Spaß miterlebt.
Vorab, ich bin 23 gehöre aber keinesfalls den Ultras an.
Die Pfiffe bezogen sich auf die Ultras,die ja meinen den Protest gegen das Papier so auszudrücken, dass sie ihr Team nicht unterstützen, aber dann große Klappe haben und den Peters raus rufen wollen.
Jetzt mal ehrlich, wer meint, das Team zwei Spiele lang nicht mal ansatzweise zu unterstützen, dem spreche ich das Recht ab, durch Rufe irgendeine Form von Kritik zu äußern.
12:12 als Protest, okay, hätte ich verstanden, aber nicht das ganze Spiel.
Nein, nicht nur die "Eventis" schaden Schalke, sondern auch die Ultras, die sich lieber selber feiern und jetzt einen auf beleidigtes Kind machen.
Und ja, auch unorganisiert gibt es Support (Hallo Oberrang ;)) .
Das dieser jedoch nicht so propper ausfällt, wenn Schalke verliert, ist doch klar.
Die Ultras sollen, wenn sie nicht supporten wollen, zuhause bleiben und die Karte für das Spiel abgeben!
07:44
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16:16
Da hat sich das Schalker Publikum mal wieder bis auf die Knochen blamiert. "Ultras Raus" von Leuten die sonst nur die Zähne auseinander bekommen wenn es darum geht die eigene Mannschaft auszupfeifen. Peinliches Volk.
100% agree
Blamiert hat sich am Samstag außer der Mannschaft nur das peinliche Volk hinterm Tor. Hut ab vor dem großen Rest der Fans.
15:33
so wurde mit dem neuen Sicherheitskonzept, dem gastgebenden Verein das Recht eingeräumt das festgeschriebene Gästkartenkontingent von 10% der Gesamtkapazität w. Sicheherheitsbenken ohne Einspruchsrecht der Gästevereins bis auf null zu reduzieren !!! Das kommt dem Heinverein bei einem Derby natürlich vollkommen ungelegen. Hier geht nicht nur Pyro, aber so etwas geht im Medienhype natürlich unter !!! Die Hetzkampagne der WAZ-Mediengruppe der letzten Wochen gegen die Ultras allgemein har dazu natürlich einen großen Teil zum Streit unter den Fans beigetragen. Vielen Dank dafür !! Auch Rolf Rojek lässt diesen Punkt (bewußt ?) unerwähnt.
PS. Für nen Ultra bin ich übrigens zu alt
Ihr Kommentar ist geradezu exemplarisch für den Kindergarten hinterm Tor, der zu großen Teilen überhaupt nicht weiß, wogegen er protestiert. Das Gästekartenkontingent kann auf fünf Prozent, aber nicht auf null reduziert werden. Es macht hier immer einen besseren Eindruck, wenn man sich informiert, bevor man blindlings in die Tasten haut.
14:24
Raus mit den Idioten und Ruhe ist.
13:02
Für mich wird´s immer problematisch wenn eine Gruppe der anderen das Recht abspricht Schalker zu sein. Sowas geht gar nicht. Und beide Lager beanspruchen die Weisheit für sich gepachtet zu haben.
Leute, kommt mal langsam wieder klar. Der Verein braucht unsere Unterstützung und nicht eitle Grabenkämpfe.
11:52
wird viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Sehen sich als Gralshüter des Fussballs. Interessieren sich nur für Ihre eigenen Belange und die 300 Mann meinen, sie sind die einzig wahren Fans. Lächerlich.
BWG
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Sehe ichg enauso