Fährmann bewahrt Schalke vor einer Niederlage - Note 2

Was wir bereits wissen
An einem der seltsamsten Nachmittage seit Jahren besiegte Schalke Paderborn mit 1:0 - und hatte diesen Sieg Ralf Fährmann und dem Glück zu verdanken.

Gelsenkirchen.. Ralf Fährmann: Er bewahrte sein Team vor einem Gegentor - zweimal mit Können, einmal mit Glück. In der 7. Minute parierte er den abgefälschten Schuss von Moritz Stoppelkamp ebenso stark wie in der 79. Minute den Versuch von Elias Kachunga. Goldrichtig stand der Schalker Keeper beim Kopfball von Marvin Bakalorz. Der Paderborner köpfte Fährmann freistehend an (33.). Note: 2

Benedikt Höwedes (bis 57.): Die rechte Abwehrseite ist nicht seine Position. Der Weltmeister ließ sich in den direkten Duellen von den Paderbornern sehr oft vernaschen, rutschte vor Lukas Rupps Schlenzer unglücklich aus (31.). Pech: Kurz nach der Pause verletzte er sich und musste raus. Note: 5

33. Spieltag Joel Matip: Schon nach 16 (!) Sekunden leistete er sich seinen ersten Fehlpass - im Spielaufbau steigerte er sich danach nur selten. In der 86. Minute leistete er sich zum Beispiel einen weiteren üblen Patzer. Sein Zweikampfverhalten und sein Stellungsspiel waren meist okay. Note: 4,5

Matija Nastasic: Immerhin er zeigte sich unbeeindruckt von der seltsamen Atmosphäre und spielte das, was er soll: Kopfballduelle gewinnen, Zweikampfhärte zeigen, möglichst wenig Bälle verlieren. Allerdings leistete er sich einige dumme Fouls, zum Beispiel in der Nachspielzeit an der eigenen Eckfahne. Note: 4

Sead Kolasinac: Kopf nach unten und nach vorne rennen: In manchen Spielen war dies das richtige Konzept - auch diesmal holte der ins Team zurückgekehrte Linksverteidiger so zwei Ecken heraus (2./30.). Das blieben seine besten Aktionen, vor allem im Stellungsspiel präsentierte er sich in einer unerklärlich schwachen Form. Note: 5

Jan Kirchhoff (bis 46.): Etwas überraschend kehrte er für Roman Neustädter ins Team zurück. Er rechtfertigte seine Startelf-Nominierung nur in ganz wenigen Stellungsspiel-Momenten. Seine Spielaufbau-Versuche waren geprägt von Zufall. Nur wenige Pässe kamen an. Note: 5,5

Dennis Aogo: Er rückte von der linken Abwehrseite auf die Sechs. Dort ersetzte er Roman Neustädter, spielte einen Hauch aggressiver und ballsicherer. Doch im Spielaufbau kam von ihm nur "Dienst nach Vorschrift" - heißt: viele Querpässe, viele Versuche, Jefferson Farfan ins Spiel zu bringen, Ende. Note: 4

Jefferson Farfan: Er hatte das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte aber kurz vor Schluss an Torwart Lukas Kruse (83.). Schon in der 16. Minute hatte er als erster Schalker aufs Paderborner Tor geschossen - allerdings ging der Schuss weit vorbei. Meist wurde der Rechtsaußen mit langen Pässen gesucht, nur selten kamen die Pässe brauchbar - und wenn, dann machte er zu wenig daraus. Auch seine Standards blieben ungefährlich. Immerhin bot er sich ständig an - an diesem Nachmittag ist das schon positiv hervorzuheben. Note: 3,5

Max Meyer: Zuletzt saß er dreimal draußen - diesmal spielte er wieder von Beginn an. Sein kreatives Spiel ist geprägt von Spontanität und Kreativität. Doch er wirkte unsicher, ließ sich zu viel Zeit. Die Folge: Ballverluste und häufiges Raunen in der Arena. In der 78. Minute verschenkte er den Ball mit einem Hacken-Zuspiel. Ihm glückte nur ein schöner Pass auf Eric Maxim Choupo-Moting (17.). Note: 5

Eric Maxim Choupo-Moting (bis 46.): Im Hinspiel traf er letztmals für Schalke - doch trotz der Megaflaute durfte er wieder ran. Meist verdribbelte er sich oder beschränkte sich auf Sicherheitspässe. Zweimal tauchte er aber doch frei im Strafraum auf. In der 17. Minute schoss er kläglich ans Außennetz, kurz vor der Pause wurde sein Schuss zur Ecke geblockt. Note: 5,5

Klaas-Jan Huntelaar: Beim Tor des Tages störte er Paderborns Uwe Hünemeier - und der verlängerte den Ball ins eigene Netz. Er bemühte sich, rannte oft in die eigene Hälfte, um sich zu Ball zu holen - allerdings bekam er nur selten brauchbar den Ball zugespielt. In der 21. Minute schoss er am Tor vorbei - das blieb seine einzige Chance. Note: 4

Julian Draxler (ab 46.): Zur Pause ersetzte er den unglücklichen Choupo-Moting und tauchte schon nach wenigen Sekunden gefährlich im Paderborner Strafraum auf. Danach verließ ihn sehr lange der Mut. Erst in der Schlussphase wurde er wieder stark. In der 82. Minute hatte er das Siegtor auf dem Kopf - der Ball flog aber am Tor vorbei. Eine Minute später legte er Jefferson Farfan den Ball super auf. Note: 3

Leon Goretzka (ab 46.): Mit ihm kam ein bisschen Dynamik ins Spiel, auch wenn er weit davon entfernt ist, einem Fußballspiel seinen Stempel aufdrücken zu können. Note: 4

Tranquillo Barnetta (ab 57.): Er ersetzte auf der rechten Abwehrseite den verletzten Benedikt Höwedes - ihm gelang in der Offensive nichts Spektakuläres. Hinten unterlief ihm kein schlimmer Fehler. Note: 4