Erst am Flughafen erreichte Schalke-Coach Stevens die Hiobsbotschaft
13.12.2011 | 20:20 Uhr 2011-12-13T20:20:50+0100
Haifa. Trainer Huub Stevens stand mit seinem Team bereits am Boarding-Gate des Düsseldorfer Flughafens, als ihn die Nachricht von der schweren Erkrankung seiner Mutter erreichte. Manager Horst Heldt schickte den 58-Jährigen sofort zu seiner Familie. Im Euroleague-Spiel gegen Haifa wird die Mannschaft nun von Co-Trainer Seppo Eichkorn betreut.
Huub Stevens stand am Boarding-Gate des Düsseldorfer Flughafens, als er die Nachricht auf seinem Smartphone erhielt: Seine Mutter Mia (85) ist schwer erkrankt – ihr Zustand ist sehr ernst. Nach Rücksprache mit Manager Horst Heldt fuhr Stevens auf der Stelle zurück zu seiner Familie nach Holland. „Es gibt wichtigere Sachen als eine Reise nach Haifa“, erklärte Heldt und berichtete sichtlich betroffen: „Huub wollte die Jungs zwar nicht im Stich lassen, aber dann habe ich ihm meine eigene Geschichte erzählt. Ich habe es verpasst als mein eigener Vater gestorben ist. Da habe ich im Zug gesessen, das war nicht schön.“
Stevens ist ein Familienmensch
Auch Stevens (58), der mit 18 Jahren seinen Vater durch einen Unfall verlor, ist ein Familienmensch. In seiner Karriere hat er schon wiederholt Rücksicht auf seine Ehefrau Toos genommen, die seit Jahren gesundheitlich schwer angeschlagen ist. Ob Schalkes Trainer am Samstag gegen Bremen wieder dabei sein kann, ist noch nicht sicher. „Wir werden jetzt ständig Kontakt halten“, verspricht Heldt.
Chef auf der Bank in Haifa ist nun Seppo Eichkorn, der bereits nach dem Burnout-Rücktritt von Ralf Rangnick die Verantwortung beim Spiel gegen Freiburg (4:2) getragen hat. Und heute fliegt der zweite Co-Trainer Markus Gisdol ein, der ursprünglich zuhause mit den daheimgebliebenen Stammspielern trainieren sollte.

12:06
Absolut in Ordnung, dass Stevens nicht mit nach Israel reist, aber die Überschrift ist ja vielleicht doch etwas übertrieben: die alte Dame ist 85 und krank - ist das eine Hiobsbotschaft oder vielleicht doch nur billiger Sensationsjournalismus?
11:58
Meine Hochachtung, Herr Held. In der heutigen schnelllebigen Zeit ist diese Handlungsweise keine Selbverständlichkeit. Die besten Wünsche an Herrn Steevens und seine Familie.