Entwicklung von Schalke 04 nennt Peters "Geschenk Gottes"

Schalkes Finanzvorstand Peter Peters erinnerte auf dem Fan Feld auch daran, was es den Gründungsvätern bedeutete, Schalker zu sein.
Schalkes Finanzvorstand Peter Peters erinnerte auf dem Fan Feld auch daran, was es den Gründungsvätern bedeutete, Schalker zu sein.
Foto: sid
Der FC Schalke 04 ist seit der Gründung vor 111 Jahren in ungeahnte Dimensionen gewachsen. Zum Geburtstag hat man die Gründungsväter in Stein gemeißelt.

Sutum.. Blau-weiße Fahnen sind auf dem Friedhof Beckhausen-Sutum gehisst, vier Fahnenträger stehen in der Kapelle des Friedhofs Spalier, ein Musiker spielt Klarinette. Ein feierlicher Rahmen für einen feierlichen Anlass. Der FC Schalke 04 erinnert am Montag an seine zehn Gründungsväter, an zehn fußballbegeisterte Jungs aus Schalke, die am 4. Mai 1904 den Verein Westfalia Schalke gründen. Der Verein, aus dem später der FC Schalke 04 wird.

Für die Angehörigen der Vereinsgründer Willy Gies, Johann Kessel, Viktor Krogull, Heinrich Kullmann, Adolf Oetzelmann, Ferdinand Gebauer, Johannes Hornung, Josef Seimetz, Willy van den Berg und Josef Versen sind in der Kapelle die Plätze in den ersten Reihen reserviert. Zahlreich sind sie gekommen, Söhne und Töchter, Neffen und Nichten, Enkel, auch Urenkel. Eine Familie reist sogar aus den Niederlanden an.

Pfarrer Ernst-Martin Barth spricht von einer „zunächst unscheinbaren Geschichte“, die damals, am 4. Mai 1904, mitten in Schalke beginnt. „Eine Geschichte, die aber zu einer der größten im deutschen Fußball werden sollte.“

Was einen echten Schalker ausmacht

1904, erklärt Pfarrer Barth, sei das Jahr gewesen, als die Fifa gegründet wird. Das Jahr, in dem Sackhüpfen zum ersten und einzigen Mal olympische Disziplin ist. Aber vor allem das Jahr, in dem Westfalia Schalke, später der FC Schalke 04, gegründet wird. Seit gestern erinnert auch eine Gedenktafel auf dem Schalker Fan Feld an die zehn Gründungsväter. „Ihre Namen sind nicht nur auf eine Tafel geschrieben, sie sind vor allem in unseren Herzen“, stellt Pfarrer Barth klar.

Es sei nicht allein dieses Spiel gewesen, das damals aus England rüberkommt, auch nicht nur der Sport nach der Maloche, sondern vielmehr das Lachen, das Kämpfen, das Gewinnen und das Verlieren. Von Freundschaft ist die Rede, von Zusammenhalt – davon, ein Schalker zu sein, ein echter Schalker. Pfarrer Barth spricht von diesem Gefühl, von: „Wir leben Dich!“ Als die rund 100 geladenen Gäste und einige Fans die Kapelle nach der knapp halbstündigen Andacht in Richtung des Fan Feldes verlassen, spielt der Musiker die Vereinshymne „Blau und Weiß“ auf seiner Klarinette. Gänsehaut.

Peter Peters: "Es ist an uns, ihren Traum zu leben"

Auf dem Fan Feld, auf dem Schalke-Fans ihre letzte Ruhe finden können, hält Peter Peters eine Rede. Schalkes Finanzvorstand spricht vom Beginn der Legende des Mythos’ vom Schaller Markt und sagt: „Wir haben den jungen Männern von damals viel, sogar alles zu verdanken.“

Peters nennt sie „die Jungs aus der Hauergasse“ und erklärt: „Die Liebe der Männer der ersten Stunde zum Verein gibt es in der Gegenwart und wird es auch in der Zukunft geben.“ Sein Appell: „Es ist an uns, ihren Traum zu leben und auch zu gestalten. Auf die eine oder andere Weise sind wir alle Nachkommen von Willy Gies oder Johannes Kessel.“ Schalkes Finanzvorstand hebt zudem hervor: „Diese Entwicklung ist auch ein Geschenk Gottes.“

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