Eine gute Geste der Gemeinsamkeit von Schalke und BVB

Es ging oft zur Sache, wenn die Vereinslegenden Dede (links) und Gerald Asamoah aufeinandertrafen. Dass der BVB in diesen Tagen eine Schalker Aktion mit Asamoah unterstützt, ist von großem symbolischen Wert.
Es ging oft zur Sache, wenn die Vereinslegenden Dede (links) und Gerald Asamoah aufeinandertrafen. Dass der BVB in diesen Tagen eine Schalker Aktion mit Asamoah unterstützt, ist von großem symbolischen Wert.
Foto: imago
Die Blau-Weißen haben sich in der Flüchtlingsdebatte klar gegen Fremdenfeindlichkeit positioniert, die Schwarz-Gelben unterstützen sie. Ein Kommentar.

Essen.. Der FC Schalke 04 hat sich zum Thema Flüchtlinge in einer Videobotschaft positioniert und dabei die Popularität eines Vereinsidols genutzt: Gerald Asamoah, gebürtiger Ghanaer und ehemaliger deutscher Nationalspieler, ruft im Namen des Klubs zu einer klaren Haltung auf („Steht auf, wenn Ihr Menschen seid“). Dass sich ein multikulturell geprägter Fußballklub gegen rechte Gesinnung stellt, sollte zwar eine Selbstverständlichkeit sein. Aber in diesen Zeiten sind öffentlichkeitswirksame Aktionen wie diese leider doch notwendig.

Ein bemerkenswerter Nebeneffekt ist die Reaktion des Reviernachbarn auf die Schalker Initiative: Borussia Dortmund hat sofort Unterstützung signalisiert. Auch diese symbolische Umarmung unter sportlichen Rivalen ist ein wunderbares, wichtiges Zeichen im Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Schalkes Vereinsidol Gerald Asamoah ist ein glaubwürdiger Repräsentant

Und wer jetzt vorschnell behauptet, dieser Asamoah hätte ja leicht reden, ihm gehe es schließlich bestens mit seinem Luxusleben und den Taschen voller Geld, dem sei gesagt: Gerald Asamoah hat in diesem Land, in dem er aufgewachsen ist und zu dem er sich auch als Fußballer bekannt hat, am eigenen Leib sehr viel Niedertracht, Feindseligkeit und Hass erfahren. Er ist ein glaubwürdiger Repräsentant.

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