Drei Tore, Note 1 - Huntelaar liefert große Schalke-Show

Traf dreifach gegen den FSV Mainz: Schalke-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar.
Traf dreifach gegen den FSV Mainz: Schalke-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar.
Was wir bereits wissen
Mit drei Toren und einer Vorlage erledigte Schalke-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar den FSV Mainz 05 im Alleingang. Die Königsblauen gewannen mit 4:1 (2:1) und versöhnten sich nur vier Tage nach dem 0:5 gegen Chelsea mit den Fans. Für fast alle Spieler gibt es eine gute Note.

Gelsenkirchen.. Der FC Schalke 04 hat am Samstagnachmittag in der Fußball-Bundesliga mit 4:1 (2:1) gegen den FSV Mainz 05 gewonnen.

Überragender Mann auf dem Platz war Klaas-Jan Huntelaar, der an allen Toren der Königsblauen beteiligt war und drei Treffer zum Sieg beisteuerte. Stark spielten auch Youngster Max Meyer und Joker Tranquillo Barnetta.

Noten von 1 bis 4 - Diskutieren Sie mit uns über die Leistungen der Schalke-Profis beim 4:1-Sieg gegen den FSV Mainz.

Die Schalke-Profis in der Einzelkritik

Ralf Fährmann: In der ersten Hälfte musste er sich mit Dehn- und Laufübungen warmhalten, lediglich ein Schuss von Ja-Cheol Koo (14.) flog auf sein Tor. Kurz vor Pause lag der Ball allerdings im Schalker Netz. Shinji Okazaki traf per Abstauber (43.), auch der Schalker Keeper konnte den Schuss von Daniel Brosinski nicht aufhalten. Auszeichnen konnte er sich mit mehreren Paraden in der Schlussphase, als das Spiel entschieden war. Note: 2,5

Atsuto Uchida: Das Schalker Führungstor leitete er mit einem Pass auf Eric Maxim Choupo-Moting ein (9.). Danach lief nicht mehr so viel über seine rechte Seite - mit einem dummen Fehlpass (23.) gönnte er den Mainzern sogar eine Konterchance. Seine Aufgaben in der Verteidigung erledigte er souverän. Note: 3

Roman Neustädter: Ordentliche Vorstellung in der Innenverteidigung, allerdings sah er im Eins-gegen-Eins nicht immer gut aus. Von Shinji Okazaki ließ er sich im eigenen Strafraum einmal vernaschen (14.). Zudem holte er sich für ein taktisches Foul eine unnötige Gelbe Karte ab (78.). Note: 3,5

Jan Kirchhoff (bis 46.): Trotz seiner unterirdischen Leistung beim 0:5 gegen Chelsea blieb er in der Startelf, allerdings in veränderter Rolle. Er rückte in die Dreierkette, die er als zentraler Spieler organisieren durfte. Mit vielen Kurzpässen holte er sich die nötige Sicherheit, er "stellte sich der Situation" - so hatte das Manager Horst Heldt am Donnerstag gefordert. Der lange Abwehrspieler hatte gute Aktionen im Stellungsspiel, bei langen Pässen leistete er sich aber zu viele Fehler. Zur Pause musste er verletzt raus. Note: 3

Benedikt Höwedes: Der Weltmeister erlebte zunächst einen ganz ruhigen Fußball-Nachmittag. Bis auf einige Kopfbälle wurde er nur wenig gefordert. Den Spielaufbau übernahmen andere. Beim 1:2 kurz vor der Pause (43.) sah er allerdings schlecht aus. Zunächst ließ er Passgeber Daniel Brosinski aus den Augen, dann hob er die Abseitsposition auf, als Shinji Okazaki den Ball über die Linie drückte. Nach der Pause wurde es wieder ruhiger für den Kapitän. Note: 4

13. Spieltag Christian Fuchs (bis 90.): Der Österreicher kehrte für Felipe Santana ins Team zurück und übernahm die linke Seite. Wie schon vor einer Woche beim 3:2 gegen Wolfsburg zeigte er, dass ihm diese Rolle im 3-5-2-System gut gefällt. Vor dem 2:0 (25.) holte er sich mit einer herausragenden Ballannahme den Ball und setzte Max Meyer ein. Der fand mit einem Querpass Torschütze Klaas-Jan Huntelaar. Diesmal misslangen ihm aber eigene Flanken und die Standardsituationen. Nach dem 4:1 (61.) bekam er nicht mehr so oft den Ball. Da schaukelten die Schalker das Spiel nach Hause. Note: 3

Dennis Aogo: In der ersten Hälfte sortierte er das Spiel im zentralen Mittelfeld, nach dem Wechsel rückte er auf die linke Abwehrseite. Auf beiden Positionen beschränkte er sich auf das Nötigste, verzichtete auf Schlenker und Dribblings. Heißt: solide Leistung ohne Höhe- und Tiefpunkte. Note: 3

Marco Höger: Auch er hatte am Dienstag einen rabenschwarzen Tag, durfte aber wieder von Beginn an spielen. Während er in der Champions League oft überfordert wirkt, reicht seine Spielstärke für einen Durchschnittsgegner wie Mainz 05 locker. Er lief viel, überzeugte im Zweikampf - die Highlights in der Offensive lieferten andere. Note: 3

Max Meyer (bis 79.): Wie von vielen Schalkern gefordert, bekam der kleine Dribbler seine Chance. Er wirkte vor allem in der Anfangsphase sehr munter und selbstbewusst. Nach einem feinen Solo schoss er den Ball in die Arme von Torwart Loris Karius (13.), zwölf Minuten später legte er Klaas-Jan Huntelaar das 2:0 auf. Auch am Angriff, der zum 4:1 (61.) führte, war er beteiligt. Danach baute er etwas ab und verdribbelte sich auch mal. Note: 2,5

Eric Maxim Choupo-Moting: Diesmal überließ er seinem Sturmpartner Klaas-Jan Huntelaar die große Show. Der Kameruner war aber auch an drei Toren beteiligt. Die Huntelaar-Tore zum 1:0 (9.) und 4:1 (61.) legte er direkt vor. Vor dem 3:1 (54.) leitete er den Konter mit einem überragenden Sprint ein. Note: 2

Klaas-Jan Huntelaar: Er ist der einzige Schalker, der in dieser Saison konstant internationale Klasse verkörpert. Mit drei Toren und einer Vorlage entschied er das Spiel im Alleingang. Mit einem überragenden Heber brachte er S04 in Führung (9.), nur sechs Minuten später nutzte er Max Meyers Querpass zum 2:0. Beim 4:1 (61.) nutzte er eine weitere Choupo-Moting-Vorlage. Das 3:1 (54.) bereitete er mit einem überlegten Rückpass auf Tranquillo Barnetta vor (54.). Note: 1

Tranquillo Barnetta (ab 46.): Mit einem gefühlvollen Schlenzer ins rechte Eck zum 3:1 (54.) sorgte der eingewechselte Schweizer für die Vorentscheidung. Danach beruhigte er im Mittelfeld oft das Spiel und sorgte dafür, dass S04 den "Dreier" in Ruhe über die Zeit brachten. Note: 2,5

Leroy Sane (ab 79.): Er kam für Max Meyer. Ohne Note

Christian Clemens (ab 90.): Er kam für Christian Fuchs. Ohne Note