Di Santo droht auf Schalke das Schicksal vieler Vorgänger

Franco Di Santo darf momentan nur im Schalke-Training zaubern.
Franco Di Santo darf momentan nur im Schalke-Training zaubern.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
  • Chinedu Obasi, Adam Szalai, Sidney Sam – immer wieder floppten auf Schalke neue Angreifer.
  • Auch Franco Di Santo droht dieses Schicksal.
  • Schalke-Idol Youri Mulder sagt: "Huntelaar ist das beste Gegenbeispiel."

Gelsenkirchen.. Beim heutigen Heimspiel des FC Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr, live in unserem Ticker) droht Franco Di Santo ein Platz auf der Ersatzbank – oder gar auf der Tribüne. Nur ein Liga-Tor steht für den Schalker Stürmer nach 17 Einsätzen zu Buche. Gegen Darmstadt berief Trainer André Breitenreiter den ehemalige Bremer, der im Sommer für die festgeschriebene Ablöse von sechs Millionen Euro nach Gelsenkirchen gewechselt war, nicht einmal mehr in den 18er-Kader.

Di Santo steht auf Schalke bis 2019 unter Vertrag

Obwohl der Vertrag des Argentiniers bis 2019 läuft, wird spekuliert, dass er Schalke am Saisonende wieder verlassen könnte. Er droht sich in die Liste der königsblauen Angreifer, die ebenfalls mit großen Vorschusslorbeeren angetreten waren, aber böse floppten, einzureihen.

Siehe Sidney Sam: Der Außenstürmer galt als Schnäppchen, als er aus Leverkusen kam. In 124 Spielen für Bayer traf er 36-mal, bereitete etliche Tore vor. Für Schalke spielte der Dauerpatient in anderthalb Jahren aber nur zweimal über 90 Minuten, in 17 Einsätzen blieb er ohne Tor.

Siehe Adam Szalai: Mit der Empfehlung von 13 Saisontoren kam der Ungar aus Mainz, sieben Treffer waren dann jedoch zu wenig, um länger als nur eine Spielzeit lang für S04 aufzulaufen.

di Santo Siehe Chinedu Obasi: Dreieinhalb Jahre schleppte Schalke ihn durch. Seinen Zenit hatte der vorherige Hoffenheimer schon überschritten, als sich die Schalker 2012 entschieden, die Kaufoption zu ziehen.

Schalke-Idol Youri Mulder verweist auf Klaas-Jan Huntelaar

Nur Zufall, dass so viele Torjäger auf Schalke enttäuschen? „Kein Stürmer ist satt, wenn er bei Schalke 04 anheuert“, hält Youri Mulder dagegen. Bestes Beispiel für ihn ist sein niederländischer Landsmann Klaas-Jan Huntelaar. „War der satt?“, fragt Mulder rhetorisch. Huntelaar packte es auf Anhieb, aus eigener Erfahrung weiß der einstige Publikumsliebling Mulder jedoch: „Besonders für die Stürmer ist der Druck auf Schalke groß. Andererseits ist es auch eine große Motivation, wenn du alle zwei Wochen vor 60 000 auflaufen kannst.“

Startschwierigkeiten habe auch er gehabt, erinnert sich der 46-Jährige: „In den ersten zehn Spielen habe ich nur ein Tor gemacht.“ Dieses fiel aber schon im zweiten Anlauf. Di Santo brauchte 15 Anläufe.