Di Matteos erstes Schalke-Training vor über 1000 Zuschauern

Alles hört ab jetzt auf sein Kommando: Roberto di Matteo (Bildmitte) erteilt in seiner ersten Einheit als Schalker Trainer Anweisungen.
Alles hört ab jetzt auf sein Kommando: Roberto di Matteo (Bildmitte) erteilt in seiner ersten Einheit als Schalker Trainer Anweisungen.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Unter großem medialen Getöse wurde Roberto Di Matteo als neuer Trainer des FC Schalke 04 vorgestellt. Ab jetzt muss der Italiener mit den Schweizer Wurzeln den Nachweis erbringen, dass er auch bei der täglichen Trainingsarbeit eine gute Figur macht. 1000 Schalke-Fans machten sich ein Bild von der Premiere.

Gelsenkirchen/Essen.. Es gibt ja Schalker Kiebitze, die schon jahrelang die Zäune des Trainingsgeländes in Sichtweite der Veltins-Arena bevölkern. Selbst die staunten nicht schlecht, als Roberto Di Matteo, seit Dienstag Trainer des FC Schalke 04, um exakt 14.04 Uhr (das aber rein zufällig) und damit 26 Minuten vor dem eigentlichen Trainingsbeginn den Rasen betrat. Vorgänger Jens Keller und dessen Vorgänger Huub Stevens hatten es ihrerzeit nicht ganz so eilig.

Fast unbemerkt von den Fans betrat der 44-jährige Italiener hinter Assistent Sven Hübscher und dem neuen Co-Trainer Attilio Lombardo den Rasen, Applaus brandete daher nur äußerst verhalten auf. Mit der Kladde in der Hand inspizierte das königsblaue Trainer-Trio auf dem frisch gewässerten Grün jedes der Hütchen, mit denen Di Matteos Premieren-Einheit bereits um 9.30 Uhr am Morgen vorbereitet worden war.

Um 14.19 Uhr betraten dann der wiedergenesene Benedikt Höwedes und Torwart Ralf Fährmann den Platz. Als das Training pünktlich um 14.30 Uhr begann, hatten sich 23 weitere Kollegen zu Höwedes und Fährmann gesellt, darunter neun Spieler der U23- und U19-Auswahl. Den Trainingsplatz säumten zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 1000 Schaulustige.

Di Matteo macht einen hoch professionellen Eindruck

Beste Sicht auf die Dinge hatte übrigens Schalke-Manager Horst Heldt, der das Training vom Balkon der Geschäftstelle aus verfolgte. Was er in den ersten Minuten sah: einen fitten und engagierten Schalke-Trainer, der die von ihm erdachten Übungen selbst vormachte, der viel kommunizierte, mit Ansporn und Lob gleichermaßen nicht geizte, der seine neuen Spieler aufforderte, nicht etwa Schlange zu stehen, sondern die kurzen Pausen zwischen den Übungen zum Dehnen zu nutzen. Kurzum: Heldt sah einen hoch professionell arbeitenden Trainer, der sich sichtlich mühte, den insgesamt positiven Eindruck, den er nach seiner ersten Pressekonferenz hinterließ, zu festigen.