Di Matteo sieht in Schalker Defensive "einige Probleme"

Roberto Di Matteo gab sich auf seiner ersten Pressekonferenz als Schalke-Trainer gelöst und gut gelaunt.
Roberto Di Matteo gab sich auf seiner ersten Pressekonferenz als Schalke-Trainer gelöst und gut gelaunt.
Foto: Getty
Was wir bereits wissen
Der FC Schalke 04 präsentierte am Mittwoch sein neues Gesicht: Roberto Di Matteo, der Jens Kellers Nachfolge als Trainer antritt, traf das erste Mal auf die königsblaue Mannschaft, ehe er sich der medialen Öffentlichkeit stellte. Die Pressekonferenz in der Chronik.

Gelsenkirchen/Essen.. Schalke hinkt dieser Tage den Erwartungen des Umfelds und nicht zuletzt den eigenen Anspüchen hinterher. Doch trotz des durchwachsenen Saisonstarts will der neue Cheftrainer Roberto Di Matteo mit dem FC Schalke 04 wieder in die Fußball-Königsklasse. "Die Zielsetzung des Vereins ist nach wie vor die Qualifikation für die Champions League", sagte der Italiener am Mittwoch in Gelsenkirchen. In der Bundesliga-Tabelle liegt Schalke mit acht Punkten aus sieben Spielen nur auf Platz elf. Mit seinem Vorgänger Jens Keller werde er wohl keinen Kontakt aufnehmen, sagte Di Matteo. Dagegen habe er bei Bundestrainer Joachim Löw "und auch bei anderen Kollegen Informationen eingeholt". (mit dpa)

Die erste Pressekonferenz mit Di Matteo in der Chronik

12.08 Uhr: Seit Dienstag ist es offiziell, heute übernimmt Roberto Di Matteo den Posten des Cheftrainers auf Schalke und beerbt Jens Keller. Die Erwartungen bei Königsblau sind, wie immer, sehr groß. Der Italiener soll Schalke erneut in die Champions League führen.

12.13 Uhr: Bei seinem Abschied von Schalke konnte sich der gekündigte Jens Keller ein paar Tränen nicht verkneifen.

12.27 Uhr: Di Matteo kommt übrigens nicht allein. Für seine Entourage müssen Co-Trainer Peter Hermann und Torwart-Trainer Holger Gehrke ihre Plätze räumen.

12.29 Uhr: Das erste Training unter Di Matteo wurde auf Donnerstag, 15 Uhr terminiert.

12.33 Uhr: Um 13 Uhr soll es losgehen.

13.07 Uhr: Herr Di Matteo lässt die anwesenden Journalisten noch ein bisschen warten.

13.10 Uhr: Vorhang auf für Schalkes neuen Hoffnungs-Trainer. Ein Blitzlichtgewitter empfängt den Italiener.

13.12 Uhr: Sechs Sprachen spricht er, antwortet in sehr gutem Deutsch.

13.14 Uhr: Schalke ist für Di Matteo "ein großer Verein mit vielen Fans und hohen Ambitionen." Die Bundesliga habe er immer schon mit Interesse verfolgt.

13.16 Uhr: In den vergangenen 24 Stunden hat er sich laut eigener Angaben schon fast alle Spiele dieser Saison angesehen. In der Offensive erkennt er viel Potential. "An der defensiven Organisation muss man aber noch arbeiten."

13.17 Uhr: Mit Joachim Löw spricht er immer gern über den europäischen Fußball, kennt den Bundestrainer gut. Schließlich sind sie ja ehemalige Teamkollegen.

13.18 Uhr: Di Matteo: "Das Team braucht eine Balance. Sie muss defensiv stabil sein, aber auch offensiv etwas anbieten können."

13.19 Uhr: "Meine Mannschaften haben immer viele Tore geschossen, da müssen sie nur auf die Statistiken gucken."

13.20 Uhr: "Ich glaube nicht, dass es schwierig wird mit den Spielern zu sprechen. Ich war ja auch Spieler und weiß wie man mit ihnen umgehen muss."

13.21 Uhr: "Ich habe in meiner freien Zeit viel Fußball geschaut, weil ich ja auch fußballverrückt bin. Aber ich habe auch viele Kurse besucht", erklärt Di Matteo.

13.22 Uhr: "Wir müssen das Selbstvertrauen der Spieler wieder aufbauen. Ich glaube, ich habe viel Arbeit vor mir, um aus dieser kleinen Krise wieder rauszukommen."

13.23 Uhr: "Ich bin seit 24 Jahren im Fußballgeschäft und habe die nötige Erfahrung auch mit schwierigen Situationen umzugehen. Ich habe heute die Mannschaft getroffen und habe ein paar Worte und Zielsetzungen gesagt. Die Mannschaft muss als Mannschaft auftreten und sicherlich müssen wir an der Situation ein bisschen arbeiten. Jeder einzelne Spieler muss dem Team weiterhelfen."

Di Matteo über Jens Keller, Social Media und Schlangenköpfe

13.24 Uhr: "Die Champions-League-Qualifikation ist das Ziel mit Schalke, am besten die direkte."

13.25 Uhr: Di Matteo glaubt nicht, dass er mit Ex-Trainer Jens Keller Kontakt aufnehmen wird.

13.26 Uhr: "Horst Heldt und ich haben uns immer wieder mal getroffen. Wir kannten uns schon lange."

13.27 Uhr: "Das Spiel gegen Chelsea ist ja noch weit weit. Ich werde mich jetzt erstmal auf das Spiel gegen Hertha konzentrieren. Die blau-weißen Farben passen aber schonmal gut."

Trainerwechsel 13.28 Uhr: Im Gegensatz zu ihm sprechen seine Co-Trainer nur Italienisch und Englisch. Ab nächster Woche werden sie einen Deutsch-Lehrer haben.

13.29 Uhr: Die Fans können beruhigt sein: Das Training bleibt öffentlich.

13.30 Uhr: Auf die Frage, was er davon hält, von Lucas Piazon mit Jürgen Klopp verglichen worden zu sein, gibt's auch mal einen kleinen Scherz: "Da war er glaube ich betrunken."

13.31 Uhr: "Die Bundesliga und die Premier League sind sich sehr sehr nahe. Ausverkaufte Stadien, viele Emotionen. Das gefällt mir bei beiden Ligen besonders."

13.32 Uhr: "Ich arbeite immer gern mit jungen Spielern aus der eigenen Akademie. Das habe ich immer gemacht."

13.33 Uhr: "Ich leite meine Trainings immer selbst. Ich bin ein Coach! Das können sie morgen beim Training direkt selbst beobachten."

13.35 Uhr: "Das Motto ist das Team. Bei mir gibt es keine individuellen Ansprüche", anwortet Di Matteo auf die Frage nach Hierarchien und starken Charakteren. "Ich habe noch nie Probleme gehabt mich durchzusetzen."

13.37 Uhr: "Ich halte viel von Social Media, aber bei mir wird es auf jeden Fall Regeln diesbezüglich geben." Allerdings will er auf diese nicht eingehen und sie erst "intern" besprechen.

13.39 Uhr: "Wir wollen in der Champions League in die nächste Runde. Chelsea hat eine kleine Führung in der Gruppe, aber unsere nächsten beiden Spiele werden entscheidend sein. Gegen Sporting Lissabon in den nächsten beiden Partien müssen wir möglichst viele Punkte holen."

13.41 Uhr: Den abgeschnittenen Schlangenkopf, den Paul Gascoigne ihm während seiner Zeit als Spieler in Italien in die Tasche steckte, bezeichnet er noch nicht einmal als das Schlimmste, was Gascoigne gemacht hat. "Allerdings bin ich immer sehr ruhig, mich bringt nichts aus der Fassung."

13.43 Uhr: "Ich bin mir sicher, dass auch ein Besuch bei einem Fanclub geplant ist. Ich bin mit den Fans immer sehr gut ausgekommen, war ihnen immer sehr nahe. Das werde ich auf Schalke genauso machen."

13.46 Uhr: "Ich weiß, dass das Ziel Deutsche Meisterschaft schon lange gehegt wird. Aber es ist heute mein erster Tag, da möchte ich so eine Frage noch nicht beantworten."

13.47 Uhr: Das war sie auch schon, die erste PK mit Roberto Di Matteo als neuem Schalke-Trainer. Danke fürs Reinlesen!