Di Matteo bleibt hart: Karnevalsverbot für Schalke-Spieler!

Thomas Eichin (l.) und Horst Held ganz närrisch. Doch: Als was ist der Schalke-Manager verkleidet?
Thomas Eichin (l.) und Horst Held ganz närrisch. Doch: Als was ist der Schalke-Manager verkleidet?
Foto: imago
In unseren Schalke-Splittern geht es außerdem um Horst Heldts Schunkel-Liebe und die Folgen des Mega-TV-Deals in England.

Gelsenkirchen.. Roberto Di Matteo ganz jeck? Auf keinen Fall! Der Trainer des FC Schalke 04 untersagt seinen Spielern, am Wochenende oder Rosenmontag Karneval zu feiern. Das wird vielen Profis nicht passen, denn die halbe S04-Mannschaft lebt in Düsseldorf. "Am Freitag und Samstag sind wir in Frankfurt, am Mittwoch haben wir schon das nächste Spiel. Ich hoffe, dass sich die Spieler professionell verhalten", sagte Di Matteo am Donnerstag.

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Manager Horst Heldt stürzt sich hingegen gern ins karnevalistische Treiben. Bei der traditionellen Sitzung der Kölner Haie schunkelte er fleißig mit. An Di Matteos Alaaf-Verbot müsste sich der langjährige FC-Spieler nicht halten. "Ich weiß nicht, ob ich gehe", sagte er am Donnerstag mit einem Schmunzeln. Vor einem Jahr hatte Heldt auf Karneval verzichtet. Da lagen die tollen Tage mitten in der Krise mit den Klatschen in München (1:5) und gegen Real Madrid (1:6). "Da war mir nicht nach Feiern", erklärte Heldt.

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Sorgenvoll blickt Heldt auf den TV-Milliarden-Deal in England. "Das ist schon gewaltig, was da abgeschlossen wurde. Natürlich hat das auch Auswirkungen auf die Bundesliga, denn der Tabellenletzte in England bekommt mehr Geld als der Erste in der Bundesliga", sagt Heldt. Er glaubt aber, dass die Top-Spieler nicht in Scharen abwandern: "Die Spieler sind intelligent genug, um zu gewichten, was für sie wichtig ist." Gleichwohl regt auch Heldt an, über grundsätzliche Fragen wie den Rahmenspielplan zu diskutieren: "Man muss über viele Sachen nachdenken, um international konkurrenzfähig zu bleiben."

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Das sagt auch England-Experte Roberto Di Matteo: "Die TV-Gelder geben englischen Vereinen einen großen Vorteil - vor allem auf dem Transfermarkt. Die anderen Länder müssen sich darüber Gedanken machen."