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Jürgen Luginger glaubt an Klassenerhalt mit Schalkes U23

26.01.2016 | 18:37 Uhr
Jürgen Luginger glaubt an Klassenerhalt mit Schalkes U23
Jürgen Luginger gibt die Richtung für Schalkes U23 vor: möglichst schnell raus aus dem Tabellenkeller der Regionalliga.Foto: Frank Gröner

Gelsenkirchen.   Vor dem Rückrundenstart gegen Ahlen zeigt sich Schalkes U23-Coach mit den Trainingsleistungen zufrieden. In der Torwartfrage legt er sich fest.

Ab Samstag geht es in der Regionalliga wieder um Punkte: Schalkes U23 ist bereit für den Auftakt in der Herner Mondpalast Arena gegen Rot Weiss Ahlen. Im WAZ-Interview spricht Cheftrainer Jürgen Luginger über sein Verhältnis zu André Breitenreiter, die Qualität des Kaders und den Spagat zwischen Jugend- und Seniorenfußball.

Manager Horst Heldt hat am Montag Behauptungen zurückgewiesen, im Verein würde es Unstimmigkeiten mit Trainer André Breitenreiter geben. Wie ist Ihr Verhältnis zu Breitenreiter?

Jürgen Luginger: Ich habe ein gutes Verhältnis zu ihm. Vor allem mit seinem Co-Trainer Sven Hübscher tausche ich mich regelmäßig aus. Wir besprechen, wer von uns hoch zu den Profis geht, oder wer zur U23 kommt.

Am Samstag gab es einen 2:1-Sieg gegen die Profis des VfL Bochum. Eine gute Generalprobe.

Kehrer
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Der FC Schalke hat den auslaufenden Vertrag mit dem Defensivspieler Thilo Kehrer bis 2019 verlängert. Der 19-Jährige stand schon früher im Fokus.

Luginger: Ja, mit dem Spiel sind wir sehr zufrieden, das sorgt für Selbstvertrauen. Wir haben das gut gemacht, haben kompakt hinten rausgeschoben und waren aggressiv. Vor dem Tor sind wir aber noch nicht kaltschnäuzig genug.

Zur Winterpause steht Ihre Mannschaft auf Platz 15, auf einem Abstiegsplatz. Das war nicht das Ziel.

Luginger: Damit sind wir definitiv nicht zufrieden. Die Entwicklung ist nach dem schwachen Saisonstart aber gut. Die Vorbereitung stimmt mich sehr positiv. Allerdings wird es am Samstag gegen Ahlen ein ganz anderes Spiel als gegen Bochum. Rot Weiss wird sehr defensiv stehen, wir müssen noch variabler spielen.

Was würde ein Abstieg der U23 für den FC Schalke 04 bedeuten? Außer eventuell ein Lokalderby in der Oberliga gegen den SC Hassel.

Luginger: Mit dieser Frage beschäftige ich mich nicht. Die Mannschaft hat genügend Qualität, um einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Der war unser Ziel und bleibt unser Ziel. Ich hoffe, dass wir weniger verletzte Spieler als in der Hinrunde haben. Der Leistungsabfall innerhalb des Teams ist groß, die ersten 14 oder 15 Spieler haben die Qualität für diese Liga, denen dahinter fehlt sie einfach. Das hat die Vorbereitung wieder gezeigt.

Außer die U23 von Borussia Mönchengladbach, die Tabellenführer ist, tun sich die anderen U23-Teams ebenfalls sehr schwer. Sogar beim Drittliga-Absteiger Borussia Dortmund U23 läuft es noch nicht rund. Woran liegt das?

Heidel
Mainz-Manager Christian Heidel gibt Schalke 04 eine Zusage

Beim FC Schalke 04 soll Christian Heidel einen Vier-Jahres-Vertrag erhalten. Der Aufsichtsrat muss dem Deal allerdings erst noch zustimmen.

Luginger: Der Schritt vom Jugendfußball in den Seniorenfußball ist gewaltig. Das wollen die wenigsten glauben, aber es ist so. Die Spieler brauchen ihre Zeit. Und wenn du vor jeder Saison einen großen Umbruch machst, 15 neue Spieler in den Kader nimmst, sind andere Vereine zu Beginn einer Saison im Vorteil. Bei den Gladbachern ist es so, dass der Kern der Mannschaft schon seit drei Jahren zusammenspielt.

In Ihrem Kader stehen neun Spieler, die im Mai mit Trainer Norbert Elgert  Deutscher A-Jugend-Meister wurden, aber nur Thilo Kehrer und Maurice Neubauer gehören zum Stammpersonal.

Luginger: Das muss man differenziert sehen. Sven Köhler oder Daniel Koseler hatten zum Beispiel großes Verletzungspech. Das ist sehr schade für uns. Bei den anderen muss man es auch mal so deutlich sagen: für sie wird es schwierig. Vielleicht brauchen sie noch ein oder zwei Jahre, bis sie sich an das Niveau gewöhnt haben. Nicht jeder Spieler, der in der A-Jugend Deutscher Meister wird, kann sich in der Regionalliga behaupten. Das ist ein Trugschluss.

Ist es heutzutage noch realistisch, den Sprung aus der U23 in den Profikader zu schaffen? Wer das Talent besitzt, packt es direkt von der U19. Julian Draxler, Max Meyer oder Leroy Sané sind gute Beispiele aus dem eigenen Verein.

Luginger: Die Tendenz geht da hin. Aber es wird immer Spieler geben, die den Weg in den Profifußball über eine U23 gehen. Es muss ja nicht immer Schalke, oder die 1. Bundesliga sein. In der 2. Bundesliga Fuß zu fassen, kann ja auch attraktiv sein. Darüber hinaus haben wir aber in der Regionalliga die Möglichkeit, jungen Lizenzspielern Einsatzzeiten zu geben.

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2016-01-26 18:37
sports, Fußball, FC Schalke, Bundesliga
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