„Das war nicht fair“ - Schalkes Naldo wehrt sich gegen Kritik nach dem verkorksten Saisonstart

Naldo.
Naldo.
Foto: Defodi
  • Innenverteidiger Naldo spielt seit dieser Saison für den FC Schalke
  • Nach dem verkorksten S04-Start wurde seine Verpflichtung kritisiert

Schalke-Spieler Naldo hat in einem Interview mit der SportBild über den schwachen Saisonstart der Königsblauen gesprochen.

Schalke verlor die ersten fünf Bundesliga-Spiele. Naldo spielte schwach, wurde kritisiert.

Ein Einzelner darf nicht der Sündenbock sein

„Ich habe zu Beginn sicher nicht meine besten Leistungen gebracht. Die Zeit war auch nicht einfach für mich, denn ich hatte mir das schon anders vorgestellt.

Dass ich bei Teilen der Öffentlichkeit als einziger Sündenbock für den schlechten Start abgestempelt wurde, war allerdings nicht fair“, erklärt der 34-Jährige.

Und weiter: „Eine schlechte Phase einer Mannschaft darf man nie an einem einzelnen Spieler festmachen. Meine Meinung ist: Wenn ich ein Tor schieße, dann für die Mannschaft. Wenn einem Spieler ein Fehler passiert, darf er nicht als Einziger zum Sündenbock gemacht werden. Denn wir sind eine Mannschaft.“

Naldo hält Titel noch immer für realistisch

Erst am sechsten Spieltag holte der S04 die ersten drei Punkte. Schalke gewann gegen Gladbach mit 4:0, holte anschließend in der Tabelle auf, der Abstand auf die Europapokalplätze ist trotzdem groß.

Das weiß auch Naldo. „Wir haben neun Punkte Rückstand auf Platz sechs, das ist schon viel. Darum müssen wir gegen Ingolstadt und Frankfurt jetzt unbedingt sechs Punkte holen.“ Einen Titelgewinn mit Schalke hält der Brasilianer immer noch für realistisch, natürlich nicht in der Bundesliga, aber „im DFB-Pokal und in der Euro League sind wir noch dabei.“

Naldo: „Vielleicht kann das auch bei uns so laufen, und wir können am Ende die neuen Eurofighter werden.“

China? Naldo kann sich einen Wechsel vorstellen

Der Verteidiger verfolgt derzeit auch den Großangriff des chinesischen Fußballs. Täglich werden neue Wahnsinns-Angebote vermeldet.

„Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich mir das nicht vielleicht auch irgendwann noch mal vorstellen kann. Was dort passiert, ist der Wahsinn. Aber mein Kopf ist derzeit nur bei Schalke. Ich will angreifen und eine viel bessere Rückrunde spielen. Darum habe ich im Winterurlaub in Brasilien auch mehr trainiert als verlangt“, erklärt Naldo.

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