Das sagen Ex-Spieler über Schalkes neuen Trainer Di Matteo

Schalkes Trainer Roberto Di Matteo, so heißt es, ist einer, der für seine Überzeugungen einsteht.
Schalkes Trainer Roberto Di Matteo, so heißt es, ist einer, der für seine Überzeugungen einsteht.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Spricht man über Schalkes neuen Trainer Roberto Di Matteo, erinnern sich die meisten lediglich an sein kurzes, aber erfolgreiches Engagement beim FC Chelsea. Wer es aber besser wissen muss, das sind jene, mit denen der Italiener monatelang zusammenarbeitete: der Verein und seine Spieler.

Essen.. Schalke hat auf den dürftigen Saisonstart mit nur zwei Siegen aus zehn Pflichtspielen reagiert und Jens Keller durch den Italiener Roberto Di Matteo ersetzt. Bis auf sein kurzes Intermezzo beim FC Chelsea, mit dem er in seiner achtmonatigen Cheftrainer-Periode die Champions League gewann, ist nicht viel über seine Karriere als Trainer bekannt.

Definitiv nicht spekulieren müssen sein ehemaliger Verein, der FC Chelsea und die Spieler, die unter ihm trainierten. Sie haben Di Matteo als Trainer, als Vereinsorgan, als Menschen miterlebt und wissen wie der 44-Jährige tickt. So ließ es sich der Premier-League-Spitzenklub nicht nehmen, direkt nach Bekanntwerden seinem Ex-Coach Erfolg bei dessen neuer Aufgabe zu wünschen. "Viel Glück dem ehemaligen Blue Roberto Di Matteo als neuer Trainer von Schalke", twitterten die Londoner.

Di Matteo wird mit großen Namen verglichen

Auf die Frage nach seinem ehemaligen Trainer kommt der Herthaner Salomon Kalou sogar ins Schwärmen: "Er ist ein guter Trainer und großartiger Mensch. Ich kann nicht sagen, warum, aber wir hatten eine besondere Beziehung. Er war sehr nah dran an den Spielern", sagte er der "Bild". Einen Vorgeschmack auf dessen Trainingsstil gab er gleich mit: "In jeder Einheit haben wir mit dem Ball gearbeitet - wie unter José Mourinho!"

Was Di Matteo und Mourinho, der nach seinem Abschied 2007 seit 2013 wieder für die "Blues" verantwortlich ist, darüber hinaus noch eint: Beide stehen zu ihren Entscheidungen. So entgegnete Di Matteo Kritik an seiner defensiven Spielweise beim 1:0-Sieg über Barcelona im Halbfinalspiel-Hinspiel der Champions League 2011/2012: "Du musst die Stärken deiner Spieler nutzen und herausfinden, was die Schwächen deines Gegners sind. Ich respektiere die Meinung der Kritiker, aber ich teile sie nicht."

Di Matteo amüsiert über Piazons Klopp-Vergleich

Bei seinem Amtsantritt beim damaligen Zweitligisten West Bromwich Albion, den er sogleich in die Premier League führte, richtete er markige Worte an die Mannschaft: Er sei hier, um Titel zu gewinnen und keine Schönheitspreise. Torwart Scott Carson, der unter Di Matteo spielte, sagte seinerzeit: "Er will schon, dass wir ansehnlichen Fußball spielen, dabei aber böser sind, dass wir dem Gegner die Stirn bieten. Das hat uns ein bisschen den Druck genommen." Das wird der eine oder andere Schalker Profi sicher gerne hören.

Auch Eintracht-Spieler Lucas Piazon, der zu Di Matteos Zeiten von Chelsea ausgeliehen war, beglückwünscht Schalke zu der Trainerwahl: "Roberto ist einer, der Wert auf Organisation in der Mannschaft legt und auf junge Spieler setzt." Einen Vergleich mit einer Trainergröße hat er auch parat: "An der Linie ist er schon eher wie Jürgen Klopp, weil er auch sehr emotional ist." Das sieht der Knappen-Coach etwas anders. Auf der Pressekonferenz, die ihn am Mittwoch der medialen Schalker Öffentlichkeit vorstellte, nahm Di Matteo auf humorvolle Art Stellung zu Piazons Klopp-Vergleich: "Da war er, glaube ich, betrunken."