Darmstadt-Fan muss auf der Tribüne reanimiert werden

Sanitäter bauten auf der Tribüne einen Sichtschutz um den verletzten Mann auf.
Sanitäter bauten auf der Tribüne einen Sichtschutz um den verletzten Mann auf.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
  • Ein Fan brach während des Spiels Darmstadt gegen Schalke auf den Rängen zusammen.
  • Schalkes Johannes Geis, der schon auf dem Platz davon erfuhr, lässt der Zwischenfall nicht kalt.
  • Im Stadion am Böllenfalltor herrschte plötzlich gespenstische Stille.

Darmstadt.. Nach etwa einer Stunde Spielzeit herrschte im Stadion am Böllenfalltor plötzlich gespenstische Stille. Im Darmstädter Fanblock brach Hektik aus, Sanitäter errichteten mit Hilfe einiger Ultra-Fans einen Sichtschutz, um einen Fan zu behandeln. Dieser musste sechs Minuten lang reanimiert werden, bis er zumindest transportfähig war. Wie es dem Betroffenen geht und was zu dem tragischen Zwischenfall führte, konnten die Darmstädter Mitarbeiter vor Ort nicht sagen – und Spekulationen verbieten sich in solch einem Falle.

Schalke Dass etwas passiert sein musste, blieb auch den Spielern nicht verborgen. Johannes Geis schilderte, wie er die Situation als Akteur auf dem Rasen erlebte: „Das ganze Stadion war plötzlich ruhig, da haben wir uns natürlich schon gefragt, was wohl passiert ist. Ein Ultra ist dann zum Ralf Fährmann hin und hat ihm erklärt, was los war. Da fühlt man mit und natürlich hoffen wir, dass es dem Betroffenen gut geht“, sprach der Schalker aus, was alle 17.000 im Merck-Stadion empfanden.

Für Geis gibt es Wichtigeres als das Geschehen auf dem Platz

Es waren lange Minuten des Wartens, bis der Zuschauer aus dem Stadion gebracht werden konnte. Geis hatte gemischte Gefühle. „Natürlich sind wir ganz auf die drei Punkte fixiert gewesen. Aber auch unsere Fans waren still und wir sind von ihnen etwas anderes gewohnt. Wenn man dann noch von den Umständen erfährt, ist klar, dass es wichtigere Dinge gibt als das Geschehen auf dem Platz.“