Clemens stellt sich der neuen Schalke-Herausforderung

Schalke-Trainer Jens Keller testet Christian Clemens in der Abwehr.
Schalke-Trainer Jens Keller testet Christian Clemens in der Abwehr.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Geht es nach Schalkes Trainer Jens Keller, ist der ehemalige Kölner bald schon eine Alternative in der Verteidigung. Beim ersten Vorbereitungsspiel in Wattenscheid gegen den Sechstligisten DJK TuS Hordel setzte Keller Christian Clemens auf der rechten Abwehrseite ein.

Gelsenkirchen.. Dicke Regenwolken haben an diesem Sommertag im Juli den Stammplatz der Sonne eingenommen. Auch einige hundert Meter darunter, auf dem Trainingsplatz des FC Schalke 04, verschieben sich gerade angestammte Positionen. Christian Clemens rückt aus der Offensive in die Defensive. Der 22-Jährige wird vom offensiven Flügelspieler zum rechten Verteidiger „umgeschult“.

„Ich nehme diese Herausforderung an“, sagt Christian Clemens. Das Gespräch, in dem ihm Trainer Jens Keller seine Planungen mitteilte, liegt schon einige Tage zurück. Jetzt sagt Clemens: „Ich finde das gut. Ich hatte diese Überlegung auch schon selbst.“ Im ersten Testspiel am Samstag gegen den TuS Hordel (5:0) lief es für Clemens auf der Verteidigerposition schon ganz ordentlich, auch wenn der Westfalenligist nicht in der Lage war, die Schalker Defensive ernsthaft zu prüfen.

Clemens trägt Einlagen in den Schuhen

Saisonvorbereitung Ein erster Schritt aber ist getan. Wichtig für Clemens, der nur ungern an die von Verletzungen geprägte erste Saison auf Schalke zurückblickt: „Im Moment ist alles gut“, sagt er. Die hartnäckige Schambeinverletzung ist ausgeheilt. Auch, weil er medizinisch regelrecht auf den Kopf gestellt wurde. Clemens trägt jetzt Einlagen in den Schuhen, über Nacht eine Schiene für die Zähne und macht zusätzlich spezielle Übungen im Stabilisations- und Mobilisationsbereich.

Unausweichlich auf dem Weg zur völligen Genesung war auch ein Eingriff, von dem bis Dienstag nur die wenigsten überhaupt wussten. „Ein doppelter Leistenbruch musste operiert werden, ich wollte das aber im Februar nicht zum großen Thema machen“, erklärt Clemens.

Ohnehin will sich der gebürtige Kölner nicht mehr groß mit der Vergangenheit beschäftigen. Clemens richtet den Blick nach vorn und sieht eine Saison, in der Schalke erneut im Kampf um die ersten Plätze mitmischen kann.