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Ciprian Marica fühlt sich auf Schalke „nicht so wohl“

31.10.2012 | 18:05 Uhr
Schalkes Ciprian Marica - hier im Duell mit Julian Schauerte vom SV Sandhausen - ist mit seiner Situation unzufrieden.Foto: imago

Gelsenkirchen.   Beim 3:0-Sieg gegen den SV Sandhausen bereitete Ciprian Marica das erste Tor mit einer Maßflanke für Ibrahim Afellay vor. Das zweite erzielte er per Fallrückzieher in einer Manier, die an das einstige Idol Klaus Fischer frappierend erinnerte. Der Rumäne bedauert seine seltenen Teilzeit-Einsätze.

Der 3:0-Pokalsieg gegen den SV Sandhausen war beim FC Schalke 04 auch die Stunde der Hinterbänkler. Und dabei traten im neu formierten Team von Klassenlehrer Huub Stevens einige von der hinteren Bank in Erscheinung, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hatte. In der neu zu vergebenen Streberrolle: Ciprian Marica, der verhinderte Torjäger. Das erste bereitete er mit einer Maßflanke für Ibrahim Afellay vor, das zweite erzielte er per Fallrückzieher in einer Manier, die an das einstige Idol Klaus Fischer frappierend erinnerte. „Ich hab es hinterher in der Kabine gehört, wer das war“, meinte er im Rückblick auf den Tor-des-Monats-verdächtigen Treffer, den er als „Moment des Instinkts“ beschrieb.

Schalke
Schalke-Torwart Timo Hildebrand ist extrem frustiert

Beim 3:0-Pokalerfolg über den SV Sandhausen hütete Timo Hildebrand das Tor des FC Schalke 04. Der 33-Jährige ist nach seiner Knie-Verletzung nur noch die Nummer zwei der Königsblauen und mächtig angefressen: „Nach der Vorbereitung hat mir der Trainer das Vertrauen geschenkt, jetzt ist es nicht so."

Marica ist ein immer bescheiden auftretender Profi, aber im Moment des Triumphs konnte er gar nicht anders und musste an seine momentan unbefriedigende Rolle im Ensemble des Tabellenzweiten erinnern. „Ich komme immer gut in Form zurück von der Nationalelf und kann mich hier nicht beweisen“, bedauert der Kapitän der Rumänen seine seltenen Teilzeit-Einsätze. Darum hatte er in der Sommerpause das Gespräch mit Manager und Trainer gesucht, die ihm klargemacht hätten, dass ein Wechsel nicht in Frage komme.

Schalke siegt mühelos

Nun hofft er auf eine Neubewertung in der Winterpause, allerdings dürfe er darüber nicht laut lamentieren: „Ich will keine Unruhe in die Mannschaft bringen, es läuft sehr gut, die Konkurrenz ist groß. Nur ich fühle mich nicht so wohl.“

Einer, dem es ähnlich geht, stand weiter hinten und konnte wegen Unterbeschäftigung nicht auf sich aufmerksam machen. Torhüter Timo Hildebrand durfte mal wieder ran, nur gemerkt hat es kaum jemand. „Auch wenn ich heute zwei Dinger rausgeholt hätte, würde es an meiner Position nichts ändern“, meinte die momentane Nummer zwei im Schalker Tor. Und gibt ehrlich zu: „Natürlich bin ich frustriert.“ Zum Saisonstart habe ihm der Trainer sein Vertrauen geschenkt. Dann kam die Verletzung, und nun sei es eben nicht mehr so. „Jetzt ist es klar, dass Lars spielt“, gibt sich der ehemalige Nationalkeeper keinen Illusionen hin.

Zwei Befriedigend-Noten

Schalke-Splitter
Was Heldt nach Schalkes Pokal-Erfolg wettet

Das Pokalspiel zwischen Schalke und Sandhausen war wenig spannend. Schalke siegte 3:0, kam locker weiter. Nach dem Spiel jedoch gab es einige Infos: Metzelder fällt erst einmal aus, Marica hat noch kein Gespräch über seine Vertragsverlängerung geführt und Heldt bot eine Wette an. Die Splitter.

Ein anderer von der letzten Bank konnte seine Chance nicht nutzen, als er nach vorne an die Tafel gerufen wurde, versagten ihm die Nerven. Er ist mittlerweile eine traurige Gestalt im Schalker Kader, der Teemu Pukki. Und es war irgendwie symptomatisch, wie der Finne, zur Pause für den angeschlagenen Marco Höger (Sprunggelenk) endlich mal wieder eingewechselt, in der 81. Minute seine Großchance versemmelte. Julian Draxlers Schuss ließ Torhüter Daniel Ischdonat nach vorne abklatschen, genau auf den Fuß von Pukki – der am leeren Tor, noch leicht abgefälscht, vorbeizielte. „Schade, das Tor hätte ihm sicherlich gut getan“, meinte nicht nur Horst Heldt. Der Schalke-Manager konnte aber noch zwei Befriedigend-Noten ins Klassenbuch eintragen: Christoph Moritz ist da, wenn er gebraucht wird, und auch Tranquillo Barnetta ist ein solider Backup, gab zum 2:0 durch Marica die Flanke herein. „Wir haben Gas gegeben, wir sind alle gierig“, gab er den Klassensprecher für die Lümmel aus der letzten Reihe.

Max Meyer im Profi-Kader

Einer hatte sich in die Klasse geschlichen, der eigentlich noch zur Unterstufe zählt: Max Meyer, gerade 17 Jahre jung, durfte erstmals Profi-Luft im Kader schnuppern. „Das war schon etwas Besonderes, sich da vor den Fans warmzumachen“, bekannte er hinterher. Einmal da, hatte er insgeheim ein bisschen von noch mehr geträumt: „Natürlich hatte ich gehofft, ein paar Minuten spielen zu können, aber auch so war es ein Erlebnis.“ Mit 17 kann man noch warten, und so wird er sich weiter anbieten im Training, „indem es schon schneller zugeht“, so seine Erkenntnis. Keine Frage, Max Meyers Zeit wird kommen. Bei Teemu Pukki sind sich die 52970 Spielzeugen nicht so sicher.

Ralf Wilhelm



Kommentare
03.11.2012
18:53
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Name von Moderation entfernt | #11

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01.11.2012
20:08
Ciprian Marica fühlt sich auf Schalke „nicht so wohl“
von rulesofthegame | #10

Das Marica sich hier nicht wohl fühlt, hat nur Herr Wilhelm geschrieben. In einem anderen Artikel der selben Zeitung vom selben Tag steht, dass er "sich wohl auf Schalke" fühlt.

http://www.derwesten.de/sport/fussball/s04/was-heldt-nach-schalkes-pokal-erfolg-wettet-id7247111.html

Anscheinend weiß bei dieser Zeitung die linke Hand nicht, was die rechte Hand schreibt oder man will ganz bewusst einen Keil zwischen bestimmte Spieler und Fans treiben.

01.11.2012
13:15
Ciprian Marica fühlt sich auf Schalke „nicht so wohl“
von klara930 | #9

Wenn Hoffmann aus Paderborn zurück kommt,wird er sich noch weniger wohlfühlen.

01.11.2012
13:05
Ciprian Marica fühlt sich auf Schalke „nicht so wohl“
von DerMaas | #8

Mir ist es lieber, wenn sich ein Spieler mit seiner Reserverolle nicht zufrieden gibt als wenn er das ohne zu murren akzeptiert. Zeigt doch nur den Ehrgeiz spielen zu wollen.

Marica hat auf Schalke bestimmt nicht immer überzeugt, allerdings ist er als Huntelaar-Ersatz immer zu gebrauchen gewesen.

Von daher verstehe ich sein schlechtes Standing auch nicht, denn der überall so beliebte Pukki ist keinen Deut besser als er.

01.11.2012
13:04
Ciprian Marica fühlt sich auf Schalke „nicht so wohl“
von flatulenz | #7

Dieser Marica sollte sich mal in Demut daran erinnern, dass er in Stuttgart schon abgeschrieben war und jede Chance nutzem.

01.11.2012
12:28
Ciprian Marica fühlt sich auf Schalke „nicht so wohl“
von lightmyfire | #6

Braucht er eine Wohlfühloase?

01.11.2012
12:26
Ciprian Marica fühlt sich auf Schalke „nicht so wohl“
von Hanno2 | #5

Wenn man in der CL spielt und auch im nächsten Jahr dort spielen will, braucht man einen breit aufgestellten sehr guten Kader, wie er auf Schalke glücklicher Weise weitgehend gegeben ist.
Dann muss mit dem notwendigen Konkurrenzkampf aber auch ernst gemacht werden, was offensichtlich nicht konsequent geschieht.
Obwohl auch sie Großchancen vergeben haben, gefielen mir Marica und v.a. Pukki viel besser als der Hunter, der in der bisherigen Saison ja wenig zustande gebracht hat.

01.11.2012
11:09
Ciprian Marica fühlt sich auf Schalke „nicht so wohl“
von knutknutsen | #4

Wenn er sich "nicht so wohl fühlt" auf Schalke ist es wohl für alle Beteiligten das Beste, er tut in der Winterpause etwas für sein Wohlbefinden und sucht sich einen anderen Verein. Werde ihn nicht vermissen, da ändert auch das Traumtor von Dienstag nichts.
Hunter ist klar die Nummer 1- Marica leider nur ein Fehleinkauf wie Obasi.

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #4-1

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01.11.2012
10:51
Ciprian Marica fühlt sich auf Schalke „nicht so wohl“
von RUESSELTIER | #3

Pukki vergibt eine Riesenchance . Was gibt es da zu meckern ? Der Hunter vergibt in den letzten Spielen eine Chance nach der anderen .Er hat aber viel mehr Spielpraxis als andere . Steevens sollte einmal nicht den Hunter bringen sondern Marica und Pukki !

01.11.2012
10:15
Ciprian Marica fühlt sich auf Schalke „nicht so wohl“
von mythos_1904 | #2

Marica tut gerade so als würde er jeden Ball versenken, dass an Huntelaar kein vorbeikommen für Ihn ist, sollte Ihm vorher klar gewesen sein.

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