Auf Schalke überschlugen sich die Ereignisse
12.03.2011 | 19:30 Uhr 2011-03-12T19:30:39+0100
Gelsenkirchen. Welch ein turbulenter Tag auf Schalke. Ausgerechnet Angelos Charisteas sorgte für den 2:1-Sieg gegen Frankfurt, Clemens Tönnies fehlte wegen einer Erkrankung im Stadion, und im Internet starteten einige Fans eine Petition gegen den Schalker Aufsichtsrats-Chef.
Nein, Felix Magath ließ sich diesmal keine Genugtuung anmerken. Auch nicht darüber, dass ausgerechnet Angelos Charisteas mit seinem ersten Ballkontakt in der 84. Minute den Schalker 2:1-Sieg gegen Frankfurt herausgeschossen hatte – jener Charisteas, der bei seiner Verpflichtung im Winter als Synonym für die umstrittene Personalpolitik von Magath herangezogen wurde. Ein besonderer Triumph für Magath? „Davon würde ich nicht sprechen“, sagte Magath, „aber selbstverständlich hat es mich gefreut, dass er das Tor gemacht hat.“ Und genauso habe es ihn gefreut, dass der Stürmer bei seiner Einwechslung von den Fans mit Applaus begrüßt worden war – „so kritisch, wie er bei seiner Verpflichtung gesehen wurde.“
Bis es zu dem Sieg kam, hatten sich die Ereignisse auf Schalke fast überschlagen. Punktsieger an diesem Tag Felix Magath – nicht nur wegen des sportlichen Erfolges, der so wichtig war, um nicht in den Abstiegskampf verstrickt zu werden. Im Internet hatten Schalke-Mitglieder eine Petition gestartet , um eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu erzwingen. Nötig wären dazu etwa 9300 Stimmen von Schalker Vereinsmitgliedern – bis zum Samstagabend waren 1600 Stimmen zusammengekommen. Auf Schalke wird es allerdings als umstritten angesehen, ob die Internet-Abstimmung Gültigkeit besitzt, oder ob Original-Unterschriften der Mitglieder nötig wären.
„Pro Felix – Tönnies geht gar nicht“
Auch im Stadion war die Stimmung gespalten. Es gab Transparente ath („Niemals FC Magath“, „Magath raus!!!“, „Schalke 04 statt Magath 04“). Aber es gab auch deutliche Sympathiebekundungen für den Coach . Und es gab vor dem Anpfiff ein kurioses Bild auf dem Video-Würfel in der Arena, als ein Fan eingeblendet wurde, der ein Transparent ins weite Rund hielt: „Pro Felix – Tönnies geht gar nicht“. Was da wohl der Schalke-Boss gedacht hat, der das Spiel nur im Fernsehen verfolgen konnte – er war wegen einer Erkrankung nicht im Stadion.
Trotzdem soll der Krisen-Gipfel mit Magath und Tönnies am Sonntag stattfinden – so hieß es zumindest, auch wenn Magath sagte: „Ich weiß nicht, wie krank Clemens Tönnies ist.“ Die Frage, ob er durch die beiden Siege in dieser Woche gegen Valencia und nun gegen Frankfurt gestärkt in das Gespräch geht, beantwortete Magath ausweichend: „Ich beurteile die Situation nicht nach ein, zwei Spielen. Deswegen messe ich dem Sieg nicht so große Bedeutung bei, obwohl er natürlich schön ist.“
Tönnies muss Magath bei dem „Gespräch unter Männern“ reinen Wein einschenken, um den Schwebezustand zu beenden. Klar ist: Bei der Aufsichtsratssitzung am Montag kann Magath nicht förmlich abberufen werden, weil dieser Punkt nicht auf der Tagesordnung steht. Aber: Nach Informationen des Kicker soll am Mittwoch noch eine zweite Aufsichtsratssitzung stattfinden. Eine Bestätigung gab es dafür auf Schalke am Samstag noch nicht, aber wenn die Information zutrifft, kann es dann nur um Magaths Position gehen. Die satzungsgemäßen Fristen wären gewahrt: Zwischen Einladung und Sitzung müssen drei Tage liegen – bis zum Donnerstag würde das reichen.

00:34
heute 25.03 11
solange keinen Kommentar?seit 11 Tagen?
Das sagt alles
Glück auf
18:01
@17 Siebert2
Vielleicht ein FC Tonnies werden? Das hatten wir schon mal unter Siebert.
17:32
Habt ihr alle eigentlich mal die Auftritte von Magath in der Presse verfolgt? Ich Frage euch, wer von euch könnte sich fairer, kompetenter und vor allen ohne auch nur ein Wort gegen die Presse fallen zu lassen, die nun wirklich RUFMORD auf oberster Ebene betreiben, so beherrschen wie ein Felix Magath?
Sollte er gehen, bin ich d ie längste Zeit Schalker gewesen und wechsle zu SV Werder Bremen. Alles, was man Felix vorwirft wird nicht von Felix sondern von den anderen geschürrt. Wer ist den hier sozial inkompetent außer der Presse, die über Leichen geht und anstatt zu helfen, den Fotoapparat raus holt.
Patient verblutet, aber ich habe mein Foto.
Journalisten sind in ihrem ansehen, das ohnehin durch die ganzen paparazzi schlecht dastehendes Berufsbild, noch tiefer gesunken.
Es gibt nur Mutmaßungen, die als Tatsachen verkauft werden.
Sollte Felix verabschiedet werden, wie auch immer, so besteht kein Grund mehr für den Verbleib des FC in der 1. Liga und ich hoffe, der Verein löst sich auf.
Mal ehrlich, wer kann hinterher noch mit stozgeschwollener Brust behaupten Schalke Fan zu sein.
An das danach mag ich wirklich nicht denken.
10:56
Leider traurig aber wahr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
10:14
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19:18
Von wegen FC-Magath, es müsste heißen FC-Tönnies. Ein finanziell und sportlich gesundeter S04 ist nicht in Tönnies Interesse, denn dann wäre er als Notfinanzier im Hintergrund nicht mehr nötig und könnte den Verein auch nicht mehr wie seine Firma beherrschen. Das ist der wahre Grund für Magaths Rausschmiss. Interessant, dass die Ultras das nicht merken (wollen) und auf ihrer Seite von Mitbestimmung faseln. Lächerlich!!!
18:54
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13:07
#17
Es wird genug Geldgeber geben, die in einem sympathischen Verein mit einem dynamischen, erfolgsorientierten und erfolgreichen Trainer/ Manager Felix investieren würde, da Schalke durch die CL-Erfolge ein international anerkannter Verein ist und auch in der nächsten Saison auf höchstm Niveau unter Felix spielen wird.
Nur das neidische Dreigestirn unterstützt von dem bedruckten Klopapier kann das noch verhindern.
11:02
was will schalke denn ohne geldgeber tönnies machen?die pro magath schreihälse denken nur von zwölf bis mittag.
23:19
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