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Interview

Alexander Jobst sieht Schalke in den USA auf einem guten Weg

20.01.2016 | 22:00 Uhr
Alexander Jobst sieht Schalke in den USA auf einem guten Weg
Alexander Jobst möchte Schalke auf dem internationalen Markt etablieren.

Gelsenkirchen.  Schalkes Marketing-Vorstand zieht ein positives Fazit nach dem Trainingslager in Florida. Der Verein will auf dem internationalen Markt Fuß fassen.

Herr Jobst, vor dem Trainingslager in Florida hatte Schalke etwa 90 Mitglieder mit Wohnsitz in den USA. Wann werden es mehr?

Alexander Jobst: Wir gehen in der Tat davon aus, dass die Zahl der Schalke-Mitglieder in den USA rasant steigen wird – und nicht nur die Anzahl der Mitglieder, sondern auch die der Fans. Allein bei unseren amerikanischen Social-Media-Aktivitäten haben wir in der Zeit, in der die Mannschaft in Florida präsent war, einen 50-prozentigen Anstieg festgestellt. Wir haben wirklich eine sehr positive Resonanz mitgenommen.

Was verspricht sich ein Verein wie Schalke davon, wenn er seine Aktivitäten nach Amerika ausweitet?

Jobst: Natürlich geht es darum, Schalke dort populär zu machen und langfristig wirtschaftlichen Erfolg daraus zu erzielen. Dazu muss man sich dort präsentieren. Ein Beispiel: Im September haben wir einen Onlineshop in Amerika eröffnet. Seitdem haben wir daraus einen knapp sechsstelligen Umsatz erzielen können. Das ist schon jetzt mehr, als in den drei Jahren zuvor über unseren normalen Onlineshop mit unseren Fans aus Amerika. Einer unserer nächsten Schritte wird sein, dass wir noch im Jahr 2016 eine Repräsentanz mit einer Partneragentur in Amerika aufbauen möchten.

Trainingslager
Wie Schalke in Florida einen neuen Markt erobern möchte

Am Montag startet Schalke in die USA. Neben dem Training stehen auch Auftritte in Disney World an. Eine reine Werbetour soll es aber nicht sein.

Schalke bekommt eine ständige Vertretung in den USA?

Jobst: So ist es geplant. Wir werden damit der zweite deutsche Verein nach Bayern München sein, der eine Repräsentanz in den USA bekommt. Die Bayern sind mit einem Mitarbeiterstab in New York vertreten. Wir werden mit einer Agentur zusammenarbeiten und haben die Zeit in Florida dazu genutzt, um Gespräche mit möglichen Kandidaten zu führen und eine Ausschreibung zu starten. Der Ort, an dem wir uns niederlassen, ist aber noch nicht bestimmt. Das Gleiche haben wir für 2016 im Übrigen auch in China vor.

Während des Trainingslagers haben Sie auch die in Amerika lebenden Schalke-Mitglieder nach Orlando eingeladen. War das nur eine Geste als Zeichen, dass Sie auf die Mitglieder zugehen?

Jobst: Nein. Das war ein Workshop, bei dem wir erfahren haben, wie unsere US-Mitglieder Schalke 04 sehen und was sie sich zukünftig wünschen. Wir brauchen Multiplikatoren in diesem Land, um bekannter zu werden und unsere Werte zu vermitteln. Dabei hat uns der Eigenantrieb unserer Mitglieder überwältigt. Wir haben Hausaufgaben mit nach Hause genommen, an denen wir jetzt arbeiten werden.

Zum Beispiel?

Jobst: Das Schalke-Mitglied in den USA möchte den Schalker Kreisel nicht verspätet als Print-Version zugesandt zu bekommen, künftig kommt er digital zu den US-Mitgliedern. Das sind einfache Hebel, die wir zügig umsetzen können. Außerdem wünschen sich die Mitglieder, dass Schalke 04 öfter vor Ort in den USA ist – nicht nur mit der Profi-Mannschaft, sondern möglicherweise auch einmal mit der Fußballschule oder mit den Teams der Knappenschmiede.

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Kommentare
21.01.2016
17:36
Alexander Jobst sieht Schalke in den USA auf einem guten Weg
von lightmyfire | #3

Zur Werbung gehört dazu, dass die http://www. Seite des USA-Online-Schoppes mit angegeben wird, damit jeder Interessierte ohne weiteres diese Webseite...
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1 Antwort
Alexander Jobst sieht Schalke in den USA auf einem guten Weg
von lightmyfire | #3-1

Es geht bei den 50 % um amerikanischen Social-Media-Aktivitäten. Es fehlt die Bemessungsgrundlage.

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Alexander Jobst sieht Schalke in den USA auf einem guten Weg
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2016-01-20 22:00
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