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Albert Streit möchte es den Schalker Fans noch einmal zeigen

15.01.2013 | 15:25 Uhr
Albert Streit möchte es den Schalker Fans noch einmal zeigen
"Habe ich den Traum noch einmal auf Schalke zu spielen. Aber dieses Mal als Gegner": Albert Streit.Foto: Imago

Essen.  Der Ex-Schalker Albert Streit spielt mittlerweile für Viktoria Köln. Über seine Demission bei S04 durch Felix Magath, die Insolvenz seines Ex-Klubs Alemannia Aachen und sein aktuelles Engagement in der Regionalliga sprach der Mittelfeldspieler im Interview mit dem RevierSport.

"Ich habe hier den besten Vertrag meines Lebens unterschrieben und bekomme noch drei Jahre gutes Geld..." Das sagte Albert Streit in seiner Zeit beim FC Schalke 04...

...als ihn sein damaliger Trainer Felix Magath in die Reserve verbannte und Streit einen Vereinswechsel nahelegte.

Nachdem sich der Mittelfeldspieler über ein halbes Jahr lang auf Schalke von einigen Fans beleidigen und sogar bespucken lassen musste, wechselte er im letzten Winter zur Aachener Alemannia. Hier sollte nach dem Zweitligaabstieg der Kaiserstädter der nächste Rückschlag folgen: Die Alemannia musste zum Jahresende Insolvenz anmelden. Das Jahr 2013 kann für den gebürtigen Rumänen nur besser laufen. Und es begann mit einer Vertragsunterschrift bei Viktoria Köln.

RevierSport sprach mit dem 31-Jährigen über seinen neuen Klub, die Zeit in Aachen und eine mögliche Rückkehr nach Schalke.

Albert Streit, wie haben Sie reagiert, als die Aachener Verantwortlichen Ihnen und dem Team von der Pleite erzählten?

Albert Streit: Das war für uns alle ein großer Schock. Zwei, drei Monate zuvor wurde uns noch versichert, dass alles in Ordnung sei. Plötzlich stehst du vor einem Scherbenhaufen. Das war unglaublich bitter. Vor allem auch, weil ich der Alemannia viel zu verdanken habe. In Aachen habe ich eine faire Chance erhalten. Die Verantwortlichen, die Mitarbeiter, die Mannschaft und auch die sensationellen Fans werde ich vermissen. Ich habe mich dort sehr, sehr wohl gefühlt und immer mit großem Herz für den Klub gespielt. Ich wünsche der Alemannia alles, alles Gute.

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Kurze Zeit später wurden Sie schon mit Viktoria Köln in Verbindung gebracht. Wie kam es zur ersten Kontaktaufnahme?

Streit: Das war ja schon vor einem Jahr der Fall. Da durfte ich mich einige Zeit bei der Viktoria fithalten und hatte seitdem immer mal wieder Kontakt zu Manager Franz Wunderlich.

War für Sie schnell klar, dass Sie zur Viktoria wechseln?

Streit: Ich hatte auch ein Angebot der Stuttgarter Kickers und eine Offerte aus der zweiten Liga vorliegen. Aber das hätte schon alles wirklich stimmen müssen. Denn meine Familie und ich haben keine Absicht, aus Köln noch mal wegzuziehen. Der Viktoria bin ich nach meiner schweren Zeit auf Schalke auch zu großem Dank verpflichtet. Deshalb freut mich auch, dass das geklappt hat.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Viktoria Köln?

Streit: Da gibt es keine zwei Meinungen. Wenn man sieben, acht bundesligaerfahrene Spieler in seinen Reihen hat, dann muss man auch hoch wollen. Wir wollen in die 3. Liga. Dafür werden wir uns alle den Arsch aufreißen.

Denken Sie manchmal noch an die Zeit auf Schalke zurück?

Streit: Natürlich. Aber es macht keinen Sinn mehr, darüber zu sprechen. Das ist Vergangenheit und an dieser kann niemand mehr etwas ändern.

Welche Ziele hat der Fußballer Albert Streit noch?

Streit: Ich möchte mit Viktoria Köln großen Erfolg haben. Zudem habe ich den Traum noch einmal auf Schalke zu spielen und den 60 000 zu zeigen, dass ich ein guter Fußballer bin. Aber dieses Mal als Gegner. Vielleicht klappt das ja mal im DFB-Pokal mit Viktoria Köln.

Die jüngsten Transfer-Coups der Viktoria

Giovanni Federico absolvierte 222 Erst- und Zweitligaspiele (62 Tore) u.a. für den VfL Bochum, 1. FC Köln und Borussia Dortmund und hatte im vergangenen Sommer seine Karriere mit knapp 32 Jahren eigentlich für beendet erklärt – bis der Lockruf von Viktoria Köln erfolgte.

Mittelfeldmotor Mike Wunderlich könnte wohl bei fast jedem Zweitligisten eine führende Rolle einnehmen. Doch er fühlt sich nur in seiner kölschen Heimat wohl. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die Viktoria für ein gutes „Schmerzensgeld“ bekannt ist.

Alexander Voigt absolvierte 209 Erst- und 79 Zweitligaspiele und wollte nach seiner Station bei Carl-Zeiss Jena kürzertreten. Viktoria Köln passte dem FC-Urgestein ins Konzept und Voigt unterschrieb im Sommer einen Vertrag beim Regionalliga-Aufsteiger.

Andrew Sinkala steht seinen Kollegen Federico, Wunderlich und Voigt in kaum etwas nach und kann auch auf knapp 200 Erst- und Zweitligaspiele zurückblicken. Er unterschrieb während der laufenden Saison einen Kontrakt bei der finanzstarken Viktoria.

RevierSport

Kommentare
18.01.2013
03:17
Albert Streit möchte es den Schalker Fans noch einmal zeigen
von puky04 | #7

Erstmal zur Überschrift ! Man muss hier fast alles selber rechachieren.
In knapp einen Monat kann laut Spielplan ja schon mal etwas aufgezeigt...
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2013-01-15 15:25
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