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3:0 - Schalke weist Draxlers Wolfsburg in die Schranken

06.02.2016 | 17:20 Uhr
Ex-Schalker Julian Draxler (r.) konnte bei seiner Rückkehr zur ehemaligen Wirkungsstätte nicht glänzen.Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Der FC Schalke 04 gewinnt zu Hause ohne viel Mühe mit 3:0 gegen den VfL Wolfsburg. Wölfe-Kicker Julian Draxler tauchte gegen seinen Ex-Klub ab.

Fußball ist manchmal schwer zu erklären. Der VfL Wolfsburg, im Hinspiel gegen den FC Schalke 04 noch stolzer 3:0-Sieger, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Und die Königsblauen, die vor zwei Wochen im ersten Rückrundenspiel eine enttäuschende 1:3-Heimniederlage gegen Werder Bremen kassiert hatten, spielten diesmal 90 Minuten lang ehrgeizig, mutig und souverän. Das Resultat: Ein hochverdientes 3:0 für die Schalker, die damit wieder mitmischen im Kampf um die lukrativen Plätze der Liga.

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Das Spiel begann, wie die Schalker Spiele gegen den FC Bayern München beginnen, seit Manuel Neuer dessen Trikot trägt: mit einem Pfeifkonzert und beleidigenden Gesängen aus der Schalker Fan-Kurve. Diesmal galt offenkundige Abneidung Julian Draxler, der Ähnliches ja schon geahnt hatte, als er sagte: “Mindestens 55000 werden wohl gegen mich sein.”

Draxler-Comeback wirkt für Schalke nebensächlich

Bei der obligatorischen Spielerbegrüßung gab Schalkes Torwart Ralf Fährmann seinem ehemaligen Mitspieler einen netten Klaps in den Nacken mit, alle anderen wirkten eher geschäftsmäßig konzentriert. Es war ihnen offensichtlich egal, wer da im Wolfsburger Trikot auflief, es ging ihnen darum, nach der Heimniederlage gegen Bremen zu zeigen, wer der Herr im Hause Arena ist.

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Schalke spielte von Beginn an mutig nach vorne. Die erste spektakuläre Szene war eine schöne Direktabnahme von Eric Maxim Choupo-Moting in der fünften Minute, der Ball flog aber über das Tor. Zwei Minuten später glänzte Leon Goretzka an seinem 21. Geburstag mit einem Sololauf im Mittelfeld, erst Wolfsburgs Innenverteidiger Naldo bremste ihn mit einer kompromisslosen Grätsche.

Caliguri trifft die Latte

In Minute neun tauchte erstmals der VfL Wolfsburg im Schalker Strafraum auf, allerdings auf Anhieb gefährlich. Eine schöne Kombination schloss der plötzlich frei vor Ralf Fährmann stehende Sebastian Jung ab, der Schalker Schlussmann aber riss den Arm hoch und rettete reaktionsschnell.

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Schalke ergriff daraufhin wieder die Initiative, übte weiter Druck aus. Um Julian Draxler wurde es zunehmend ruhiger. Nicht etwa, weil Schalkes Fans plötzlich gnädiger geworden wären, sondern weil er seltener am Ball war. Und obwohl der Spielmacher der Wölfe nicht dazu kam, den Takt anzugeben, wären die Gäste beinahe in Führung gegangen: Wie aus dem Nichts krachte ein Fernschuss von Daniel Caligiuri in der 22. Minute an die Latte.

Sané tanzt Rodriguez aus

Zwei Minuten später hätte das Spiel eine ganz besondere Note erhalten können, wenn ausgerechnet der bis dahin unauffällige Julian Draxler getroffen hätte. Doch bei seinem Schuss stand ihm Ralf Fährmann im Weg. Und so verrückt kann Fußball sein: Im Gegenzug fiel das 1:0 für Schalke 04. Klaas-Jan Huntelaar wurde vor dem Strafraum nicht energisch genug gestört, zog dann entschlossen ab, und weil Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio nicht gut reagierte, lag der Ball im Netz.

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Die Schalker fühlten sich von dem guten Gefühl der Führung noch mehr angestachelt. Unfassbar, wie gekonnt Leroy Sané auf der rechten Angriffsseite Ricardo Rodriguez austanzte, nach der Flanke des königsblauen Top-Talents aber stellten sich gleich mehrere Mitspieler zu ungeschickt an.

Geis trifft per Freistoß

Dennoch schoss Schalke in der 35. Minute die verdiente 2:0-Führung heraus: Erstmals in der Bundesliga traf der im Sommer aus Mainz gekommene Standard-Spezialist Johannes Geis mit einem direkten Freistoß für Schalke. Der Ball war klasse gesteuert, aber Benaglio kam bei seinem Rettungsversuch erneut überraschend langsam unten an.

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Fünf Minuten vor der Pause bot sich eine prächtige Gelegenheit, um auf 3:0 zu erhöhen. Bei einem Hochgeschwindigkeits-Konter legte Leon Goretzka den Ball in den Lauf von Leroy Sané, doch der Ball kam nicht perfekt an und wurde auch nicht perfekt mitgenommen. Chance vertan

Schalke schraubt in Hälfte zwei zurück

Was war bloß mit dem VfL Wolfsburg los? Die Mannschaft, die zuvor sechsmal nacheinander nicht gewonnen hatte, zeigte erneut viel zu wenig und wurde dem Anspruch des Klubs nicht gerecht. Die Verunsicherung war spürbar, dem Vizemeister und Pokalsieger der Vorsaison fehlten eine erkennbare Spielidee und die nötige Durchschlagskraft. Das sollte die Mannschaft sein, in der sich Julian Draxler sportlich weiterentwickeln wollte?

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Schöpf gelingt Debüt-Tor

Zwölf Minuten vor Schluss gab Schalkes Trainer André Breitenreiter Younes Belhanda eine Chance, er wechselte den Winter-Neuzugang aus Kiew für Max Meyer ein. Offensichtlich war Breitenreiter nicht nachtragend, denn erst am Donnerstag hatte er dem Marokkaner vorgeworfen, nicht mit hundertprozentigem Einsatz trainiert zu haben. Zwei Minuten später brachte der Trainer auch den zweiten Neuen: Für Alessandro Schöpf machte der angeschlagene Eric Maxim Choupo-Moting Platz.

Schalke schlägt Wolfsburg

Schöpf nutzte seine Chance beim Schopf: Der vom 1. FC Nürnberg gekommene Österreicher setzte den Schlusspunkt und traf zum 3:0 für Schalke. Aber Breitenreiter hätte vermutlich auch den Busfahrer einwechseln können, ohne dass sein Team in diesem Spiel noch ernsthaft in Gefahr geraten wäre.

Peter Müller

Kommentare
07.02.2016
12:56
3:0 - Schalke weist Draxlers Wolfsburg in die Schranken
von laberrababer | #28

herzlichen glühstrumpf an herne west!

habe das spiel nich in echt gesehen, aber in der zusammenfassung und das sah gut aus.

breitenreiter ist ein...
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3:0 - Schalke weist Draxlers Wolfsburg in die Schranken
3:0 - Schalke weist Draxlers Wolfsburg in die Schranken
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http://www.derwesten.de/sport/fussball/s04/3-0-schalke-weist-draxlers-wolfsburg-in-die-schranken-id11532725.html
2016-02-06 17:20
sports, Fußball, Bundesliga, Schalke, Wolfsburg, Draxler
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