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Wie viel Bruns steckt im neuen RWO-Trainer Peter Kunkel?

20.09.2012 | 17:13 Uhr
Wie viel Bruns steckt im neuen RWO-Trainer Peter Kunkel?
Ein Mann aus der Region: Peter Kunkel, Trainer von Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen.Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Mario Basler ist nicht mehr Trainer von Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen - Peter Kunkel heißt sein Nachfolger. Doch was ist der neue Trainer für ein Typ? Im Interview spricht der 56-Jährige über harte Maloche, die Liebe zum Revier und darüber, wie viel Hans-Günter Bruns in ihm steckt.

Die Entscheidung kam plötzlich und für alle Beteiligten überraschend. RWO-Trainer Mario Basler nahm nach der 0:3-Niederlage gegen die Zweitvertretung des 1. FC Köln seinen Hut. Die Suche nach einem Nachfolger dauerte nur wenige Tage: Peter Kunkel (56), bisher Trainer der U23, ist neuer Chef der ersten Mannschaft . Was ist der neue Trainer für ein Typ? Im Interview mit Dirk Hein spricht der 56-Jährige über harte Maloche, die Liebe zum Revier und darüber, wie viel Hans-Günter Bruns in ihm steckt.

Emotionen gehören zum Fußball. Wie haben Sie die sehr deutliche 0:3-Niederlage gegen Köln am vergangenen Freitag erlebt?

Peter Kunkel: Ich habe mich natürlich geärgert. Die Jungs haben am Anfang nicht schlecht gespielt und hätten auch 2:0 führen können. Das war später nicht mehr so – da muss man gar nicht drum herum reden. Dann hat Mario (Basler) seinen Rücktritt verkündet.

Das kam überraschend – für Sie auch?

Ich habe auch erst bei der Pressekonferenz davon erfahren. Mario ist ja als Mensch bekannt, der häufiger einen ´raushaut. So etwas kann aus der Enttäuschung heraus entstehen. Das war für uns alle eine Überraschung. Aber das ist jetzt abgehakt. Es nutzt nicht, zurück zu schauen. Im Leben und im Fußball geht es immer nur nach vorne.

Erste Trainingseinheiten mit Peter Kunkel.

Mario Basler war ein echter Typ...

Das bin ich auch!

Muss ein Trainer eine besonders kantige Ausstrahlung mitbringen, um Spieler begeistern und mitreißen zu können?

Jeder ist doch anders. Ich habe auch eine bestimmte Art zu arbeiten – und zwar die, von der ich überzeugt bin. Damit früher oder später fruchtet, was ich auf dem Trainingsplatz umsetze. In unserem Fall wäre es besser, wenn es früher klappen würde. Ich habe mit Führungsspielern wie Weigelt und Nowak gesprochen, um herauszufinden, woran es lag und warum die Mannschaft so verunsichert war. Da werden wir ansetzen. Ich habe auch gesagt, dass da noch eine ganze Schüppe mehr kommen muss. Das war bisher zu wenig - und die Spieler haben das auch so gesehen.

Ist man nach Nackenschlägen als Seelentröster gefragt?

Die Spieler haben den herrlichsten Beruf der Welt. Wenn ich da jemanden motivieren müsste, wäre das sicher nicht optimal. Dann liefe da etwas falsch. Ich habe meine Art zu arbeiten, bin aber ein umgänglicher Mensch. Ich gucke zwar ab und an mal muffelig, aber das ist nun mal so. Das kann ich auch nicht abstellen.

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