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Viele Fragezeichen bei Rot-Weiß Oberhauen

17.02.2012 | 16:20 Uhr
Viele Fragezeichen bei Rot-Weiß Oberhauen
Serkan Göcer hofft auf einen Einsatz von Beginn an. Foto: Hayrettin Özcan

Oberhausen.   Bei RWO sind vor dem Spiel gegen Chemnitz am Samstag einige Personalien offen. Oberhausens Trainer Mario Basler will die endgültige Anfangself von den letzten Eindrücken abhängig machen.

Sechs Heimspiele haben die Rot-Weißen noch vor der Brust. Da gebietet es die Spielerpflicht, dass im Stadion Niederrhein die Dreier gegen den Abstieg gesammelt werden müssen. Ein weiterer Versuch startet heute, 14 Uhr. Mit dem Chemnitzer FC kommt die Mannschaft der letzten Wochen nach Oberhausen. Denn die Ostdeutschen haben eine Serie hingelegt, die sie aus Abstiegsregionen bis in die erweiterte Anwärterschaft zum Relegationsrang geführt hat – ein Befreiungsschlag, von dem die Rot-Weißen seit Saisonbeginn reden.

Was soll Trainer Mario Basler auch anders sagen: „Wir wollen den Dreier holen und werden dafür alles in die Waagschale werfen.“ Das ist ihm und den meisten seiner Akteure abzunehmen. Lediglich bei Tobias Willers und Felicio Brown Forbes sah Basler im Training zuletzt zu wenig Willen, alles zu geben. Willers pausierte gegen Offenbach, Brown Forbes war gar nicht erst auf der Bank. Ob die beiden jetzt wieder zum Kader gehören, lässt der Coach offen und will die endgültige Anfangself von den letzten Eindrücken abhängig machen.

Jansen fehlt

Im Sturm fehlt ihm auf jeden Fall David Jansen mit Muskelbeschwerden, so dass sich die Frage stellt, wer neben Mike Terranova beginnt. Marvin Ellmann erwischte gegen Offenbach einen schwachen Tag und musste nach der Halbzeit Kevin Steuke weichen. „Der Junge kann richtig Gas geben“, lobt Basler den U 23-Spieler. Das weiß er auch von Serkan Göcer, gönnte dem aber zuletzt eine „schöpferische Pause“, da der junge Mann nach der Profi-Vorbereitung Verschleißerscheinungen zeigte: „Er ist ein hervorragender Fußballspieler, aber körperlich noch ein A-Jugendlicher. Aber jetzt ist er wieder da.“ Gleichwohl hält er sich bei der Besetzung der offensiven Außenbahnen ebenso bedeckt wie bei der Frage nach dem rechten Verteidiger. Florian Abel sah in der entscheidenden Sekunde gegen Offenbach nicht gut aus – harmonierte dafür aber gut mit Timo Kunert vor ihm. Mit Dominik Borutzki, Dimi Pappas, Felix Schiller, Danijel Gataric und Kunert hatten sich jedoch im Saisonverlauf zuvor schon fünf Akteure hinten rechts versucht und ebenfalls nicht voll überzeugt. Immerhin ist Gataric nach langer Verletzung wieder im Training und verlängert die Liste der Kandidaten. An Pappas hält Basler trotz seines Fehlers gegen Offenbach fest: „Er ist kämpferisches Vorbild.“ Wo er das zeigen darf, ist hingegen ebenfalls noch offen.

Gesetzt sind Benjamin Weigelt auf links und Jeff Gyasi und Anel Dzaka auf den Sechserpositionen.

Der Gegner im Kurzporträt:

 

„Wir haben zuletzt gute Ergebnisse erzielt und darauf lässt sich aufbauen“ – der Chemnitzer Trainer Gerd Schädlich hat gut reden: Nach vier Siegen in Folge und seit sieben Partien ungeschlagen reisen die Ostdeutschen mit breiter Brust ins Stadion Niederrhein. In der Hinrunde gewannen die Chemnitzer durch ein spätes Tor halbwegs verdient 1:0, die Partie war aber von beiden Seiten spielerisch sehr arm. Doch mit Ende der Hinrunde fand sich das Team und setzte zum Höhenflug an, der bis heute anhält und die Mannschaft aus unteren Regionen bis in die Nähe von Platz drei geführt hat.

Vor allem der starke Auftritt bei den Offenbacher Kickers hat den Beobachtern aus Oberhausen zu denken gegeben, Offenbach hatte beim 0:1 keine einzige Chance. Beim 5:1 danach gegen Unterhaching führte sich Neu-Stürmer Anton Fink mit drei Treffern stark ein.

Schädlich kann auf sein stärkstes Team zurückgreifen, lediglich Benjamin Förster fehlt mit Rückenbeschwerden.

 

Peter Voss

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