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Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend

20.05.2009 | 15:45 Uhr
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend

Oberhausen. Große Aufregung herrscht nach Bekanntgabe der neuen Stadionpläne von Zweitligist Rot-Weiß Oberhausen. Der Aufsichtsrats-Vorsitzende Hartmut Gieske stellt nun klar: RWO lässt sich von keiner Partei vereinnahmen.

Eigentlich schade, aber wohl auch nicht anders zu erwarten, wenn so viele Beteiligte eine Rolle spielen und bei der Präsentation der neuen Stadionpläne mit Dirk Buttler (CDU) auch noch der politische Gegner am Tisch sitzt. Am Dienstag schlugen die Wellen in der Stadt hoch. Emschergenossenschaft, Sponsoren, Oberbürgermeister und Aufsichtsrat liefen Sturm, dabei erhebt diese Liste noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Erbost zeigte sich Klaus Wehling, der noch am Freitag als RWO-Aufsichtsrat an einer Sitzung teilgenommen hätte, dort aber nicht von Sportvorstand Thomas Dietz und Präsident Hajo Sommers über die Veröffentlichung detaillierter Pläne für ein Jugendleistungszentrum, mehrere Trainingsplätze sowie die Runderneuerung des Stadions Niederrhein informiert worden wäre.

Ist die Stadt handlungsunfähig?

„Bevor das nach außen getragen wird, trage ich das doch erst einmal in die zuständigen Gremien”, so Klaus Wehling. Auch mokierte sich der Oberbürgermeister über Thomas Dietz, der angekündigt hatte, das 15-Millionen-Projekt selbst stemmen zu wollen, weil die Stadt finanziell praktisch handlungsunfähig sei. „Wenn die Stadt handlungsunfähig wäre, gäbe es in Oberhausen gar keinen Zweitligisten mehr”, erklärte der SPD-Politiker und wies etwa auf die Hilfe bei der Rasenheizung hin. Auch könne der Verein gar nicht allein planen, weil er dringend die umliegenden Flächen brauche. „Dazu muss dann wieder mit der handlungsunfähigen Stadt verhandelt werden”, fügte er ironisch hinzu. Im Übrigen sei er seinerzeit in den Aufsichtsrat gegangen, weil er mithelfen wollte. Dabei sei er an vielen Dingen beteiligt gewesen, so Wehling, „nur derjenige, der mich gebeten hat zu kommen, ist nicht mehr da.”

Das richtete sich natürlich gegen Oberbürgermeister-Kandidat Dirk Buttler, der vor drei Jahren als RWO-Präsident zurückgetreten war.

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Buttler selbst sprach am Dienstag von „vereinsinternen Kommunikationsproblemen”, für die er sich nicht verantwortlich fühle. Er könne aber den Ärger in den betroffenen Gremien durchaus nachvollziehen. „Auf der anderen Seite, was ist denn passiert?”, fragte Buttler dann und fügte die Antwort hinzu: „Das Thema ist an die Öffentlichkeit geraten. Was kann daran so verkehrt sein?”

Dienstagnachmittag tagten Aufsichtsrat und Vorstand in der EVO-Zentrale. Aufsichtsrats-Chef Hartmut Gieske schien danach um Versachlichung bemüht. „Der Verein lässt sich politisch von keiner Partei vereinnahmen. Wir werden künftig genau hingucken, wer was wo herausgibt.”

Den Ball erfreulich flach hielt auch Dezernent Peter Klunk. In der vergangenen Woche habe der Klub ihm die Pläne offengelegt, jetzt warte er auf die schriftliche Formulierung. Planungstechnisch sehe er keine großen Probleme. „Was passiert ist, ist passiert, jetzt müssen wir das Projekt retten.”

Hannes Fritsche

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Kommentare
22.05.2009
21:36
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend
von Leontodon1 | #67

Danke Hansi. Man muß Trittbrettfahrer auch beim Namen nenne. Aber welche Rolle spielen denn die Herren Sommer und Dietz bei diesem Theater? Das ganze ist doch nicht zufällig passiert. Dabei heißt es in den Satzunges des Vereins, daß man politisch neutral sei. Das sieht m. E. aber anders aus.

22.05.2009
20:43
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend
von Hansi Oberhausen | #66

Nachdem ich einige Kommentare hier durchgestöbert habe, musste ich mit Entsetzen feststellen, dass die meisten Schreiber überhaupt keine Ahnung haben was die Stadt mit der Hilfe von Klaus Wehling für unseren geliebten Verein ermöglicht hat.
Zunächst ist zu erwähnen, dass die namenhaften Sponsoren z.B. EVO, die Sparkasse usw. bei RWO eingestiegen als unser Verein am Boden war und von Liga zu Liga durchgereicht worden ist.
Wer hat es ermöglicht? Wohl nicht Buttler!
Außerdem ist die Rasenheizung auch nicht vom Himmel gefallen, da haben sich auch insbesondere die Stadt darum gekümmert, dass wir die bekommen haben!

Nun möchte ich einiges zu Herrn Buttler sagen. Herr Buttler ,der ja mal Präsident bei RWO war möchte sich mit dieser Kampagne nur Wählerstimmen sichern, weil er schon jetzt keine Schnitte bei der nächsten Kommunalwahl hat! Herr Buttler ist damals nicht aus persönlichen Gründen zurückgetreten, sondern er ist einfach nur kläglich gescheitert! Er hat große Sponsoren aus der Wirtschaft versprochen. Wo sind die denn jetzt? Große Klappe und nichts dahinter, würde ich sagen. Der nächste Punkt ist, dass sich Herr Buttler nie für RWO interessiert hat und den Verein noch schlecht geredet hat. Bei einer Frage ob die Spieler von RWO gut seien, antwortete der feine Herr Buttler: Dann würden sie nicht bei RWO spielen! Er sollte sich schämen! Der Mann hat bei RWO nichts mehr verloren!

Ich denke ich habe einiges richtig stellen können.

Glück Auf !

22.05.2009
15:00
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend
von paus | #65

Die 15Mio aus Oberhausen und das Geld, das in Essen für das neue Stadion gestemmt wird. Gemeinsamer Neubau eines Stadions auf der Stadtgrenze am Centro. Das würde ein Knaller.
Beste Infrastruktur (Verlängerung der Straba 105) und allerbeste Vermarktungssmöglichkeiten. Das Risiko wäre auf viele Schultern verteilt. Mindestens einer der Klubs ist ja hoffentlich immer in der 3.Liga.

22.05.2009
14:11
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend
von OBRocka | #64

Ich glaube da hat jemand die letzten Jahre gepennt und nicht gemerkt, dass die Stadt Oberhausen so wie andere Städte nicht über die großen Mittel verfügt, um Vereine mit Millionen zu unterstützen. Davon ab gibt es wesentlich wichtigere Sachen, die Hilfe bedarfen...
Außerdem gibt es in Oberhausen nicht nur einen Verein, der unterstützt wurde bzw. wird, wenn man sich die Sportplatz VFR08 zum Beispiel anschaut.
Ich wüsste gerne mal welche Kommunen ihre Vereine mit Millionen unterstützen. Wenn man sich Rot-Weiss Essen anschaut, die haben auch mindestens 20 Mio Euro schulden und ein Stadion das zu wünschen übrig lässt...

22.05.2009
13:08
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend
von DusiburgDieDoofis | #63

@duisserner
RWO baut das Stadion, nicht die Stadt. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Aber nicht umsonst ist Duisburg bei der Einwohnerantwicklung das Schlusslicht im Ruhrgebiet - keine Stadt schrumpft so schnell.

22.05.2009
13:03
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend
von TraeumtWeiterInDuisburg | #62

Auch, wenn es nichts mit RWO zu tun hat, aber der Duisburger Bahnhof wird für 50 Millionen, nicht für 100, renoviert (100 Millionen erhält Dortmund; davon kann Duisburg träumen). Anders ausgedrückt - der Bahnhof in Duisburg wird geflickschustert.

22.05.2009
09:00
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend
von Leontodon1 | #61

Hallo, bin gestern durch Marxloh, Hochfeld, Duisser und Neudorf gefahren. Richtige Ruhrromantik. Hagenshof und die Vulkanstrasse war besonders attraktiv. Die Auflistung dieses Duisseners kling wie das Geblaffe eines sauerländischen Kommunalpolitkers. Viel heisse Luft.
Doch meine entscheidene Frage ist, was sollen solche Kommentare auf der Diskussionsplattform über den Stadionbau? Malt da etwa schon wieder einer ein Zebra in rot-weiß an? Wir in Oberhausen brauchen so etwas nicht.

22.05.2009
06:05
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend
von PatrickPacard | #60

Fast 25 Millionen Besucher hat die Neue Mitte im Jahr. Auch, wenn es bis heute kaum jemand zugibt, aber von solch einem Besuchermagneten träumen alle Städte im Ruhrgebiet. Bis heute sind die Städte dabei, ihre Wunden zu lecken, die ihnen das Centro zugefügt hat. Da kann man verstehen, dass die Nachbarn neidisch sind.

22.05.2009
05:59
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend
von Tersteegen | #59

In Duisburg gibt es ein innerstädtisches EKZ, dass die Innenstadt wie ein Magnet leer saugt; kleine Geschäfte verschwinden zusehens und selbst die ganz großen, wie C & A oder P & C verschwinden Ende 2009. Im Citypalais gibt es bereits heute diversen Leerstand; die Ladenlokale werden auf diversen Immobilienportalen wie sauer Bier angeboten.
Der Bahnhof in Duisburg ist so verfallen, dass man für knapp 100 Millionen gerade mal als Zweckbau herrichten kann. Zum Vergleich; der kleine Bahnhof Sterkrade wird für knapp 10 Millionen Euro umgebaut, der besteht aber nur aus einem Bahnsteig(!). Die Duisburger Ghetto-Gebite, wie Marxloh, sind mittlerweile Deutschlandweit bekannt. Die U-Bahnhöfe in Duisburg sehen aus, wie Toiletten; die Bahnen selber, als kämen sie aus dem Museum. Das einzige, was einigermaßen nett aussieht, ist der Innenhafen. Der hat aber auch nur für die Duisburger bedeutung; überregional kann man darüber nur grinsen.

22.05.2009
02:28
Stadionpläne von RWO: Nicht nur OB Wehling wütend
von RWOAdler | #58

Ja dat is Düüüüüsburch, da will keiner hin...
Ja dat is Düüüüüsburch, und dat macht auch keinen Sinn...
Man muss schon hier geboren sein, um dat zu ertragen...
Allen zugezogenen schlägt Düsburch aufn Magen...

*sing*

Und jetzt verzieh dich in dein Kaff du bemaltes Pferd!!!!

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