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RWO wird das Heft in die Hand nehmen müssen

26.10.2012 | 15:13 Uhr
RWO wird das Heft in die Hand nehmen müssen
Viele Hoffnungen ruhen bei RWO auf Sebastian Mützel.Foto: Micha Korb / WAZ FotoPool

Oberhausen.  Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen will den Aufsteiger SV Bergisch Gladbach nicht unterschätzen. „Wir müssen gierig auf Erfolg sein, wir müssen immer gewinnen wollen, egal wie der Gegner heißt“, sagt RWO-Trainer Peter Kunkel.

RWO-Trainer Peter Kunkel versucht, seiner Mannschaft einen neuen Geist einzuflößen: „Wir müssen gierig auf Erfolg sein, wir müssen immer gewinnen wollen, egal wie der Gegner heißt.“ So versucht Kunkel seine Spieler davor zu bewahren, was er aus seiner aktiven Zeit selbst noch kennt: einen Gegner zu unterschätzen. Das will er sich heute im Stadion Niederrhein (14 Uhr, live im DerWesten-Ticker) gegen den SV Bergisch-Gladbach 09 auf keinen Fall leisten.

Daher erinnert der Coach an die gute Leistung gegen Fortuna Düsseldorf – nach zwanzigminütigem Leerlauf erkannte sein Team den Ernst der Lage und nahm das Heft in die Hand. Fortan spielten nur noch die Rot-Weißen und kamen zu einer Vielzahl von Chancen, die nur dank des überragenden Düsseldorfer Schlussmannes nicht in einen hohen Sieg mündeten. Ähnlich stellt sich Kunkel das nun gegen die Mannschaft von „Didi“ Schacht vor. „Wenn die tief stehen, haben wir ein Rezept, wenn die offensiver ausgerichtet sind, auch.“ Kunkel hat die Gäste bei ihrem 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf beobachtet: „Die haben das dort richtig gut gemacht.“

Wer geht nach vorn?

Personell ist er zu einer Änderung gezwungen, da Pascale Talarski wegen anhaltender Probleme im Adduktorenbereich passen muss und Kevin Steuke (Muskelprobleme) ebenfalls nicht zur Verfügung steht. So stellte sich für Kunkel vor allem eine Frage: Wer geht ins Sturmzentrum. Er wollte die Eindrücke des Freitagstrainings noch wirken lassen, um sich zwischen Mike Terranova oder Gökan Lekesiz zu entscheiden.

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Neues System von Trainer Kunkel zahlt sich für RWO aus

Der Trainerwechsel von Mario Basler zu Peter Kunkel brachte Regionalligist RWO bisher zehn Punkte, seit vier Spielen sind sie ungeschlagen. Ob das beim Spiel gegen Bergisch-Gladbach so bleibt, ist offen. Pascale Talarski und Kevin Steuke werden vermutlich verletzt fehlen.

Ansonsten ist er kein Freund großer Änderungen, da es dazu auch keinen Anlass gibt und die Verletzungsmisere ohnehin keine großen Wahlmöglichkeiten lässt. Auf den Außen werden so der torgefährliche Sebastian Mützel links und der weniger torgefährliche (wenngleich trotzdem starke) Karoj Sindi wirbeln. Zentral sollen die beiden von Ken Asaeda und Hiromu Watahiki in Szene gesetzt werden – was zumindest gegen Bochum gut gelang. Dahinter haben sich Tobias Hötte, Jörn Nowak und Dominik Borutzki in der Dreierkette empfohlen. Davor agieren Rhys Tyler auf rechts und Ralf Schneider auf links – im Vorwärtsgang als Zulieferer für Sindi und Mützel, im Rückwärtsgang steht hinten die Fünf. Patrick Nettekoven genießt weiter das Vertrauen von Kunkel im Tor.

Der Coach sieht seine Truppe für die Aufgabe gut gerüstet. „Es heißt zwar immer, wir sind für unser Konterspiel bekannt. Schön und gut, aber wenn wir das Spiel selbst machen müssen, können wir das auch. Wir können auf vieles reagieren und das habe ich der Mannschaft auch gesagt.“

Selbst Regie führen

Dass das immer besser klappt haben die letzten, erfolgreich bestrittenen Spiele gezeigt. Nur wird voraussichtlich die Variante eintreffen, dass RWO die Regie übernehmen muss und deswegen tut Kunkel gut daran, an das Düsseldorf-Spiel zu erinnern. Das dient gleichzeitig als Warnung. Dort kam RWO schlafmützig raus, lag 0:2 zurück und holte beim 2:2 nur einen Zähler.

Peter Voss


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