Das aktuelle Wetter NRW 19°C
RWO

RWO verschenkte den Sieg durch einen dicken Patzer

05.02.2012 | 17:28 Uhr
RWO verschenkte den Sieg durch einen dicken Patzer
Florian Abel war das letzte Glied in der Fehlerkette, die zum Ausgleich führte. Foto: Hayrettin Özcan

Oberhausen.  Nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Kickers Offenbach beträgt der Rückstand zum rettenden Tabellenplatz für Rot-Weiß Oberhausen 14 Spiele vor Saisonende sechs Punkte. Natürlich bleibt RWO aber noch im Rennen um den Klassenerhalt.

Zunächst ein paar Zahlen: 22 000 Liter Heizöl wurden in vier Tagen in der Rasenheizung im Stadion Niederrhein verfeuert, um das Drittliga-Spiel gegen die Offenbacher Kickers zu ermöglichen. Das endete 1:1 (1:0). 2649 Zuschauer waren bei diesem rot-weißen Beitrag zur Erderwärmung zugegen und froren trotzdem bitterlich. Der Punkt ist für RWO genau so viel wert wie es die Länderpunkte in der Busen-Show „Tutti-Frutti“ einst waren. Ein Oberhausener Spieler, Felicio Brown Forbes, wurde vor der Partie wegen Trainingsfaulheit bis Dienstag suspendiert. Mike Terranova rannte 90 Minuten lang. Der Abstand zum rettenden Tabellenplatz beträgt 14 Spiele vor Saisonende sechs Punkte. Die Lizenz in der viertklassigen Regionalliga erfordert eine Bürgschaft von 35 000 Euro. Davon könnte man umgerechnet auch gut 50 000 Liter Heizöl kaufen. Je nachdem.

Wieder umgebaut

Denn natürlich bleibt RWO auch nach diesem Unentschieden noch im Rennen um den Klassenerhalt. Die Hoffnung darauf wird durch die erste Halbzeit genährt, in der die Oberhausener gegen verunsicherte Kickers das engagiertere Team waren. Trainer Mario Basler musste mal wieder umstellen, denn David Jansen fehlte wegen Kniebeschwerden. Für ihn rückte Marvin Ellmann ins Team und Terranova in die Spitze. Alexander Scheelen kam neben Jeff Gyasi auf der Sechs zum Zuge, für Tobias Willers blieb die Bank. Trotz zahlreicher Stockfehler auf beiden Seiten war Oberhausen die bemühtere Mannschaft. Chancen blieben aber Mangelware. Ein Freistoß durch Freund und Feind von Benjamin Weigelt sorgte für etwas Aufregung, OFC-Keeper Robert Wulnikowski parierte so gerade eben. Kurz darauf hatte Ellmann mit einem Kopfball nach Terranova-Flanke eine Art von Gelegenheit, brachte in Rücklage aber keinen Druck hinter den Ball. Als Offenbachs Innenverteidiger Markus Husterer nach einem Schubser von Terranova mit einer Schulterprellung (39.) ausscheidet, geht bei den Gästen die Ordnung verloren. Davon profitieren die Rot-Weißen tatsächlich einmal.

Praktisch mit dem Pausenpfiff setzt sich Timo Kunert auf rechts durch, flankt in den Strafraum und dort erwischt Felix Schiller den Ball und drückt ihn in Mittelstürmermanier direkt über den Keeper ein. Einen besseren Zeitpunkt für eine Führung gibt es nicht.

Nach dem Wechsel aber – Basler hatte Kevin Steuke für den schwachen Ellmann gebracht – aber dominieren plötzlich die Mannen von Trainer Arie van Lent. Bessere Chancen aber haben die Gastgeber. Anel Dzaka verfehlt bei einem Freistoß aus 22 Metern das Tor nur hauchdünn, Terranova kann eine gute Vorarbeit von Gyasi nicht verwerten.

Und dann kippt das Spiel .

Nach einem abgefangenen Angriff bleibt Innenverteidiger Dimi Pappas am gegnerischen Strafraum, Offenbach schaltet blitzschnell und stößt mit zwei Zügen durch die völlig ungeordnete RWO-Abwehr. Florian Abel, gewiss kein gelernter Verteidiger und schon gar nicht auf links, patzt bei seinem Klärungsversuch gegen Lars Bender. Der zieht durch und passt auf den freistehenden Pascal Testroet. Schiller allein ist machtlos, Benjamin Weigelt und Pappas kommen gerade recht, um zuzuschauen, wie Testroet einschieben kann. Danach flattern allen Rot-Weißen die Nerven, Stefan Vogler hätte nur eine Minute später die Kickers auf die Siegesstraße bringen können, zielt aber zu genau. Danach hat Steuke zwei Chancen, vergibt aber überhastet.

Doch klar zu sehen ist: RWO ist in diesen letzten 30 Minuten von der Rolle, findet anders als im Spiel gegen Münster den Faden nicht mehr. Die Kickers wittern ihre Chance, lauern auf Konter und scheitern nur wegen des guten Torhüters Michael Melka daran, drei Punkte uzu mopsen. Der RWO-Keeper verhindert mit einer Großtat gegen den duchgelaufenen André Hahn das 1:2.

Peter Voss

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6317911/create

Aktuelle Fotos und Videos
RWO verliert gegen Augsburg
Bildgalerie
RWO
Bruns, der Fan-Liebling
Bildgalerie
Fotostrecke
RWO gewinnt 3:2
Bildgalerie
Fotostrecke
RWO punktet beim KSC
Bildgalerie
Fußball 2. Bundesliga
Aus dem Ressort
RWO-Anhänger aus Oberhausen raubte BVB-Schal
Raub
Die Spur führte mal wieder nach Oberhausen. Als Räuber eines BVB-Schals wurde ein 19-jähriger Oberhausener von der Bundespolizei Münster in Zusammenarbeit mit der Oberhausener Polizei ermittelt.
Die Vorbereitungen auf die Regionalliga laufen bei RWO an
RWO
Bei Rot-Weiß Oberhausen ist die Schockstarre nach dem Abstieg in die vierte Liga und dem unrühmlichen Pokalaus gegen TuS Hönnepel-Niedermörmter beendet. Frank Kontny, sportlicher Leiter bei RWO blickt wieder nach vorn.