RWO und Aachen treffen sich mit geänderten Vorzeichen wieder

Fallen, stolpern, Zufall: Die Hinrundenpartie zwischen RWO und Aachen war ein schauriges 0:0. Diesmal stehen die Zeichen jedoch auf packenden Fußball.
Fallen, stolpern, Zufall: Die Hinrundenpartie zwischen RWO und Aachen war ein schauriges 0:0. Diesmal stehen die Zeichen jedoch auf packenden Fußball.
Foto: WAZ FotoPool
Theoretisch steht am Montag um 20.15 Uhr auf dem Aachener Tivoli ein Spitzenspiel an. Wenn man auf die Tabelle schaut. Aachen will aufsteigen, RWO darf nicht, will aber trotzdem gewinnen.

Oberhausen.. An die Hinrundenpartie wird sich keiner der Beteiligten mehr gern erinnern. Das torlose Gekicke war von beiden Seiten ein Saisontiefpunkt. Für Freitag, 20.15 Uhr, stehen am Tivoli die Zeichen ganz anders. Aachen rechnet sich noch Chancen auf die Meisterschaft aus. Rot-Weiß Oberhausen zwar nicht, gehört leistungsmäßig derzeit aber auch in diese Kategorie.

Die Gründe, warum RWO nicht aufsteigen kann, sind sattsam bekannt. Bei der Alemannia sieht finanziell eigentlich alles noch viel schlimmer aus, doch ab einer gewissen Kategorie der Verschuldung scheinen Zweifel um das überaus teure Stadion und die Position der selbst hoch verschuldeten Stadt Aachen keine Rolle mehr zu spielen. Die wollen trotz aller finanziellen Unwägbarkeiten aufsteigen.

Was RWO-Trainer Andreas Zimmermann und seine Truppe jetzt mal dazu nutzen wollen, mit guten Leistungen nicht nur den eigenen Vorstand wegen der Nichtaufstiegschance zu ärgern, sondern auch den Gegner. „Es ist ja klar, wir wollen die drei Punkte. Die Jungs sind heiß.“

David Jansen ist wieder eine Option

Dabei sieht er seine Mannschaft in einer guten Ausgangsposition. „Die müssen, wir können.“ Nach den kraftraubenden Spielen der Vorwoche auf tiefen Böden hat sich das Team regeneriert und die Woche gut durchtrainiert – das gilt auch für David Jansen, der seine Rückenschmerzen überwunden hat. „David hat die ganze Woche trainiert, er ist auf jeden Fall wieder dabei“, sagte Zimmermann am Sonntagnachmittag am Rande der Partie der U 23, die er mit Co-Trainer Dirk Langerbein beobachtete.

Ihm steht für die Partie auf dem Tivoli damit der komplette Kader zur Verfügung. Nur Gökhan Gümüssu muss wegen erneuter Muskelbeschwerden passen. „Das ist das generelle Problem bei Winterneuzugängen, wenn die dann voll ins Training einsteigen.“

Unter der Woche lag der Schwerpunkt auf Standards des Gegners, von denen Aachen praktisch lebt. Zimmermann: „Die haben schnelle und gefährliche Außen. Am gefährlichsten aber sind die Standards, weil sie viele körperliche große Spieler haben.“ Das hat Zimmermann in der Partie der Aachener gegen RWE beobachtet, das sah er jetzt auch gegen den VfL Bochum: „Da müssen wir immer voll konzentriert sein.“ Einen Grund, die bewährte Defensivformation zu ändern gibt es dennoch nicht. Die Viererkette steht, davor sind Robert Fleßers und Alex Scheelen bewährte Abräumer. Offen hält sich Zimmermann dafür noch die Außenpositionen, wo er den Gastgebern einige Probleme bereiten will. „Ralf Schneide hat gezeigt, dass er sofort da sein kann“, lobt er den Linksfuß für seine letzten Einsätze. Auch Raphael Steinmetz, Nick Brisevac und Patrick Schikowski haben zuletzt ihre Vorzüge unterstrichen. Was seine Offensivausrichtung betrifft, so sind Patrick Bauder und davor Jansen gesetzt. Und im Verbund wollen die Rot-Weißen Aachen dann gehörig ärgern.

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