RWO-Trainer Zimmermann gibt der zweiten Reihe eine Chance

Patrick Schikowski (r.) wird RWO verlassen, für ihn könnte Ralf Schneider (l.) auflaufen.
Patrick Schikowski (r.) wird RWO verlassen, für ihn könnte Ralf Schneider (l.) auflaufen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Am Sonntag um 14 Uhr tritt Rot-Weiß Oberhausen beim KFC Uerdingen an. Nach dem Pokalsieg gegen den MSV könnte RWO-Trainer Zimmermann umbauen.

Oberhausen.. Wie grau der Liga-Alltag am Sonntag beim KFC Uerdingen (14 Uhr, live in unserem Ticker) wird, haben die Rot-Weißen selbst in der Hand. Vor dem Pokalsieg gegen den MSV hatten die Oberhausener das Bochum-Spiel vor der Brust, nach dem Pokalsieg treten sie nun in Krefeld an. Das sind keine richtigen Kracher. So wird es für Trainer Andreas Zimmermann wieder die Hauptaufgabe sein, seine Mannschaft auf das anstehende Spiel zu fokussieren.

Neuzugang Was bekanntlich gegen Bochum nicht gelang und angesichts der danach folgenden Prestige-Aufgabe gegen die Zebras auch nicht sonderlich ernst genommen wurde. Die Saison ist gelaufen, daran gibt es nichts zu rütteln. Ehrgeiz können Spieler jetzt noch daraus ziehen, sich für den Verein oder für einen Wechsel zu empfehlen.

Mit der Mitteilung, dass Patrick Schikowski den Verein verlässt um nach eigener Auskunft „vor voller Hütte“ zu spielen, dürfte sich ein Vorgang wie in der Vorsaison wiederholen. Dort war es Pascale Talarski, der schnell seinen Wechsel zur U 23 von Schalke 04 bekannt gab und dann folgerichtig in den Planungen von Peter Kunkel keine Rolle mehr spielte.

Ralf Schneider nutzte damals seinen Chance und erspielte sich einen neuen Vertrag in den letzten Auftritten. Ähnlich könnte es heuer wieder sein.

Ehrgeiz könnten die Rot-Weißen zusätzlich daraus ziehen, dass die Partien gegen Uerdingen immer recht verbissene Angelegenheiten sind und zudem in der Hinrunde gegen eine völlig harmlose KFC-Mannschaft auch noch verloren wurde.

RWO verlor in der Hinrunde

Daran wird sich auch Zimmermann noch lebhaft erinnern, denn nach dieser Partie verabschiedete sich Rot-Weiß vorläufig aus dem Verfolgerkreis des damaligen Spitzenreiters Viktoria Köln. Der Trainer kochte und monierte die lasche Einstellung seiner Schützlinge. Es ist zu hoffen, dass die sich auch daran erinnern. RWO ließ damals eine Führung von David Jansen liegen und kassierte durch Rico Weiler und Kofi Schulz die vermeidbare Niederlage. Philipp Kühn, zuletzt großer Rückhalt im Kasten der Kleeblätter, offenbarte dabei ungewohnte Schwächen beim Stellen der Mauer bei Freistößen. Sein Gegenüber Robin Udegbe hingegen rettete dem KFC mit tollen Paraden den unerwarteten Dreier. Bekanntlich verlässt Kühn RWO am Saisonende, als sein Nachfolger wurde der Krefelder Udegbe verpflichtet. Das Duell der Torhüter entwickelt damit am Sonntag einen gewissen Charme.

Wie beim Wechselspiel Schikowski/Schneider behält sich Zimmermann vor, seinen Stamm der letzten Wochen leicht abzuändern. Fehlen wird auf jeden Fall der gelbgesperrte Felix Haas, für ihn rückt als letzter verbliebener Innenverteidiger Tobias Hötte ins Team.