RWO-Trainer Peter Kunkel will schnell eine Achse finden

Trainer Peter Kunkel will die Führungsspieler wie Sebastian Mützel, Benjamin Weigelt und Jörn Nowak (v.l.) mehr in  die Pflicht nehmen.
Trainer Peter Kunkel will die Führungsspieler wie Sebastian Mützel, Benjamin Weigelt und Jörn Nowak (v.l.) mehr in die Pflicht nehmen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Peter Kunkel debütiert heute beim MSV Duisburg II in der Regionalliga auf der Bank von Rot-Weiß Oberhausen. Er will mehr Sicherheit ins Spiel bekommen. „Wir müssen eine stabile Achse finden, die das Gerüst bildet, um das wir das Team aufbauen“, sagte Kunkel.

Oberhausen.. Regionalliga-Premiere für Peter Kunkel mit RWO: Heute, 19.30 Uhr, treten die Oberhausener erstmals unter Regie des Nachfolgers von Trainer Mario Basler bei der U 23 des MSV in der Schauinsland-Arena an der Wedau an (live im DerWesten-Ticker). Zwei Aspekte hat Kunkel dabei ganz oben auf der Agenda: Möglichst schnell wieder punkten und möglichst schnell eine Formation finden, auf die man bauen kann.

RWO Dazu baut er zunächst mal um. In der bislang wackligen Innenverteidigung soll sich nun Dominik Borutzki an der Seite von Jörn Nowak versuchen. Rechts verteidigt Rhys Tyler, links Ralf Schneider. Kapitän Benjamin Weigelt rückt vor die Abwehr und soll rein defensive Aufgaben erledigen. „Wir müssen da hinten Sicherheit herein bekommen, deswegen setze ich auf den erfahrenen Weigelt“, sagt Kunkel. Er hat mit ihm als auch mit Nowak Gespräche geführt und die beiden auf ihre Funktion als Führungsspieler eingeschworen. „Wir müssen eine stabile Achse finden, die das Gerüst bildet, um das wir das Team aufbauen.“ Denn viel Zeit für Experimente bleibt ihm nicht. „Normalerweise findet man diese Achse in der Vorbereitung, aber wir sind schon mitten in der Saison.

Kunkel will die Stärken eines jeden Spielers herausarbeiten

Auf den Außen haben rechts Karoj Sindi und Sebastian Mützel das Vertrauen des Trainers. „Sindi ist blitzschnell, wenn er das noch besser umsetzt, ist er ein ganz gefährlicher Mann.“ Überhaupt hat Kunkel im Training in der Woche versucht, die Stärken eines jeden Spielers herauszuarbeiten. „Wir brauchen im Saisonverlauf jeden Mann, da ist es kontraproduktiv auf dem oder jenem herumzuhacken.“

Regionalliga Offen lässt er noch die Besetzung im Sturm und will dafür das Training am Freitagvormittag abwarten. David Loheider war zuletzt bemüht, ihm fehlte trotz guter Absätze aber bislang das Glück. Was Kunkel an Mike Terranova hat, braucht er nicht zu betonen. Der junge Pascale Talarski hat große Fortschritte gemacht und sowohl als Vorbereiter und als Torschütze Qualität gezeigt. Denkbar wäre eine Lösung mit einer Spitze, hinter der Talarski zentral sowie Mützel und Sindi über die Außenbahnen kommen. Gut möglich aber auch, dass Terranova hinter Loheider den Faktor Erfahrung im Spielaufbau mit einbringen soll. Wie gesagt, das ist noch offen. Etwas hinten dran scheint auf jeden Fall Patrick Bauder in Sachen Spielaufbau zu sein.

Der Feinschliff wird auch ein wenig davon abhängen, wie die Duisburger das Spiel angehen. Kunkel: „Fred Bockholt hat die viermal beobachtet und jedes Mal eine andere Aufstellung gesehen. Aber wir wissen jetzt immerhin ganz genau, was wir von jedem Spieler zu halten haben und wie wir uns darauf einstellen können.“ Sein Gegenüber Manfred Wölpper hat wie alle U 23-Trainer das Problem, dass er nie weiß, was die Profimannschaft anfordert. Und da die sich ebenfalls noch nicht gefunden hat, bleibt der MSV II personell eine Wundertüte.

Immerhin, dieses Problem hat Kunkel, bis vor einer Woche Cheftrainer der U 23, nun nicht mehr. Dafür eben andere.