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RWO spielt nach 0:2 noch 2:2 gegen Fortuna II

06.10.2012 | 17:56 Uhr
RWO spielt nach 0:2 noch 2:2 gegen Fortuna II
RWO-Trainer Peter Kunkel schafte mit seiner Mannschaft ein 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf II.Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool

Oberhausen.  Aus drei Spielen unter dem neuen Trainer Peter Kunkel hat Rot-Weiß Oberhausen bisher zwei Siege geholt. Gegen Fortuna Düsseldorf II langte es dafür nicht - immerhin gab es für die Rot-Weißen nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden.

Das ging gerade noch einmal gut: Dank eine deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit kam RWO gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf noch zu einem 2:2 (0:1). Letztlich verdient, doch auch ziemlich glücklich. Denn nach 60 Minuten kassierte Rot-weiß per Elfmeter das 0:2 und war praktisch geschlagen. Doch ab diesem Zeitpunkt bewies das Team Moral und biss sich zurück ins Spiel,

Belohnt wurde das durch ein Freistoßtor von Benjamin Weigelt (75.) und einen 16 Meter-Knaller von Pascale Talarski in den Giebel, vergleichbar mit seiner Volleyabnahme in Wiedenbrück (83.). Weigelts Freistoß war als Flanke gedacht, wurde abgefälscht und rutschte ins lange Eck durch. In der letzten Viertelstunde drückten die Oberhausener immens und besaßen durch Ken Asaeda mit einem platzierten Schuss in den Winkel oder von Gökan Lekesiz frei vor Düsseldorfs Keeper Tim Boss große Möglichkeiten, weitere Treffer zu erzielen. Doch der Fortuna-Schlussmann hatte einen wirklich großen Tag erwischt und ließ nicht mehr als die beiden RWO-Tore zu.

RWO musste gegen Fortuna-Reserve früh einem Rückstand hinterherlaufen

Seine Klasse hatte er schon gegen Ende des ersten Durchgangs gezeigt, als er einen strammen Linksschuss von Karoj Sindi (31.) glänzend parierte. Einmal half ihm ein Abwehrmann, der einen Kopfball von Jörn Nowak von der Linie kratzte (39.). Zu dieser Phase hatte die Elf von Peter Kunkel gerade ins Spiel gefunden,  doch die 25 Minuten davor waren zum Grausen.

Die Dreierkette stand viel zu tief, so dass auch Asaeda und Weigelt fast vor dem  eigenen Strafraum agierten. So war die Lücke bis zur Offensivabteilung viel zu groß. Fortuna hatte keine Mühe, die Hoheit im Mittelfeld zu verwalten. „Eigentlich wollten wir so spielen wie die“, sagte Kunkel nach der Partie und fand so recht keine Erklärung für die offensiv schwache Leistung seines Teams. Denn das musste ab der 16. Minute einem Rückstand hinter laufen.  Leon Balogun hatte mit dem Kopf verwandelt, Andre Fomitschow einen Eckball zuvor über Rhys Tyler hinweg in den RWO-Strafraum befördert, wo der Torschütze auch noch klug frei geblockt wurde. Die Führung ging bis dahin völlig in Ordnung, Aliosman Aydin hatte zuvor Pech mit einem Lattenschuss.

Ab der 30. Minute reichte Kunkel die dürftige Vorstellung, lautstark wies er sein Team an, vorzurücken und die Fortuna unter Druck zu setzen. Das gelang dann auch. Ralf Schneider auf links und Karoj Sindi brachten wiederholt gefährliche Bälle ins Zentrum, die allerdings weder von Mike Terranova noch Patrick Bauder verwertet wurden. Mit dem Ausfall von David Loheider fehlte den Oberhausenern ganz klar ein Strafraumspieler. Und Sindi arbeitet weiter dran, irgendwann möglicherweise ein Tor für die Oberhausener zu erzielen. Kunkel: „Er wird bald treffen.“

RWO hätte das Spiel nach dem Ausgleich auch noch gewinnen können

Ein Strafraumspieler kam mit Regionalliga-Debütant Gökan Lekesiz aus der U 23 nach 60 Minuten, doch da schien die Partie schon entschieden. Schneider hatte Timm Golley im Strafraum ungeschickt niedergerissen, Schiedsrichter Stefan Glasmacher besaß wenig andere Möglichkeiten, als auf Elfmeter zu entscheiden. Fomitschow verwandelte sicher.

Genau dieser Rückstand stachelte die Hausherren an. Denn fortan  spielte (bis auf wenige Konter ausgenommen) nur noch die Kunkel-Elf. Endlich gaben Weigelt und Asaeda im Mittelfeld den Takt vor, mit dem agilen  Talarski für den ebenfalls bis dahin guten Bauder kam nochmals frischer Wind.

So trafen die Oberhausener zweimal und hatten danach immer noch praktisch im Minutentakt weitere Chancen. Doch Düsseldorf Torwart Timm wurde zum besten Mann des Spiels und hielt seiner Mannschaft den nicht unverdienten Punkt fest.

Balogun sah nach einem Foul an Talarski in der Nachspielzeit noch die Rote Karte, doch kurz darauf war die Partie beendet.

Peter Voss

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