RWO spaziert gegen Westfalia Herne zum 13:2-Kantersieg

RWO durfte im Testspiel gegen Westfalia Herne 13-mal jubeln.
RWO durfte im Testspiel gegen Westfalia Herne 13-mal jubeln.
Foto: Kerstin Bögeholz /Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
13:2 - unerwartet deutlich deklassierte Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen den Oberligisten Westfalia Herne. Das war eine starke RWO-Teamleistung.

Oberhausen.. Wenn Fußball immer so einfach wäre, könnte es irgendwann doch langweilig werden. Andererseits war der Test der Rot-Weißen aus Oberhausen gegen den Oberligisten Westfalia Herne mit 13:2 (6:2) eine überaus kurzweilige Angelegenheit. 500 Zuschauer im Stadion Niederrhein erfreuten sich an schönen Kombinationen und herausgespielten Toren. RWO-Trainer Andreas Zimmermann war sehr zufrieden: „So viele Tore haben wir unter mir in der Vorbereitung noch nie geschossen. Das hat richtig Spaß gemacht und zwar mit beiden RWO-Mannschaften in beiden Hälften.“

Hernes Spielertrainer Knappmann wütet in der Pause

Seinem Gegenüber und Spielertrainer Christian Knappmann dürfte es genau anders herum gegangen sein. In der Pause pfiff er seine Truppe bis auf die Haupttribüne hörbar zusammen. Aber da ahnte er nicht, dass der erste Durchgang seiner Mannschaft auch noch der bessere gewesen sein sollte. Die 3:0-Führung der Rot-Weißen durch Simon Engelmann (11.), David Jansen per Kopf (13.) und Sinan Kurt (14.) beantworteten die Gäste durch einen verwandelten Foulelfmeter von Fatmir Ferati (15.) und dem 3:2 durch Enes Kaya (26.). Dem ging ein schwerer Patzer von Thorben Krol voraus, der einen Ball im Aufbau ohne Druck in die Beine des Herner Angreifers spielte. Ansonsten entsprangen die Herner Treffer eher der Kategorie „Heiterer Himmel“.

Doch Kai Nakowitsch (32.), erneut Jansen per Kopf (37.) und Dominik Reinert nach einem Spaziergang durch die gesamte Herner Abwehr (42.) rückten die Verhältnisse zum 6:2 schnellstens wieder zurecht.

Personal Rot-Weiß machte einen topfitten Eindruck und kombinierte sich mit Lust durch die offenen Reihen der Westfalia. Nach der Pause wechselte Zimmermann komplett durch, nur Krol behielt seinen Posten im Kasten.

Am Spiel der Oberhausener änderte sich erfreulicherweise gar nichts. Es ging munter und zielgerichtet nach vorn. Christoph Caspari (47./56.) und Ferdi Acar (48./55.) zogen den Gästen mit den beiden Doppelschlägen in kurzer Zeit zum 10:2 komplett den Nerv.

Trainer Knappmann auf der Westfalia-Bank fiel nach noch lautstarken Kommandos aus dem ersten Durchgang nichts mehr ein, er sackte still in sich zusammen. Die Oberhausener hingegen hatten noch Appetit auf mehr und erhöhten das Ergebnis durch Tim Hermes (61.), Patrick Bauder (77.) und Raphael Steinmetz (79.) endgültig zur Blamage für den Traditionsverein der alten Oberliga West. In den letzten zehn Minuten hätten es gegen die völlig konfusen Amateure noch ein paar mehr werden können, doch da ließen die Rot-Weißen Gnade walten.

So spielte RWO

RWO I: Krol; Heber, Nakowitsch, Weigelt, Herzenbruch, Krystofiak, Kurt, Reinert, Gügör, Engelmann, Jansen.

RWO II: Krol; Özkara, Haas, Voß, Steurer, Acar, Scheelen, Caspari, Hermes, Bauder, Steinmetz.