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RWO richtet den Blick nach vorn

23.09.2012 | 17:52 Uhr
RWO richtet den Blick nach vorn
In die RWO-Abwehr muss noch mehr Ordnung einziehen.Foto: Hayrettin Özcan

Oberhausen.  Nach der bitteren 1:2-Niederlage bei der Zweitvertretung des MSV Duisburg geht es für Rot-Weiß Oberhausen am Montag um 20.15 Uhr gegen Fortuna Köln schon weiter. Die Kölner dürften eine Klasse stärker einzuschätzen sein als der MSV.

„Gut, dass es am Montag schon weiter geht.“ Routinier Mike Terranova, der Freitag bei der bitteren 1:2-Pleite in Duisburg in der zweiten Hälfte für weiteren Schwung im Angriff sorgte, hatte den Blick nach der Partie schnell wieder nach vorne gerichtet. Denn schon heute, zur ungewohnten Anstoßzeit um 20.15 Uhr, geht es für die Regionalliga-Kicker von Rot-Weiß im heimischen Stadion Niederrhein schon weiter. Der Gegner, Fortuna Köln, dürfte allerdings eine Klasse stärker einzuschätzen sein als die Zweitvertretung des MSV am Freitag und so gehen die Oberhausener keinesfalls als Favorit in dieses Spie

Schon gar nicht nach der Partie an der Wedau, bei der so ziemlich alles schief lief, was schief gehen kann. Denn die Kleeblätter müssen nicht nur die äußerst unglückliche Niederlage wegstecken, es fehlen mit Sebastian Mützel nun auch der bislang beste Torschütze und mit Niklas Hartmann die bislang unumstrittene Nummer eins.

Kein Vorwurf

Dabei konnte der Mannschaft am Freitag über weite Strecken kaum ein Vorwurf gemacht werden. Trainer Peter Kunkel ließ die in dieser Zeitung angekündigte Elf beginnen, und die präsentierte sich selbstbewusst mit Drang nach vorne. Mitte der ersten Halbzeit allerdings schienen einige Akteure einen Gang heraus zu nehmen, wodurch die Duisburger ins Spiel gebracht wurden. Das Zweikampfverhalten war nicht mehr so wie von Kunkel gefordert, der vor allem über unnötige Ballverluste im zentralen Bereich des Mittelfeldes verärgert war.

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Ganz viel Pech für RWO bei Kunkels Einstand - 1:2

Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen unterlag beim Einstand des neuen Trainers Peter Kunkel mit 1:2 beim MSV Duisburg II. RWO verlor Torwart Niklas Hartmann verletzt und Sebastian Mützel durch Rote Karte.

Da blieb nicht nur Kapitän Benjamin Weigelt den Beweis des Führungsspielers schuldig, auch Ken Asaeda und die beiden Offensiven Pascale Talarski und David Loheider waren zuweilen nicht konsequent genug. Dennoch hätte die Leistung zu drei sicheren Punkten gereicht, wenn nur ein Bruchteil der zahllosen Großchancen genutzt worden wäre. Das hatte in manchen Situationen sicher mit fehlender Qualität im Abschluss zu tun, oft fehlte aber einfach nur das nötige Quäntchen Glück. Etwa beim Freistoß des eingewechselten Patrick Bauder, der das physikalische Kunststück schaffte, einen Freistoß seitlich des Strafraums an den Innenpfosten des kurzen Ecks zu schießen.

Nicht unbeteiligt war auch MSV-Torwart Roland Müller, einer von sieben eingesetzten Profis aus dem Zweitliga-Kader der Duisburger. Er entschärfte nicht nur einige hochkarätige Möglichkeiten in sportlicher Manier, im Zusammenspiel mit dem ohnehin schwachen Schiedsrichter Thomas Altgeld sorgte er in der Schlussphase für den traurigen Höhepunkt aus RWO-Sicht. Nach einem Missverständnis seiner Vorderleute musste er aus dem Tor, um vor dem heranstürmenden Mützel an den Ball zu kommen. Das gelang ihm, doch urplötzlich wälzte sich Müller am Boden, als sei eine Herde Zebras über ihn hinweg gelaufen. Das erzürnte wiederum Mützel, der wenig freundliche Worte für diese Einlage übrig hatte. Altgeld, der noch einen Sonderbericht anfertigt, ist aber offenbar ein Freund dramatischer Schauspielkunst. Anders ist es nicht zu erklären, warum er bei der als „versuchtes Nachtreten“ beurteilten Aktion nur eine Karte zückte, und zwar die rote für Mützel.

Schrecksekunde für RWO

Damit fällt der auch in Duisburg gefährlichste RWO-Spieler mindestens zwei Spiele aus. Noch viel länger allerdings muss das Team auf Niklas Hartmann verzichten. Der Keeper verdrehte sich bei einer Faustabwehr Ende der ersten Hälfte unglücklich das Knie und musste vom Platz getragen werden. In den Katakomben des MSV-Stadions kollabierte der 22-Jährige dann und statt des geplanten Transports ins Sterkrader St. Clemens Hospital musste Hartmann auf schnellstem Wege in der nahegelegenen Unfallklinik versorgt werden. „Eine absolute Schrecksekunde für alle, die das Spiel noch in den Schatten stellt“, war Sportleiter Frank Kontny sichtlich mitgenommen. Mittlerweile steht fest, dass das Außenband auf jeden Fall operiert werden muss. Ob und wie das Kreuzband in Mitleidenschaft gezogen ist, soll ein MRT heute klären.

Ralf Bögeholz


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