RWO ist in Regensburg klarer Außenseiter
25.11.2011 | 15:36 Uhr 2011-11-25T15:36:00+0100
Oberhausen. Rot-Weiß Oberhausen ist im Spiel beim im eigenen Stadion noch ungeschlagenen Tabellenzweiten Jahn Regensburg krasser Außenseiter - und dennoch gutgelaunt. "Man kann in jedem Spiel gewinnen", sagt RWO-Trainer Mario Basler.
„Alles beim Alten“, meldet RWO-Trainer Mario Basler vor dem Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg heute, 14 Uhr. Das kann man so und so sehen. Zunächst positiv: Es sind neben den bekannten Ausfällen keine neuen Verletzten hinzu gekommen. RWO könnte damit mit der erfolgreichen Anfangself aus dem Spiel gegen Wehen auflaufen. Aber das bedeutet auch, dass die personellen Alternativen für Basler (und damit auch für Trainer Peter Kunkel in der U 23) eingeschränkt sind.
Wobei Basler und dem Team der Personalschwund im Moment wohl nicht so viel ausmacht. Der verdiente Erfolg gegen Wehen hat dem Team Selbstvertrauen gegeben.
Serkan Göcer und Florian Abel haben sich mit guten Leistungen für ihren Trainingseifer belohnt und gezeigt, dass sie in der ersten Mannschaft spielen können. Niklas Hartmann hat im Tor als Ersatz für Michael Melka eine gute Figur gemacht und dank der guten Abwehrleistung seiner Vorderleute insgesamt wenig zu tun gehabt. Dies gilt für die Innenverteidigung mit Dimi Pappas und Tobias Willers, aber auch vor allem für die erstaunlich stabilen Dominik Borutzki und Danijel Gataric auf den Außenpositionen. Offensiv gibt es noch einiges zu verbessern, doch die Versuche laufen in die richtige Richtung.
Wie schon zu besseren Zeiten reisen die Oberhausener als krasser und dabei gutgelaunter Außenseiter in den Süden. Basler: „Wir dürfen keine Angst vor Fehlern haben, sondern müssen wieder den größeren Willen an den Tag legen.“ Was beim im eigenen Stadion ungeschlagenen Tabellenzweiten nicht ganz einfach sein wird, aber eben auch nicht auszuschließen ist. Rot-Weiß hat seine besseren Spiele (und Ergebnisse) in dieser Saison immer gegen die deutlich besser platzierten Clubs erzielt.
Verzichten muss RWO auf die verletzten Marvin Ellmann (Bänderriss im Sprunggelenk), Melka, Timo Kunert, Benjamin Reichert, Felicio Brown Forbes und Felix Schiller sowie den noch ein Spiel gesperrten Esad Razic.
Außenseiter hin oder her, Basler weiß aber auch um die einfachen Fußballerkenntnisse: „Man kann in jedem Spiel gewinnen.“
Alle Anhänger, die mit dem Fanbus nach Regensburg fahren, können eine Stunde länger schlafen. Aus organisatorischen Gründen ist die Abfahrt um sechs Uhr, nicht wie ursprünglich geplant um fünf. Start Tourismushaltestelle am Hauptbahnhof.
Der Gegner Regensburg im Kurzporträt
Der SSV Jahn Regensburg zählt zu den Überraschungsteams der Saison. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl, der bei der ersten Trainerstation von Mario Basler in Regensburg noch Spieler war, hat sich in der Ligaspitze etabliert. Bei den meisten geschossenen Toren in der Klasse weist sie auch das beste Torverhältnis aus. Trotzdem wird bei den Bayern weiter nur vom Klassenerhalt gesprochen.
Das hat Tradition, denn bislang hatten die Regensburger zum Ende fast jeder Hinrunde immer einen Einbruch – was damit zusammen hängen kann, dass die Gehälter nicht immer regelmäßig fließen sollen. Diesmal scheint Weinzierl seine Truppe auf Erfolg getrimmt zu haben. Intern hat sich die Mannschaft bis zum Ende der Hinrunde ein Punkteziel gesetzt. Wenn das eintreffen sollte, wird über eine Neuorientierung nachgedacht.
Mit Tobias Schweinsteiger (12) und Michael Klauß stellt der SSV zwei der gefährlichsten Torjäger der Klasse. Hinten hat vor allem Rechtsverteidiger Ronny Philp (von Fürth II) einen gewaltigen Sprung gemacht und nunmehr auch starke Vorbereiter-Qualitäten entwickelt. Mit Andre Laurito, Mario Neunaber und Sebastian Nachreiner stellt er zudem eine passable Viererkette.
Die Heimbilanz ist mit vier Siegen und vier Unentschieden bei keiner Niederlage bislang souverän.
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