RWO ist gegen die Schalke-Reserve chancenlos - 0:1

Schalkes Joy Lance Mickels bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen RWO.
Schalkes Joy Lance Mickels bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen RWO.
Foto: Martin Möller / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
RWO schonte sich in der Partie gegen Schalkes U 23 fürs Pokalfinale und unterlag verdient 0:1. Joy Lance Mickels erzielt das Tor des Tages.

Herne.. Jürgen Luginger legt sich fest fürs Pokalfinale: „RWO gewinnt, weil es das spielerisch bessere Team ist.“ Davon war im Meisterschaftsspiel gegen die U 23 von Schalke 04 allerdings nicht allzu viel zu sehen. Die Luginger-Elf gewann nach einer engagierten Leistung gegen RWO verdient 1:0 (0:0). Offenkundig war, dass die meisten RWO-Spieler mit dem Kopf schon ganz woanders waren und sich vor allem nicht verletzen wollten.

Fleßers Das ist verständlich, schließlich steht am Donnerstag mit dem Niederrheinpokal-Finale bei RW Essen der vermeintliche Saisonhöhepunkt an. In der Partie jetzt in der Herner Mondpalast-Arena äußerte sich das so, dass die Oberhausener in den Zweikämpfen die allerletzte Konsequenz fehlen ließen. Da auch die Schalker vor allem das spielerische Element im Fußball pflegen, entwickelte sich immerhin eine faire und flotte Partie. In der fehlten allerdings die Torszenen vor dem Schalker Kasten nahezu völlig. Die Gastgeber standen gut und zogen ihr schnelles Spiel über die starken Außen auf. Eine halbwegs gefährlichen Szene von RWO sprang aber doch heraus: Casparis gute Hereingabe von rechts nach Kombination mit David Jansen und Nick Brisevac fand zentral im Strafraum aber keinen Abnehmer.

Kühn hält RWO im Spiel

Auf der anderen Seite sah das knapp vor der Halbzeit schon besser aus. Der ehemalige RWO-Spieler Serkan Göcer verfehlte bei einem ersten Distanz-Schuss den Kasten von Philipp Kühn noch knapp (19.). Danach zielte Mittelstürmer Thomas Rathgeber schon genauer und zwang Kühn zu einer Parade (41.). Kurz danach legte er am Strafraum auf Joy Lance Mickels ab, wieder musste Kühn sich strecken, um den Ball zu entschärfen (44.). Geschlagen war er dann nach der folgenden Ecke, doch Dominik Reinert klärte den Kopfball von Rathgeber auf der Linie (45.).

Zugang Diese Bild setzte sich auch nach der Pause fort. Dario Schumacher verfehlte das Oberhausener Gehäuse aus 14 Metern nur knapp (48.). Danach waren Kapitän Benjamin Weigelt und Felix Haas mehrmals mit Rettungsaktionen in letzter Sekunde gefordert.

Pauder fehlt die Anbindung

RWO hatte zur Pause den lange verletzten Patrick Bauder erstmals wieder gebracht, doch dem Regisseur fehlte sichtbar die Anbindung ans Spiel. Zimmermann wechselte weiter, nahm Jansen und Brisevac vom Feld und brachte Gökhan Gümüssu und Ralf Schneider. Zum einen, um mehr Ballruhe zu bekommen, zum anderen, um die Stammkräfte fürs Finale zu schonen.

Pokalfinale In diese Phase fiel dann der Schalker Siegtreffer. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld wurde die ungeordnete Defensive der Rot-Weißen rechts überlaufen. Mickels drückte dann die Hereingabe von Florian Pick aus kurzer Distanz ein (76.). Die RWO-Fans konterten gesanglich: „Über Essen fahr’n wir nach Berlin.“

RWO fehlten in den letzten Minuten die Mittel, um die stabilen Königsblauen noch einmal zu fordern. Und letztlich fehlte auch der Wille, in diesem nur für Schalke bedeutsamen Spiel noch einmal alles zu geben. Verdient wäre der Ausgleich gegen die sehr engagierten Schalker ohnehin nicht gewesen.