RWO hat einen Dreier fest auf der Rechnung
03.02.2012 | 17:17 Uhr 2012-02-03T17:17:00+0100
Oberhausen. Drittligist Rot-Weiß Oberhausen steckt laut Trainer Mario Basler "in einer Phase, in der bei uns das Wasser bergauf läuft". Am Samstag um 14 Uhr trifft RWO auf Kickers Offenbach. Die Aufstiegsambitionen der Kickers erhielten vor einer Woche einen Dämpfer.
RWO-Trainer Mario Basler sieht keinen Grund, jetzt schon aufzugeben: „Ich bin guter Dinge, dass wir da unten rauskommen.“ Stürmer Mike Terranova sieht das genau so: „Wir haben jetzt schon vier Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt der Hinrunde.“ Kann man so sehen; der Sieg gegen Burghausen und das Remis gegen Münster waren in der Hinrunde noch Nullsummenspiele. Die Lage ist damit weiter ernst, aber nicht hoffnungslos. Heute, 14 Uhr, soll gegen die Offenbacher Kickers (live im DerWesten-Ticker) die Hoffnung weiter genährt werden, ein Dreier ist Pflicht.
U 23-Trainer Peter Kunkel hatte die Gäste bei deren Heimpleite gegen Chemnitz gesehen und war allein von den Ostdeutschen beeindruckt. Basler: „Mir ist letztlich wurscht, wie Offenbach auftritt. Wir müssen uns mal selbst belohnen.“ Das hat trotz engagierter Leistung gegen Heidenheim nicht geklappt und ist daher auf eigenem Eis erste Spielerpflicht.
Übersichtlicher im RWO-Angriff
Mit dabei ist wieder Mike Terranova, der wegen eines Haarrisses in der Mittelhand in Heidenheim fehlte, aber weiter im Training blieb. Nach dem Abgang von Christopher Kullmann wird es im Angriff übersichtlicher. David Jansen dürfte der Partner von Terranova sein. Wahrscheinlich werden auch Junior oder Marvin Ellmann von Beginn an auflaufen, da Basler auf jeden Fall wie schon gegen Münster wieder offensiver agieren will. So dürfte sich Terranova auf die Zehnerposition zurückfallen lassen. Anel Dzaka und Jeff Gyasi bilden dafür die Doppelsechs vor der Viererkette. In die könnte Florian Abel zurück kehren, da Timo Kunert diesmal vor ihm agieren dürfte. Für die Innenverteidigung empfahl sich Dimi Pappas mit einer tadellosen Leistung in Heidenheim, er dürfte an der Seite von Tobias Willers spielen, der bei den Bayern auf der ungewohnten Sechserposition nicht so effektiv war. Die linke Seite gehört Benjamin Weigelt.
„Wir zeigen eine klare Tendenz nach oben“, sagt Basler zu den letzten Spielen und hofft, dass dies nun mit dem ersten Dreier des Jahres belohnt wird. „In Heidenheim hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen.“ RWO stecke in einer Phase, „in der bei uns das Wasser bergauf läuft.“ Das Team habe Pech und würde dann noch in vielen Entscheidungen benachteiligt. „Der Elfer gegen Münster war keiner und als Junior im Strafraum in Heidenheim mit beiden Händen umgestoßen wird, bekommen wir keinen.“ Basler musste nach seiner Schiedsrichterschelte dem DFB auf Anfrage eine Stellungnahme abgeben.
„Wir werden weiter kämpfen“, kündigt Basler an und setzt auch auf die Fans: „Wie die uns mit unseren Ulmer Freunden in Heidenheim unterstützt haben, war klasse.“
Das für Dienstag, 19 Uhr, angesetzte Testspiel beim NRW-Ligisten KFC Uerdingen fällt aus. Die Stadt Krefeld erklärte den Platz in der Grotenburg nach einer Begehung schon am Donnerstag für unbespielbar.
Der Gegner im Kurzporträt
Die Euphorie bei den Offenbacher Kickers war groß vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres gegen den Chemnitzer FC am vergangenen Wochenende. Nach einer verheißungsvollen Vorbereitung mit guten Testspielen verloren die Hessen aber gegen die Sachsen zu Hause mit 0:1 und boten eine schwache Vorstellung. Mit jetzt fünf Punkten Rückstand auf Platz drei gab es einen empfindlichen Dämpfer in Sachen Aufstiegsambitionen. „Wir möchten bis zum Ende, wenn es wirklich entschieden wird, oben dran bleiben“, sieht OFC-Trainer Arie van Lent sein Team dennoch noch voll im Aufstiegsrennen.
Einen gewaltigen Imageschaden gab es für den Verein gegen den CFC, da der Schiedsrichter-Assistent mit Feuerzeugen beworfen und das Spiel für zehn Minuten unterbrochen wurde. Sportlich wurde gegen Chemnitz wieder einmal deutlich, dass den Offenbachern die spielerischen Mittel fehlen. So gab es keine Freistoßgelegenheiten und kaum Eckbälle. Standardsituationen, aus denen die Kickers gewöhnlich ihre Treffer erzielen.
Zu allem Überfluss droht nun in Oberhausen auch noch Spielmacher Elton da Costa auszufallen, der überdies auch noch für die Freistöße und Eckbälle zuständig ist. Der Brasilianer leidet an Nackenproblemen. „Sein Einsatz entscheidet sich wohl erst kurzfristig“, glaubt OFC-Trainer Arie van Lent.
Trotzdem müsse sich sein Team gegen RWO „eindeutig steigern“, sagt van Lent, der den Gegner für eine „robuste, kampfstarke Mannschaft“ hält.
In der Abwehr hat der Niederländer wieder mehr Alternativen zur Verfügung, nachdem Außenverteidiger Marc Stein nach seiner Gelbsperre genauso wieder in den Kader zurückkehren kann wie Innenverteidiger Stefan Kleineheismann (Hodentorsion).
Allerdings sind die Kickers ohnehin defensivstark. Eine Bank im Tor ist Robert Wulnikowski. Der 34-jährige Routinier gehört zu den stärksten Keepern der Liga.
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