RWO-Generalprobe geht daneben - 2:3 gegen Bochums U23

Fassungslosigkeit: RWO verlor das Heimspiel gegen Absteiger Bochum II mit 2:3.
Fassungslosigkeit: RWO verlor das Heimspiel gegen Absteiger Bochum II mit 2:3.
Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
RWO offenbarte beim 2:3 gegen die bereits abgestiegene U23 des VfL Bochum Nachlässigkeiten. Am Mittwoch kommt im Pokal-Halbfinale Drittligist MSV.

Oberhausen.. Mit der Leistung aus der zweiten Halbzeit gegen die U 23 des VfL Bochum wird das Pokalspiel von Rot-Weiß Oberhausen am Mittwoch gegen den MSV Duisburg eine eindeutige Sache. Es kann nur in die Hose gehen. Das 2:3 (1:1) mag mangelnder Konzentration gegen einen bereits abgestiegenen (weil abgemeldeten) Gegner geschuldet sein. Aber dabei offenbarten die Rot-Weißen Nachlässigkeiten, Abstimmungsfehler und fehlendes Zweikampfverhalten, die eben nicht nur ein ambitionierter Drittligist bestraft, sondern auch ein Kellerkind der Regionalliga.

Regionalliga Demgemäß ungehalten war Trainer Andreas Zimmermann nach der Partie. Für den zweiten Durchgang attestierte er fünf Minuten gutes Spiel. Immerhin sah er in der ersten Halbzeit einige Minuten mehr davon. Und einen Start nach Maß. David Jansen vollendete ein Zuspiel von Raphael Steinmetz nach Zuckerpass von Dominik Reinert zur Führung (8.). Doch genau das lähmte. Die Bochumer, engagiert unterwegs in Sachen Eigenwerbung, ließen sich davon überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Im Defensivverbund machten sie clever in einer Fünfer-Kette dicht, nach vorn gefielen die gut ausgebildeten Techniker durch schnelles Kurzpassspiel.

Bochum glich in Oberhausen wie aus heiterem Himmel aus

Trotzdem fiel der Ausgleich noch aus heiterem Himmel. Einen Freistoß von Sinan Kurz blockierte Felix Herzenbruch für seinen Keeper Philipp Kühn so unglücklich, dass auch das Täuschungsmanöver des davor postierten Laurynas Kulikas gelang und der Ball viel zu spät in Kühns Gesichtsfeld kam. Da war er praktisch schon drin (29.). RWO drückte, aber nicht in letzter Konsequenz. Dennoch boten sich bis zur Pause Patrick Schikowski (40./42.) oder Steinmetz (44.) noch beste Gelegenheiten, die eigenen Farben erneut in Führung zu bringen.

Regionalliga Mit Beginn des zweiten Durchgangs wurde endgültig klar, dass die Bochumer an diesem Nachmittag den größeren Willen hatten. RWO ließ sich durch manch seltsame Schiedsrichterentscheidung aus der Bahn werfen. Felix Haas und Benjamin Weigelt verloren in der Innenverteidigung ihre Linie und damit auch die Spielhoheit. Logisch, wenn auch wieder aus heiterem Himmel, geriet die Führung der Gäste. Tolga Cokkosan nahm eine schlecht abgewehrte Ecke der Gäste auf und brachte den Ball über links scharf zum Fünfer. Dort standen zwei Bochumer frei, Kulikas übernahm das dann mit dem Kopf (58.). Zimmermann: „Ich habe den Jungs vorher eingebläut, dass die genau zwei Ecken-Varianten haben. Und wir fallen trotzdem drauf rein.“

Die Heimelf mühte sich zwar noch um Strukturen, doch die gingen zusehends verloren. So hatten die Bochumer durch Michael Maria (71.), Ristvan Balci (76./knapp Abseits) oder Moritz Göttel (78.) die klareren Gelegenheiten. Kühn hielt den knappen Rückstand fest.

Siegtreffer für Bochum fiel in der Nachspielzeit

Dann schien es schon auf ein glückliches Ende hinaus zu laufen. Denn einer der wenigen gelungenen Spielzüge über Alex Scheelen und starker Reinert-Flanke führte dann per Kopfball von Gökhan Gümüssu noch zum Ausgleich (85.). Doch als die Rot-Weißen mal wieder Handspiel reklamierten, schloss der VfL einen schnellen Konter über Balci zum Siegtreffer ab (90.+2).